AdUnit Billboard
Seckacher Gemeinderat tagte

Hallenbad -Wiedereröffnung bleibt festes Ziel

Phosphor-Elimination für die Kläranlage / Neues Fahrzeug für den Bauhof / Energiesparmaßnahmen

Von 
Liane Merkle
Lesedauer: 
Der Seckacher Gemeinderat befasste sich mit der erneuten Beantragung der Fachförderung zur Ausbaustufe 3 der Gemeinde-Wasserversorgungskonzeption, die den Bau der Doppelleitung Seckach-Großeicholzheim mit Umbau des Hochbehälters „Mutschere“ und des Pumpwerks „Kohlplatte“ beinhaltet. © Liane Merkle

Seckach. Die Arbeitsvergabe zum Einbau einer Phosphor-Elimination an der Kläranlage war nur eine von mehreren Investitionsbeschlüssen des Seckacher Gemeinderatsgremiums unter Vorsitz von Bürgermeister Thomas Ludwig gleich bei der ersten öffentlichen Sitzung nach der Sommerpause in der Seckachtalhalle.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Diese geplante Investition in den Gewässerschutz war dem Gremium bereits vor einem Jahr erläutert und ein Förderantrag mit Baukosten inklusive Baunebenkosten in Höhe von 270 000 Euro fristgerecht eingereicht worden.

Der Förderbescheid für diese Bausumme liegt seit Dezember 2021 vor. Im Ergebnis der durch das Ingenieurbüro Sack und Partner aus Adelsheim und das Büro SAG Ingenieure aus Ulm vorgenommenen Prüfung der eingegangenen Angebote wurde die Gemeindeverwaltung bevollmächtigt, nach Abklärung der Mehrkostenförderung das Baugeschäft Reiner Müller aus Großeicholzheim mit 37 870 Euro als günstigsten Bieter für die Tiefbauarbeiten und die Likusta Umwelttechnik GmbH aus Lich mit 261 233 Euro als günstigsten Bieter für die Anlagen- und Elektrotechnik zu beauftragen.

Mehr zum Thema

Buch vorgestellt

Echten Heimatsohn gewürdigt

Veröffentlicht
Von
L.M.
Mehr erfahren
Sitzung des Boxberger Gemeinderates

Beteiligungen der Stadt rentieren sich

Veröffentlicht
Von
Werner Palmert
Mehr erfahren
Gemeinderat

Jörg Weber folgt auf Stefan Grimm

Veröffentlicht
Von
Hans-Peter Wagner
Mehr erfahren

Nachdem Bauhofleiter Tristan Serr bereits im November letzten Jahres zur Erneuerung der teilweise total überalterten Gerätschaften seine Fahrzeugkonzeption für den Gemeindebauhof vorgestellt und man daraufhin einen Kommunalschlepper mit Winterdienst- und Mulchausrüstung bestellt und seit August erfolgreich im Einsatz hat, beschloss das Gremium nun die weitere Umsetzung des Konzepts mit dem Kauf eines Kleintransporters Piaggio Porter NP 6 Benzin/Autogas LPG mit Kipppritsche zum Angebotspreis von 26 810 Euro bei der Firma Eugen Unkauf GmbH & Co KG aus Abstatt.

Außerdem beschäftigte sich der Gemeinderat mit der erneuten Beantragung der Fachförderung zur Ausbaustufe 3 der Gemeinde-Wasserversorgungskonzeption, die den Bau der Doppelleitung Seckach-Großeicholzheim mit Umbau des Hochbehälters „Mutschere“ und des Pumpwerks „Kohlplatte“ beinhaltet.

Für dieses Jahr steht man zwar auf der Nachrückerliste, aber es ist nicht sicher, dass die dem Regierungspräsidium Karlsruhe zur Verfügung stehenden Fördermittel hierfür ausreichen werden. Aufgrund der rd. 20-prozentigen Preissteigerungen seit Juni 2021 rechnet man für das Vorhaben inzwischen mit Kosten in Höhe von 4 326 550 Euro, und mit Fördermitteln in Höhe von 2 843 280 Euro bei einem Eigenanteil der Gemeinde von 1,48 Millionen. Der Gemeinderat beauftragte die Verwaltung, zusammen mit dem Büro Fritz Planung GmbH aus Bad Urach den Fachförderantrag mit den aktualisierten Kosten erneut fristgerecht einzureichen.

Als Folge der Ukraine-Krise hat sich auch die Gemeinde Seckach intensiv mit Energiesparmaßnahmen beschäftigt und das Ergebnis nahm das Gemeinderatsgremium nach Vorstellung durch Frau Röderer vom Rechnungsamt zur Kenntnis. Demnach wird die Raumtemperatur im Rathaus auf 19 Grad, in Sporthallen auf 16 Grad und in Schulen auf 20 Grad gesenkt, die Warmwasserbereitung fürs Händewaschen wird abgestellt.

Die Straßenbeleuchtung wird in Seckach und Großeicholzheim um 22 Uhr, in Zimmern um 23 Uhr abgeschaltet – und in allen Ortsteilen erst um 5 Uhr eingeschaltet und so bald wie möglich auf energieeffizientere Leuchten umgestellt.

Die Wiedereröffnung des Hallenbades bleibt weiterhin das feste Ziel der Gemeinde; angesichts der für diesen Winter zu erwartenden Gasmangellage wird die Öffnung nun für das Frühjahr 2023 angestrebt.

Sollte aufgrund des Gasmangels die Beheizung verschiedener Gemeindegebäude nicht mehr möglich sein, müssen die Wasserleitungen entleert werden. Ein Teil der Rathaus-Bediensteten müsste dann ins Home-Office wechseln. Über die tatsächliche Umsetzung weiterer Maßnahmen entscheidet jedoch die Verwaltung im Benehmen mit dem Krisenstab. Ergänzend führte Bürgermeister Ludwig noch aus, dass das Thema Energiemanagement bereits seit vielen Jahren ein fester Bestandteil der Verwaltungsarbeit ist.

Interessiert nahm das Gremium die Ausführungen der Vertreter der Projektgruppe „Rebhuhnschutz im Schefflenztal“, Ornithologe Dr. Elmar Werling und Andreas Sigmund als Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes, zur Kenntnis, die dieses Projekt mit einer Fläche von rund 100 Quadratkilometern auf den Gemeindegebieten von Schefflenz, Billigheim, Elztal und Seckach vorstellten. In dieser Region befindet sich das größte noch verbliebene Verbreitungsgebiet des sehr bedrohten Rebhuhns im gesamten Regierungsbezirk Karlsruhe. Das Projekt besteht seit Herbst 2021 als Initiative lokaler Akteure, darunter dem Nabu Seckach-Schefflenztal und Mosbach, Vogelkundler, Jäger und örtliche Landwirte sowie unterstützt von Landschaftserhaltungsverband, Bauernverband, Landesjagdverband, Kreisjägervereinigung und Fachbehörden des Landratsamtes unter Leitung des Naturschutzreferats des Regierungspräsidiums. Rebhühner sind Bodenbrüter und haben aufgrund ihres Lebenszyklus sehr differenzierte Ansprüche an ihren Lebensraum. Um ihren Bestand zu stabilisieren und langfristig zu vergrößern, sollen auch mit Hilfe der Gemeinden die geeigneten Habitatmaßnahmen in Angriff genommen werden.

Abschließend beschloss das Gremium die Annahme einer Spende in Höhe von 100 Euro zur Förderung der Erziehung in der Seckachtalschule.

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1