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Marktgemeinde Kreuzwertheim - Bürgermeister Klaus Thoma blickt trotz der Pandemie-Lage hoffnungsvoll und optimistisch in die Zukunft

Kreuzwertheim will 2022 kräftig in die Infrastruktur investieren

In der Marktgemeinde Kreuzwertheim stehen im gerade begonnen Jahr große Projekte für die Zukunft an. Bürgermeister Klaus Thoma nannte die Kernprojekte.

Von 
Birger-Daniel Grein
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Das Fürstin-Wanda-Haus wird mit Blick auf die Familien- und Generationenfreund-lichkeit zu einem barrierefreien Begegnungs- und Veranstaltungsort umgebaut. © Birger-Daniel Grein

Kreuzwertheim. „Trotz der Krisenlage gehen wir hoffnungsvoll in die Zukunft“, betonte Kreuzwertheims Bürgermeister Klaus Thoma im FN-Gespräch. Er bedauere, dass der Neujahrsempfang wegen der Pandemie erneut nicht stattfinden konnte und sprach den Einwohnern der Marktgemeinde die besten Wünsche aus.

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Auch im gerade begonnenen Jahr werde Corona die Menschen intensiv beschäftigen. „Deshalb ist gerade in den Krisenzeiten der Zusammenhalt, die Solidarität und die Identifikation mit der Gemeinde und unseren Werten wichtig“, so Thoma. Ob und wie die traditionsreichen Veranstaltungen im Jahresverlauf möglich sein werden, sei offen. Es gebe jedoch Planungen wie zum Heimat- und Quätschichfest mit neuem Konzept.

In die Sportanlage Quätschich-Arena wird im gerade begonnene Jahr ebenso investiert wie in die Spielplätze in der Marktgemeinde. © Birger-Daniel Grein

Er verwies auf die Auswirkung der konjunkturellen Entwicklung auf die Marktgemeinde. Ebenso betonte er, dass sich die Steigerung der Preise im Bausektor auf die Investitionsprojekte der Gemeinde auswirken werden. Es gelte, sich von der Krise nicht entmutigen zu lassen, sondern noch mutiger und innovativer zu sein und noch mehr in die Infrastruktur zu investieren als bisher, sagte er.

Ausführlich ging er auf die konkreten Projekte der Gemeindeentwicklung ein. In Kreuzwertheim werden durch Investoren insgesamt 41 neue Mietwohnungen entstehen, die auch dringend gebraucht würden. Nach Abschluss des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts und dem Beschluss des Sanierungsgebiets, werde man 2022 die Gestaltungssatzung mit Handbuch fertigstellen und herausgeben. Auch in den Ortsteilen werde man die Wohnbauentwicklung fortsetzen.

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Wohnraum schaffen

Beispielhaft verwies Thoma auf die Weiterentwicklung und Überplanung der ehemaligen Gaststätte „Zum Engel“ im Ortskern von Unterwittbach zu einem Wohnquartier. Auch der Bereich der einstigen Tennishalle in Röttbach solle einer zukünftigen Wohnnutzung zugeführt werden. „In Wiebelbach soll der Grunderwerb zur Erweiterung des Baugebiets Wasenwiesen erfolgen.“

Im Hinblick auf die Familien- und Generationenfreundlichkeit verwies er auf die Sanierung und den barrierefreien Umbau des Fürstin-Wanda-Hauses mit einem Investitionsbedarf von rund 420 000 Euro. Nahezu alle Spielplätze im Kernort und in den Ortsteilen werde man aufwerten, erklärte Klaus Thoma weiter. Dazu sollen die Spielgeräte des einstigen Vorführspielplatzes der Firma S.H. Spessart Holzgeräte in Wiebelbach aufgearbeitet und auf die Spielplätze verteilt werden.

Bereits zum Jahresbeginn werde die Kindergartenbedarfsplanung neu erstellt. Auf dieser Datenbasis werde man mit den Trägern der Einrichtungen wie auch mit der Fachaufsicht klären, wo und wie am besten Abhilfe für den Platzbedarf geschaffen werden kann. Sobald feststehe, in welcher Größenordnung Baumaßnahmen erfolgen, würden die Architektenleistungen für die konkrete Planung in die Wege geleitet.

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Im Bereich der Gesundheitsversorgung möchte man die Rahmenbedingungen verbessern. Dazu gehören die Parksituation und bessere Zugangsmöglichkeiten aus den Wohnquartieren zum Medi-Center.

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Weiterhin stark einsetzen will sich die Marktgemeinde für den Umwelt- und Naturschutz. Thoma verwies auf die Maßnahmen zum Erhalt und zur Pflege der Ehrlichsgärten und die dortige Schaffung von Infotafeln. Auch an der Schutz- und Infohütte am Parkplatz am Himmelreich werde eine Informationstafel installiert. An den Start geht 2022 das pädagogische Bienenprojekt im Himmelreich.

Im Gemeindegebiet sollen weitere Feuchtbiotope und Steinlesehaufen für Amphibien geschaffen werden und das Aktionsprogramm zur Förderung insektenfreundlicher Privatgärten wird an den Start gehen. „Insgesamt werden wir weiter verantwortungsvoll mit unseren Ressourcen wie Finanzen, Rohstoffen, Fläche und Natur umgehen“, verspricht der Bürgermeister.

Gewerbegebiete erschließen

2022 wird es auch zahlreiche Infrastrukturprojekte geben. Er nannte die Fertigstellung und Inbetriebnahme des neuen Hochbehälters mit Druckminderungsgebäude in Kreuzwertheim mit einer Investition rund zwei Millionen Euro, die Wassernotversorgung zwischen Wertheim und Kreuzwertheim, die sukzessive Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED, den Breitbandausbau in Form der Vorakquise der Telekom und die Verbesserung im Mobilfunknetz. Erfolgen wird auch die lang ersehnte Sanierung der Sportanlage „Quätschicharena“ für rund 751 000 Euro. Um dem Bedarf gerecht zu werden, wird zudem die Resterschließung der Erweiterungsflächen im Gewerbegebiet Wiebelbach erfolgen und die Bauleitplanung für das Gewerbegebiet Unterwittbach fortgesetzt.

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Technik für die Feuerwehr

Große Investitionen stehen auch bei der Feuerwehr an. Er nannte die Auslieferung des TSF-W für Röttbach, die Vergabe des neuen Hilfsleistungslöschgruppenfahrzeug und die Anschaffung eines Mannschaftstransportwagens für Kreuzwertheim. Weiterhin fließen rund 100 000 Euro in die Umrüstung und Neuausstattung in digitale Technik wie Sirenensteuerung und Funkmelder. Ferner sei auch die Standortfrage für das neue Gerätehaus Kreuzwertheim definitiv zu klären. Hier bedarf es noch Überzeugungsarbeit bei den übergeordneten Behörden. Auch die Sanierung des Feuerwehrhauses in Wiebelbach müsse angegangen werden.

Die Gemeinde rechnet weiterhin mit einer Aufnahme im Sonderprogramm „Sturzflutrisiko-Management“. Außerdem soll der Waldtausch im Himmelreich zum Abschluss kommen.

Abschließend stellte Thoma fest: „In Kreuzwertheim verbindet uns der ausgeprägte Gemeinschaftssinn und unser gutes Miteinander, die ganz starke Erfolgs- und Wohlfühlfaktoren in unserer Gemeinde sind.“

Freier Autor

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