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Marktgemeinde im Jahr 2021 - Neuer Hochbehälter für die Wasserversorgung war nur eines der Schwerpunktprojekte im vergangenen Jahr

Kreuzwertheims Attraktivität gesteigert

Attraktivitätssteigerung des Kernorts der Marktgemeinde und ein neuer Hochbehälter für die Wasserversorgung waren zwei Schwerpunktprojekte des Jahres 2021. Aber auch die digitale Infrastruktur wurde verbessert, wie der Rückblick zeigt.

Von 
Birger-Daniel Grein
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Bedeutsame Unterschrift: Nach Unterzeichnung des Staatsvertrags durch die Vertreter der beiden Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg sowie dem Beschluss der zuständigen Kreis- und Gemeinderäte auf beiden Seiten des Mains brachten Kreuzwertheims Bürgermeister Klaus Thoma und Wertheims Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez direkt an der bestehenden Brücke das Verwaltungsabkommen für den neuen Brückenschlag auf den Weg. © Birger-Daniel Grein

Kreuzwertheim. Bereits in der Schulverbandsversammlung im März konnten Pläne für eine umfassende Digitalisierung der Grundschule vorgestellt werden. Dazu gehören unter anderem ein Glasfaseranschluss mit 250 Mbit Bandbreite, der Aufbau eines kabelgebundenen Netzwerks für alle relevanten Räume und die Schaffung von Wlan-Punkten in allen wichtigen Räumen. Weiterhin wurden digitale Tafeln mit Lautsprechern, und Kohlenstoffdioxid-Ampeln als Hinweis darauf, dass aus Infektionsschutzgründen gelüftet werden muss, installiert. Außerdem erfolgte die Anschaffung von iPads für Lehrer und solche als Leihgeräte für Schüler.

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Glasfaserausbau

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Außerdem wurden Schritte in Richtung Glasfaserausbau für Privathaushalte in der gesamten Marktgemeinde gegangen. So stimmte der Gemeinderat zu, dass die Deutsche Telekom den Ausbau übernimmt. Diese ist bereit, nach einer erfolgreichen Akquise von mindestens 40 Prozent der Eigentümer der möglich anzuschließenden Objekte, das gesamte Gemeindegebiet in einer Phase auszubauen. Um das Mobilfunknetz zu verbessern, möchte der Anbieter Vodafone einen neuen Funkmast errichten. Damit soll die Versorgung von Unterwittbach und der Ortsrandlage von Röttbach verbessert werden.

Ein für Kreuzwertheim wichtiges Thema war 2021 die Entwicklung des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK). Dieses wurde in mehreren Gremiensitzungen sowie Bürgerveranstaltungen diskutiert. Das neue Sanierungsgebiet „Altort Kreuzwertheim“ umfasst rund 31,2 Hektar Fläche.

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Uneinigkeit herrschte zwischen Landkreis und Marktgemeinde über den Standort für einen Feuerwehrhaus-Neubau. Die Marktgemeinde möchte diesen an der Staatsstraße im Bereich gegenüber der Einkaufsmärkte errichten. Das lehnt der Landkreis aktuell aus städtebaulichen Gründen ab. Mit den Standortvorschlägen des Kreises sind wiederum die Kreuzwertheimer Räte nicht einverstanden. Weitere Gespräche dazu sollen stattfinden.

Einen Erfolg gab es hingegeben beim Thema Neubau der alten Mainbrücke: Nach Unterzeichnung des Staatsvertrags durch die Verantwortlichen der beiden Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg sowie dem Beschluss der zuständigen Kreis- und Gemeinderäte auf beiden Seiten des Mains konnten Bürgermeister Klaus Thoma und Wertheims Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez direkt an der bestehenden Brücke das Verwaltungsabkommen für den neuen Brückenschlag unterzeichnen.

In großen Schritten voran ging es 2021 auch mit dem Bau des neuen Hochbehälters und Druckminderungsgebäudes für Kreuzwertheim. Freude herrschte zudem über die Förderzusage für die Sanierung der „Quätschich-Arena“. Ein weiterer Meilenstein in der Versorgung der Marktgemeinde ist das MediCenter. Thoma hatte bei der Eröffnung festgestellt: „Das MediCenter bildet einen sehr wichtigen Baustein zur Sicherung der medizinisch-pharmazeutischen Grundversorgung in Kreuzwertheim.“ Groß war die Freude ebenso bei der Einweihungsfeier der umfassend sanierten Turnhalle in Röttbach. Die Feier fand pandemiebedingt in kleinerem Rahmen statt. Ein großes Bürgerfest soll noch folgen. Durch die Sanierung wurde eine moderne multifunktionale Halle geschaffen.

Nein zu Freiflächen-Photovoltaik

Gleich zweimal sprach sich der Kreuzwertheimer Gemeinderat gegen Freiflächen-Photovoltaikanlagen auf Gemarkung der Marktgemeinde aus. Im Abstand von mehreren Monaten hatten zwei Unternehmen für eine Fläche bei Wiebelbach eine entsprechende Anfrage gestellt, die beide Mal mehrheitlich abgelehnt wurde.

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Dass der Marktgemeinde Umweltschutz, Sortenerhalt und Umweltbildung insgesamt sehr wichtig sind, zeigten beispielhaft zwei wichtige Projekte: Im Himmelreich entstand, unterstützt mit Fördermitteln aus dem Regionalbudget der kommunalen Allianz Marktheidenfeld, eine Erlebnisimkerei. Dort wird es zukünftig Bildungsprojekte rund um die Bienen geben. Außerdem wurden in den Ehrlichgärten von jungen Familien zahlreiche Geburtsbäume gepflanzt. Diese Obstbäume schenkt die Marktgemeinde jedem neu geborenen Einwohner.

Die hohe Geburtenzahl in der Marktgemeinde wirkt sich auch auf die Auslastung der Kindergärten aus. In einem Schreiben wiesen die Elternbeiräte der Kindertagesstätte Turnplatzstraße eindringlich darauf hin, dass in der Einrichtung mehr Raum für Essen und Einzelförderung sowie mehr Platz für Personal nötig sei.

Es gab Gespräche zwischen Eltern, Bürgermeister und dem Träger der Einrichtung. Der Gemeinderat beschäftigte sich ebenfalls mit der Thematik. Sobald die neue Kindergartenbedarfsplanung sollen möglichst schon in diesem Monat Möglichkeiten geprüft werden, welche die Situation verbessern.

Zum Ende des Jahres 2021 gab es noch einen besonderen Grund zum Gratulieren: Kreuzwertheims Altbürgermeisterin Christa Schoenberg wurde 90 Jahre alt.

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