AdUnit Billboard
Partie im Fokus

Pülfringens Serie reißt spät

VfB Reicholzheim gewinnt der Kreisliga-Spitzenspiel durch einen Treffer in der Nachspielzeit mit 3:2

Von 
Nils Villmann
Lesedauer: 
Der SV Pülfringen war nah dran, für die nächste Überraschung zu sorgen, doch am Ende setzte sich der VfB Reicholzheim (blaues Trikot) durch einen Treffer in der Nachspielzeit mit 3:2 durch. © Corvin Schmid

SV Pülfringen – VfB Reicholzheim 2:3

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Pülfringen: Mutschler, Baumann (58. Rogler), Eckert, Manuel Haberkorn, Duda, Moe, Michael Haberkorn, Retzmann, Busch, Farcau, Haas.

Reicholzheim: May, Trauth, C. Schlör, Köhler, Elshani, O. Bick, Schumacher, Cirakoglu, L. Bick (78. Schmid), N. Schlör, Herbach.

Mehr zum Thema

Der Spieltag im Fußballkreis Tauberbischofsheim

TSV Assamstadt baut Tabellenführung aus

Veröffentlicht
Mehr erfahren
Partie im Fokus

Spielgemeinschaft setzt Ausrufezeichen

Veröffentlicht
Von
Nils Villmann
Mehr erfahren
Landesliga Odenwald

FV Mosbach dominiert schwache Diedesheimer

Veröffentlicht
Mehr erfahren

Tore: 1:0 (8.) Adrian-Tamas-Farcau, 1:1 (25.) Tobias Schumacher, 1:2 (42.) Labinot Elshani, 2:2 (73.) Moritz Rogler, 2:3 (90.+4) Tobias Schumacher. – Schiedsrichter: Daniel Dörner (Wittighausen). – Gelb-rote Karte: Mario Busch (SVP, 40.). – Zuschauer: 200.

Trotz bester Voraussetzungen lag ein Schatten über der Partie. Mit Rafael Gogollok ist der Ex-Trainer und ein wichtiger Bestandteil des VfB Reicholzheim verstorben, so dass die Blau-Weißen mit Trauerflor aufliefen.

Beide Mannschaften gingen nach der Schweigeminute für den ehemaligen Spieler und Trainer temporeich in das Spiel. Die erste gute Aktion gehörte dabei den Gästen: Oliver Bick wurde vor dem Pülfringer Kasten mustergültig angespielt, musste sich dann aber dem herauseilenden Andreas Mutschler geschlagen geben (3.). Auch die Hausherren suchten in der Anfangsphase den Weg nach vorne. In der achten Minute traf ein Abschlag des Gästekeepers den heransprintenten Farcau, von dem der Ball etwas glücklich zur Führung in die Maschen sprang.

Pülfringen spielte auch in der Folge weiter mutig auf, kam jedoch erst einmal nicht mehr zu größeren Gelegenheiten. Ganz anders der VfB, der immer wieder gefährliche Angriffe lief. Nachdem Oliver Bick einen Kopfball zu unplatziert auf das Pülfringer Gehäuse brachte, konnte sich Mutschler gleich zwei Mal auszeichnen, in dem er die Führung mit herausragenden Paraden festhielt (20.).

Fünf Minuten später war dann aber auch der Pülfringer Goalie machtlos. Nach einer sehenswerten Kombination steckte der auffällige Labinot Elshani zu Schumacher durch, der wenig Probleme hatte, den Ball aus kurzer Distanz über die Linie zu bringen. Im Anschluss wurde es vor dem Pülfringer Kasten gleich wieder brenzlig: Den Kopfball von Elshani konnte Mutschler aber gerade noch um den Pfosten kratzen.

Reicholzheim behielt auch in der Folge Vorteile, wobei man den Gegner nicht wirklich einschnüren konnte. Fünf Minuten vor dem Ende der ersten Hälfte wurde es für die Hausherren richtig bitter. Erst musste Defensivmann Mario Busch nach einem wiederholten Foulspiel vom Platz. Den anschließenden Freistoß donnerte Elshani aus 25 Metern zur Reicholzheimer Führung in den Winkel.

Die Einheimischen standen zu Beginn des zweiten Durchgangs sehr tief. Durch die zahlenmäßige Überlegenheit übernahmen die Gäste mehr und mehr das Zepter und drängten den SV immer weiter in die eigene Hälfte zurück. Auch wenn Pülfringen sich immer wieder aus der Umklammerung befreien konnten, waren es beinahe nur noch die Blau-Weißen, die offensive Gefahr versprühten. Das Problem: Trotz des Platzverweises verteidigten die Hausherren recht stabil und ließen nur wenig zu.

Umso überraschender kam dann der Ausgleich in der 73. Minute. Nach einem langen Zuspiel nahm der eingewechselte Moritz Rogler den Ball mustergültig mit der Brust an und traf von der Strafraumkante per Volley zum 2:2.

Von dem Rückschlag erholten sich die Gäste aber schnell. Immer wieder versuchte man die gegnerische Abwehrreihe zu überwinden, blieb dabei aber meist in den Beinen der dicht gestaffelten Pülfringer Hintermannschaft hängen. Der Siegtreffer für den VfB sollte dann aber doch noch fallen – und das tief in der Nachspielzeit. Im Gewühl schoss Schumacher einen gegnerischen Spieler an, der den Ball unhaltbar ins eigene Tor lenkte. Letztlich war es ein glücklicher, aber nicht unverdienter Sieg für die Gäste, die sich nun weiter nach oben orientieren dürfen. Für Pülfringen war es dagegen ein gebrauchter Tag. Trotz guter kämpferischer Einstellung und einer tollen Moral sollte es für das bisherige Überraschungsteam der Saison nicht zum nächsten Punktgewinn reichen.

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1