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Fußball

Bezirksliga mit Qualifikationsrunde

In Hohenlohe wird sich ab der Saison 2023/24 viel ändern. Liga wird zunächst einmal zweigeteilt

Von 
Robert Stolz
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Von den geplanten Strukturveränderungen im württembergischen Fußball werden in besonderen Maße unter anderem auch die beiden Hohenloher Bezirksligisten SV Wachbach (schwarzes Trikot) sowie TV Niederstetten betroffen sein. © Robert Stolz

Die Entscheidung ist gefallen: Der Württembergische Fußballverband trägt den Wünschen der Vereine aus dem Bezirk Hohenlohe dahingehend Rechnung, dass es in der kommenden Saison nur einen Absteiger aus der Bezirksliga geben wird. Diese Mindestzahl ist laut der WFV-Spielordnung vorgegeben, der Tabellenletzte muss absteigen. Im Folgejahr 23/24 werden dann zwei Qualifikationsrunden gespielt. Dies bestätigte Heiner Baumeister, Abteilungsleiter Kommunikation beim Württembergischen Fußballverband (WFV) auf eine entsprechende Anfrage der Fränkischen Nachrichten.

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Umstrittene neue Struktur

Der Bezirk Hohenlohe war von Anfang an gegen die neue Struktur, lief im flächenmäßig größten Bezirk des WFV doch alles wie am Schnürchen. Nach der Entscheidung beim Verbandstag zur neuen Struktur mit nur noch 12 Bezirken statt 16 und der Zerschlagung des Bezirks Hohenlohe ab 2024 traten in der Folge Hartmut Megerle (Bezirksspielleiter) und Ralf Bantel (Bezirksvorsitzender) von ihren Ämtern zurück.

Die Nachfolger Martin Basler und Nico Schwarz versuchten danach, wenigstens Minimalziele beim Verband zu erreichen, drohte doch der Fall, dass nur drei oder vier oder gar kein Hohenloher Verein mehr in den beiden neuen Bezirksligen In Rems/Murr und Unterland dabei sein könnten. Bei einer Versammlung mit vielen Vereinsvertretern in Satteldorf vor wenigen Tagen wurde dann massiv auf den WFV zugegangen und Forderungen gestellt. Das Ergebnis verhindert zwar nicht die Zerschlagung des Bezirks Hohenlohe, lindert aber etwas die Übergänge zur neuen Struktur.

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Nach dem jetzt vorliegenden WFV-Spielsystem wird die Normalzahl der Mannschaften in der Bezirksliga Hohenlohe für die Saison 2022/23 auf 22 Teams erhöht. Aus diesen 22 Teams werden in der Folgesaison 2023/24 zwei Hohenloher Bezirksligen gebildet – getrennt nach Mannschaften aus dem Landkreis Schwäbisch Hall und denen aus dem Hohenlohekreis und dem Main-Tauber-Kreis. Diese Ligen tragen eine Qualifikationsrunde für den Übergang in das neue Spielsystem (mit seinen neuen geografischen Zuordnungen) aus, das ab der Saison 2024/25 gilt.

Die beiden Qualifikationsligen bieten tatsächlich den Vorteil, dass nach Stand der Dinge die Mannschaften auf den Plätzen eins bis sechs in die neue Bezirksliga einziehen. Bei einer Liga würde es davon abhängen, aus welchem Landkreis die davor platzierten Mannschaften kommen. Sind es fünf oder weniger, hat man das Ticket. Sind es sechs, dann ist man abgestiegen, ganz gleich welchen Platz der Verein in der Tabelle einnimmt.

Ob in beiden Qualifikationsligen gleich viele Mannschaften antreten werden, ist nicht zwingend. Dies ergibt sich erst am Ende der Saison 2022/23. Grundlage ist die Verteilung nach geografischen Grundsätzen.

Der Beschluss des Verbandstages vom Mai 2022 ist hier bindend: Die Vereine, die in den Bereichen der Schiedsrichtergruppen Künzelsau, Öhringen und Bad Mergentheim liegen, gehören ab der Saison 2024/25 zusammen mit dem heutigen Bezirk Unterland dem neuen Bezirk 3 an. Die Mannschaften aus den Bereichen der Schiedsrichtergruppen Schwäbisch Hall und Crailsheim werden dem heutigen Bezirk Rems-Murr zum neuen Bezirk 12 zugeordnet. Diese Vorgaben könnten nur durch eine erneute Änderung der WFV-Satzung aufgehoben werden.

Die ebenfalls betroffenen Bezirke Rems-Murr und Unterland bereiten sich bereits in der kommenden Saison auf das neue Spielsystem vor. Die Normalzahl wird im Bezirk Rems-Murr von 16 auf 14 reduziert. Das bedeutet vier Direktabsteiger. Wenn noch Mannschaften aus der Landesliga in die Bezirksliga Rems-Murr kommen, kann sich die Zahl der Absteiger nochmals erhöhen. Die Bezirksliga Unterland hat derzeit 17 Mannschaften. Um die Normalzahl von 14 zu erreichen, gibt es sechs Direktabsteiger. Die hohe Zahl von Absteigern zum Ende der Saison 2022/23 nimmt den Druck aus der Saison 2023/24.

Hohenlohe muss Federn lassen

Im Bezirk Hohenlohe sieht es nur auf den ersten Blick für die Bezirksliga besser aus: Von den 22 Teams der Saison 2023/24 werden nur zwölf in die beiden neuen Bezirksligen mit ihren insgesamt 36 Plätzen einziehen. Zehn Hohenloher Teams steigen demnach dann in zwei Jahren aus der Bezirksliga ab. Geringer fällt die Zahl nur dann aus, wenn Rems-Murr oder Unterland jeweils mit weniger als zwölf „Startplätzen“ zufrieden wären.

Die drei Hohenloher Kreisligen A werden schon am Ende dieser Saison ordentlich Federn lassen. Von den derzeit 46 Mannschaften sollen es am Ende nur noch 36 sein. Und in der Saison 2023/24 könnte es sein, dass für die Vize-Meister die Relegation gestrichen wird. Das im Mai beschlossene beim Verbandstag Regelwerk lässt dies in den beiden kommenden Spielzeiten zu.

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