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Informationsfahrt des Kreistags

Viele interessante Eindrücke gewonnen

Die Reise führte in den Eifelkreis Bitburg-Prüm

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Begegnungsabend zwischen den Teilnehmenden der Informationsfahrt und dem Kreistag des Eifelkreises Bitburg-Prüm in Kaschenbach. © Landratsamt

Neckar-Odenwald-Kreis/Eifelkreis Bitburg-Prüm. Ein Mal pro Wahlperiode organisiert das Landratsamt eine Informationsfahrt für die Mitglieder des Kreistags, die dann jeweils ganz bewusst auch Ziele ansteuert, bei denen es inhaltliche Berührungspunkte zur eigenen kommunalpolitischen Arbeit im Neckar-Odenwald-Kreis gibt. Was bereits 2020 geplant war, dann aber der Pandemie zum Opfer fiel, ist jetzt nachgeholt worden. Zahlreiche Kreistagsmitglieder nutzen die Fahrt zusammen mit Landrat Dr. Achim Brötel für einen Besuch im Eifelkreis Bitburg-Prüm und wurden dafür mit vielen bereichernden Eindrücken aus einer spannenden Region belohnt. Mit 234 Gemeinden und einer Fläche von 1626 Quadratkilometern ist der Eifelkreis mit Abstand der größte Flächenkreis in Rheinland-Pfalz. Gleichwohl leben dort mit rund 106 000 Einwohnern aber deutlich weniger Menschen als im Neckar-Odenwald-Kreis.

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Auf direktem Weg ging es am ersten Tag zum Umwelt-Campus Birkenfeld. Mit seinem innovativen Zero-Emission-Konzept ist der inmitten des Nationalparks Hunsrück-Hochwald gelegene Campus Vorbild für die nachhaltige Entwicklung einer Konversionsfläche und zählt zu den grünsten Hochschulstandorten weltweit. Unter dem Themenschwerpunkt „Umwelt“ wird hier den rund 2600 Studierenden aus mehr als 80 Ländern eine zukunftsorientierte Ausbildung in den Bereichen Umweltplanung, Umwelttechnik und Umweltwirtschaft angeboten.

Fachlicher Austausch

Höhepunkt des Besuchs in Birkenfeld war der fachliche Austausch mit dem auch international renommierten Leiter des Instituts für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) Professor Dr. Peter Heck, der den Neckar-Odenwald-Kreis und die AWN schon seit rund 15 Jahren bei zahlreichen Projekten erfolgreich beraten und begleitet hat.

Spuren der Verwüstung

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Am Abend stand eine Führung durch den Holsthumer Hopfengarten zusammen mit Landrat Andreas Kruppert (Eifelkreis Bitburg-Prüm) auf dem Programm. Fruchtbare Böden sowie ein mildes Klima liefern die optimalen Bedingungen für einen hochwertigen Hopfenanbau. Die Gärten des Hopfenbauers Andreas Dick, die sein Vater vor über 60 Jahren aufgebaut hat, wurden allerdings in der Flutnacht vom 15. Juli 2021 schwer getroffen. Die Regeneration der Gärten wird noch über Jahre hinweg andauern. Noch heute machen die Spuren der Verwüstung betroffen, wie die Delegation mit eigenen Augen sehen konnte.

Der zweite Tag der Fahrt begann mit einem Besuch der Kommunalen Netze Eifel (KNE) und der Landwerke Eifel in Niederprüm. Dort galt das besondere Interesse dem Regionalen Trinkwasser-Verbundsystem Westeifel (RVWE) und der innovativen Bündelung mehrerer zentraler Infrastrukturen in gemeinsamen Trassen. Die beiden KNE-Vorstände Monika Hau und Helfried Welsch standen dabei gemeinsam mit Landrat Kruppert Rede und Antwort.

Ganz andere Eindrücke vom Eifelkreis konnten bei der sich anschließenden Besichtigung der Sankt-Salvator-Basilika in Prüm sowie der Biogasanlage in Bitburg gewonnen werden. Besonders die Einspeisung von Biogas in das Erdgasnetz stieß dabei auf reges Interesse.

Der Abend war dem gemeinsamen Austausch mit zahlreichen Mitgliedern des Kreistags des Eifelkreises Bitburg-Prüm vorbehalten. Landrat Andreas Kruppert begrüßte die große Gruppe hierzu in Kaschenbach. Zu dem Begegnungsabend gekommen war auch der ehemalige Landrat Dr. Joachim Streit, der heute als Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im Landtag von Rheinland-Pfalz tätig ist und gemeinsam mit Landrat Dr. Achim Brötel schon vor drei Jahren den Anstoß zu der Informationsfahrt gegeben hatte.

Am letzten Tag wartete auf die Gruppe noch eine Rundfahrt über das ehemalige Airbase Gelände in Bitburg mit dem Leiter des Zweckverbands Flugplatz Bitburg Helmut Berscheid. Mit dem Abzug der US-Army, die mehr als vier Jahrzehnte lang das Geschehen in der gesamten Region geprägt hatte, ging das riesige Gelände wieder in die Obhut der Bundesrepublik Deutschland zurück und stellt heute als innovatives Konversionsprojekt für Mittelstand, Gewerbe und Industrie nicht nur eine große Herausforderung, sondern vor allem auch eine noch größere Chance dar. Sehen, hören, riechen und auch schmecken hieß es dann zum Abschluss noch bei einer geführten Tour durch die Bitburger Brauerei, die auf eine mehr als 200-jährige Familientradition zurückblicken kann.

Fahrt hat sich gelohnt

Im Rahmen des Besuchsprogramms bedankte sich Landrat Dr. Brötel bei seinem Landratskollegen Andreas Kruppert für die hervorragende Gastfreundschaft. „Es waren für uns alle wirklich sehr erlebnisreiche und bereichernde Tage. Und: wir konnten viele Gemeinsamkeiten feststellen, aber natürlich auch Neues lernen und mitnehmen. Herzlichen Dank!“, so Brötel, der im Gegenzug die Einladung in den Neckar-Odenwald-Kreis aussprach. Auch die Kreistagsmitglieder waren sich einig: „Die Fahrt hat sich in vielerlei Hinsicht gelohnt. Die gewonnenen Eindrücke können wir optimal in unsere Arbeit einfließen lassen.“

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