Maschinenring Odenwald Bauland

Maschinenringe wollen fusionieren

Gespräche mit dem Maschinenring Mosbach haben zu einem guten Ergebnis geführt. Notartermin steht an

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Neckar-Odenwald-Kreis. Die Mitgliederversammlung des Maschinenrings Odenwald-Bauland fand in Hainstadt in der Mehrzweckhalle statt. Der Vorsitzende Mathias Berberich begrüßte die Mitglieder und Ehrengäste, zu denen auch die Bundestagsabgeordnete Nina Warken zählte, und stellte das Programm des Abends vor. Weiterhin umriss er die Herausforderungen der landwirtschaftlichen Betriebe im letzten Jahr. Die Definition eines „normalen Jahres“ in der Landwirtschaft sei aufgrund der globalen aber auch klimatischen Veränderungen neu zu bestimmen.

Der Geschäftsführer Burkhard Trabold stellte den Kassen- und Geschäftsbericht vor, bei dem er von seinen Mitarbeitern Pascal Bier und Stefan Gerig unterstützt wurde. Trabold erklärte, dass der Maschinenring im letzten Jahr einige Landschaftspflegearbeiten mit spezieller Technik und viel Handarbeit durchgeführt hat. Er stellte außerdem die Arbeit der Güllegemeinschaft NOK GbR, die, zusammen mit der Grüngutverwertung GbR, Tochterfirmen der beiden Maschinenringe im Landkreis sind, vor.

Auch wurden im Jahr 2022 mehrere Infoveranstaltungen, Lehrfahrten und ein Praxis-Feldtag zum Thema „flache Bodenbearbeitung“ geboten. Das jährliche Apfelsaftpressen, das dem Erhalt der Streuobstwiesen und Artenvielfalt dient, wurde unter dem Beisein mehrerer Schulklassen im Oktober durchgeführt.

Erhebliche Veränderungen

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Ehrung

Dank für jahrzehntelanges Engagement

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red
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Bei der europaweiten Ausschreibung der Grüngutsammlungen im Neckar-Odenwald-Kreis ergaben sich erhebliche Veränderungen. So wurden die Straßensammlungen im Frühjahr und Herbst nicht mehr ausgeschrieben und die Grüngut-Bringaktionen an den Samstagen im Sommer werden von wöchentlich auf 14-tägig verlängert, erklärte Pascal Bier. Er erklärte, dass diese Veränderungen die Bürger, die die gewohnten Sammlungen nicht mehr nutzen können, sowie auch die Landwirte, da diese die Sammlungen durchgeführt haben, betreffen.

Einen Einblick über die landwirtschaftlichen Maschinen und Spezialtechnik gab Stefan Gerig. Diese Technik wird den Betrieben zur Verfügung gestellt, so dass teure Investitionen für einzelne Betriebe entfallen.

Die Kassenprüfung stellte Peter Beuchert vor, der diese zusammen mit Meinrad Rödel geprüft hatte. Er stellte eine ordentliche Kassenprüfung fest und empfahl die Entlastung des Geschäftsführers und der Vorstandschaft, dem die Mitglieder einstimmig folgten.

Der Vorsitzende Mathias Berberich stellte eine wichtige Neuerung vor: Schon seit geraumer Zeit finden Fusionsgespräche mit dem Maschinenring Mosbach statt. Er erklärte, dass die vielen sachlichen Gespräche mit dem Maschinenring Mosbach zu einem guten Ergebnis geführt haben.

Fusionsveranstaltung

Es steht nun noch ein Termin mit dem Notariat aus, bevor dann eine Fusionsveranstaltung der Mitglieder beider Ringe anberaumt werden kann. Aus dieser Veranstaltung, soll dann der gemeinsame Maschinenring Neckar-Odenwald hervorgehen.

Rolf Brauch, der über 30 Jahre in der Beratung von landwirtschaftlichen Betrieben im Auftrag der evangelischen Landeskirche tätig war, rundete mit seinem Thema „Gemeinsam erreichen wir (noch) mehr“ den Abend ab. Er ging darauf ein, dass Familienbetriebe durch Zusammenarbeit stark werden. Dieses stärkt die Stärken und schwächt die Schwächen in den Bereichen Lebensqualität und hohe Kosten der Arbeitserledigung. Eine Zusammenarbeit schaffe mehr Freiräume für Familie und Freizeit. Die Maschinenringe sind für solche Gemeinschaften gelebte und überzeugende Vorbilder und der Referent hoffte, dass die Fusion noch mehr gute Energie zum Wohl der Landwirte und der gesamten Region freisetzt.

Der 2. Vorsitzende Thomas Stang dankte den Teilnehmern und Rednern für ihr Kommen und schloss die Mitgliederversammlung des Maschinenrings Odenwald Bauland. Ein Grußwort sprach noch Erster Landesbeamter Dr. Kleih mit der Betonung der Verbundenheit des Landkreises mit dem Maschinenring und seinen Landwirten.