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Landkreis zahlt Fördergelder für Familienzentren aus

Maßgeschneiderte Angebote für Jung und Alt unterstützen den generationenübergreifenden Zusammenhalt und den Erfahrungsaustausch

Von 
lra
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Main-Tauber-Kreis. Das Landratsamt hat vor kurzem die Fördermittel für das Jahr 2022 für die Familienzentren im Main-Tauber-Kreis in Höhe von rund 305 000 Euro ausbezahlt. Nach intensiver Diskussion hat der Landkreis im Juli 2021 ein Förderprogramm verabschiedet, damit Familienzentren geschaffen und auf Dauer Bestand haben können. Ebenso wurden Eckpunkte festgelegt, die als Grundlage für die Vergabe der Fördermittel dienen.

Antragsberechtigt sind außer den Städten und Gemeinden des Landkreises auch freie Träger wie der Caritasverband oder das Diakonische Werk, die die Familienzentren dann in enger Abstimmung mit den Kommunen betreiben.

„Ich freue mich, dass das Förderangebot so gut angenommen wird. Der Main-Tauber-Kreis gilt seit vielen Jahren als sehr familienfreundlicher Landkreis. Die Familienzentren unterstreichen diese Eigenschaft nochmals und machen den Landkreis für alle Generationen noch attraktiver“, sagte Landrat Christoph Schauder. Die Entwicklung einer nachhaltigen, familienfreundlichen Infrastruktur stehe auf der Agenda vieler Kommunen im Landkreis. Während für das Förderjahr 2021 zwölf Anträge gestellt und vom Landkreis bewilligt wurden, hat sich die Zahl der Anträge auf Förderung der Familienzentren für das Jahr 2022 auf 14 erhöht. Seit April 2022 ist das Diakonische Werk Träger der Familienzentren in Ahorn und Boxberg. Mit dem Ausbau der Familienzentren in den beiden vergangenen Jahren steigt auch der Zuschussbedarf. Die Zuschusshöhe für 2021 betrug 217 000 Euro. Im Jahr 2022 wuchs die Fördersumme auf 305 000 Euro. Die Zuschusshöhe pro Kommune kann je nach personeller Ausstattung und Einwohnerzahl zwischen etwa 10 000 Euro und 60 000 Euro variieren.

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Um eine nachhaltige und professionelle Arbeit sicherzustellen, legt der Main-Tauber-Kreis Wert auf eine qualifizierte hauptamtliche Fachkraft, die die Angebote des Familienzentrums konzipiert, koordiniert und persönlich für die Besucherinnen und Besucher des Familienzentrums für Gespräche und die anstehenden Themen zur Verfügung steht. Der Landkreis übernimmt bis zu 50 Prozent der Personalkosten,wenn der Beschäftigungsumfang mindestens 25 Prozent einer Vollzeitkraft beträgt. Je nach Größe der Kommune kann die Personalkostenförderung für bis zu zwei Vollzeitkräfte erfolgen. Außerdem gewährt der Landkreis einen Sachkostenzuschuss, der sich an der Einwohnerzahl orientiert.

Während Creglingen, Igersheim, Külsheim, Lauda-Königshofen und Weikersheim die Familienzentren in eigener Trägerschaft führen, kooperieren Assamstadt, Freudenberg, Großrinderfeld, Grünsfeld, Tauberbischofsheim sowie Wittighausen mit dem Caritasverband im Tauberkreis und Wertheim sowie Ahorn und Boxberg mit dem Diakonischen Werk. Im kommenden Jahr wird auch Werbach ein Familienzentrum in kommunaler Trägerschaft aufbauen.

„Das Bildungs- und Beratungsangebot orientiert sich jeweils an den konkreten Bedürfnissen vor Ort, so dass jede Gemeinde oder Stadt ein passendes Angebot schaffen kann. Jede gesellschaftliche Gruppe und jede und jeder ist aufgerufen, sich entsprechend einzubringen“, erklärt Sozialdezernentin Elisabeth Krug.

Familienzentren sind offene Anlaufstellen für Familien und Begegnungsstätten. Verschiedene Generationen können sich hier über ihren eigenen Erfahrungsraum hinaus gegenseitig bereichern, voneinander und miteinander lernen. Kinder und Jugendliche hören von älteren Menschen, wie deren Kindheit und Jugend war. Die junge Generation kann mit ihrem Wissen Unterstützung leisten, beispielsweise beim Umgang mit dem Smartphone oder dem Tablet. Ebenso können und sollen gesellschaftliche und politische Themen in einem Familienzentrum erlebbar gemacht werden.

Familienzentren bauen lokale, generationenübergreifende Netzwerke verschiedener Unterstützungsleistungen auf und bringen ganz unterschiedliche Menschen mit verschiedenen Fähigkeiten zusammen. lra