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Ausbildungsbündnis Baden-Württemberg

Jugendliche können kurzfristig Lehrstelle finden

Land offeriert unter anderem Online-Plattform

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pm
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Main-Tauber-Kreis/Stuttgart. „Die Chancen für Jugendliche, noch kurzentschlossen einen Ausbildungsplatz zu finden, sind landesweit und auch im Kreis hervorragend“, bilanziert Landtagsvizepräsident Dr. Wolfgang Reinhart.

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Laut Mitteilung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus sowie des Ausbildungsbündnisses Baden-Württemberg sind derzeit landesweit noch über 38 000 Ausbildungsplätze unbesetzt. Nach Auskunft der Handwerkskammer Heilbronn-Franken sind allein auf der Lehrstellenbörse im gesamten Kammerbezirk aktuell fast 430 Plätze als zur Verfügung stehend und im Main-Tauber-Kreis in 57 Betrieben annähernd 90 offene Stellen gemeldet.

„Durch die pandemiebedingten Einschränkungen fand die berufliche Orientierung in den vergangenen Schuljahren nicht wie gewohnt statt. Die Ausbildungsbilanz 2021 hat mit knapp 66 000 neuen Ausbildungsverträgen zum 30. September 2021 ein Minus von 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gezeigt“, berichtet Wolfgang Reinhart. „Es ist daher eine gute Nachricht, dass die Betriebe im Land für das kommende Ausbildungsjahr wieder deutlich mehr Ausbildungsplätze bereitstellen.“

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Gleichzeitig sei die Zahl der Bewerbungen für einen beruflichen Ausbildungsplatz weiter rückläufig. „Damit besteht erneut die Gefahr, dass viele Ausbildungsstellen unbesetzt bleiben und es mittel- und langfristig an qualifizierten Fachkräftenachwuchs mangelt“, befürchtet Reinhart. Zudem hätten einige junge Menschen Schwierigkeiten, eine berufliche Perspektive für sich zu entwickeln oder einen für sie passenden Ausbildungsplatz zu finden. Um jungen Menschen ab 15 Jahren bei der Ausbildungs- und Berufsfindung zu unterstützen, biete das Ausbildungsbündnis Baden-Württemberg eine Online-Plattform unter www.praktikumswoche-bw.de, auf der Interessenten nach einem Kurzzeitpraktikumsplatz suchen können.

Unter dem Motto „fünf Tage, fünf Berufe, fünf Unternehmen“ können Schüler mit einer Praktikumswoche im Main-Tauber-Kreis spannende und unterschiedliche Berufsfelder kennenlernen. „Damit sollen Jugendliche und Betriebe schnell, unkompliziert und passgenau zusammengebracht werden“, erklärt Reinhart. Momentan bieten landesweit rund 3000 Betriebe insgesamt etwa 180 000 Praktikumstage an. „Wir wollen möglichst viele junge Menschen für eine Ausbildung gewinnen – noch in diesem Jahr und darüber hinaus. Dazu müssen wir versuchen, sie auf vielen Wegen und möglichst früh mit unseren Betrieben in Verbindung zu bringen“, betont der Landtagsvizepräsident.

Über eine Vielzahl von Angeboten informiert zudem der Flyer „Next-Level: Zukunft – Deine Chancen, deine Erfolgsstory“ (www.gut-ausgebildet.de) des Ausbildungsbündnisses. Darin enthalten sind unter anderem Selbsterkundungstools zum Herausfinden von Stärken und Interessen, Kontakte zu Ausbildungs- und Berufsberatern, Hinweise auf Berufe-Videos sowie Tipps zu Ausbildungs-, Berufs- und Karriereplattformen.

Das „Bündnis zur Stärkung der beruflichen Ausbildung und des Fachkräftenachwuchses 2019 bis 2022“ wurde im Frühjahr 2019 von der Landesregierung mit Kammern und Verbänden unterzeichnet. Ziele und Themenschwerpunkte dieses „Ausbildungsbündnis Baden-Württemberg“ sind zum Beispiel die Umsetzung der Berufsausbildung 4.0, die Qualitätsstärkung der Berufsausbildungen, die verstärkte Gewinnung junger Menschen für die Berufsausbildung und für den Fachkräftenachwuchs sowie die passgenaue flächendeckende Unterstützung beim Übergang von der Schule in eine Berufsausbildung und in eine Berufskarriere.

Einhergehend spricht die Kampagne „Ja zur Ausbildung“ im Netz (www.ja-zur-ausbildung.de) und in den sozialen Medien die Eltern von jungen Menschen als zumeist wichtigste Ratgeber bei der Berufswahlentscheidung direkt an. Seit diesem Jahr werden neben den IHK-Berufen auch Handwerksbranchen und freie Berufe in diese Elternkampagne miteinbezogen. Auch „Senior-Ausbildungsbotschafter“ kommen zu Wort und berichten von ihrer „Karriere mit Lehre“. Zudem wurde ein Orientierungstest (www.was-studiere-ich.de) um Ausbildungsberufe ergänzt. Er unterstützt junge Menschen nun optimal bei der Suche nach einem passenden Studium oder Beruf.

„Damit soll auch die Gleichwertigkeit von einer Berufsausbildung und einem Hochschulstudium hervorgehoben werden“, bekräftigt Wolfgang Reinhart. pm

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