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Sängerbund Badisch Franken

Brigitta Meuser zur Ehrenbundeschorleiterin ernannt

Bei der Jahreshauptversammlung wurde auch ein neues Präsidium gewählt

Von 
erha
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Das Präsidium des Sängerbunds Badisch-Franken: (von links) Vizepräsident Hubert Heffele, Bundesschatzmeister Gerhard Kaiser, Bundesschriftführerin Claudia Wieland, Bundeschorleiterin, Gleichstellungs- und Frauenbeauftragte Annemarie Moser, Präsident Wolfgang Runge und Bundespressereferent Reinhard Haas. © Haas

Main-Tauber-Kreis. Groß war das Interesse der Mitgliedsvereine an der Jahreshauptversammlung des Sängerbunds Badisch-Franken (SBF) in der Stadthalle Grünsfeld. Dabei standen Ehrungen auf dem Programm.

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Die Veranstaltung wurde vom Männergesangverein Liedertafel Grünsfeld unter der Leitung von Andrea Müller-Köhler, sie dirigierte auch bei den weiteren Liedvorträgen, mit „Willkommen“ im Satz von Dieter Frommlet eröffnet.

Die Grußworte des Präsidenten Wolfgang Runge galten allen Mitgliedern und Gästen. Von 71 Vereinen hatten 56 von Weg nach Grünsfeld gefunden, in unsicheren Pandemie-Zeiten eine stolze Zahl.

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Bundeschorleiterin Brigitta Meuser gedachte stellvertretend für alle verstorbenen Sänger besonders dem ehemaligen Vorsitzenden der Sängergruppe 3 und des Sängerkreises Badisch-Franken, Wolfgang Weckesser und Raimund Holler, zeitweise Vorsitzender der Sängergruppe 3 und über 53 Jahre Vorsitzender des Gesangvereins Oberlauda.

Hans Rackl, Vorsitzender des MGV Grünsfeld und der Sängergruppe 3, betonte, dass die Aktiven und Chöre singen wollen und sollen. Allerdings gestalte sich ein Neustart nach den Corona-Lockdowns oft schwierig. Es könne und müsse einiges besser werden. In Grünsfeld hat es geklappt, durfte man doch am Vortag mit einem Festkommers den 100. Geburtstag feiern.

Unterstützung zugesichert

Landrat Christoph Schauder wies auf die besondere Bedeutung des SBF hin. Vereine in vier Landkreisen garantieren einen regelmäßigen Austausch und Verbundenheit. Darauf werde genauso geachtet wie auf die Möglichkeit, sich untereinander anzugleichen. Nach den aktuellen Rückschlägen sei ein erfolgreicher Wiederbeginn nötiger denn je. Der Main-Tauber-Kreis werde dem SBF und seinen Vereinen auch weiterhin unterstützend zur Seite stehen.

Grünsfelds stellvertretender Bürgermeister Werner Biereth bedankte sich für ein unbezahlbares ehrenamtliches Engagement in den Vereinen und im Sängerbund. Vereine seien immer noch die besten Botschafter für ihre Heimatgemeinden und sollten es auch bleiben.

Präsident Wolfgang Runge erinnere in seinem Tätigkeitsbericht an die Tatsache, dass viele Pläne durch jede Menge Bremsklötze nicht zu realisieren waren. Zahlreiche Vorhaben mussten aus gesundheitlichen Gründen auf die lange Bank geschoben werden, Corona hat die Chöre gebeutelt. Dabei wurden aber auch bereits vorhandene Prozesse beschleunigt und sichtbar gemacht. Er dankte dem Land Baden-Württemberg und dem Main-Tauber-Kreis für die bisherige Unterstützung, trotz verhinderter Gegenleistung.

Eine wichtige Erkenntnis haben aber diese letzten beiden Jahre gebracht: Das Info-System funktioniert bestens. Sein besonderer Dank galt den Mitgliedern des SBF-Präsidiums, die in diesen Monaten fast besser als zuvor zusammengearbeitet hatten.

„Eine schwere Zeit liegt hinter uns, Auflagen, Beschränkungen und Enttäuschungen“, so Bundeschorleiterin Brigitta Meuser in ihrem Rückblick. Vergessen wurden oft die Chorleiter, die plötzlich ohne Verdienst dagestanden waren. Auf SBF-Ebene waren Fort- und Weiterbildungsseminare unmöglich. In Bezug auf das Info-System wünschte sie sich einen verbesserten Informationsfluss von unten nach oben.

Schriftführerin Christa Mayer verlas zunächst das Protokoll der letzten Jahreshauptversammlung vom März 2020 in Merchingen. Danach hatten sich die Aktivitäten, von einigen Besprechungen abgesehen, in Grenzen gehalten. Die wenigen Präsidiumssitzungen galten durchweg der Orientierung für die Chöre.

Einen ausgeglichenen Haushalt präsentierte Schatzmeister Gerhard Kaiser, obwohl die Geschäftsstelle in Boxberg in den letzten Monaten neu eingerichtet wurde. Die Kassenprüfer Werner Vogt und Jutta Mark sprachen ihm für seine Arbeit ihre uneingeschränkte Anerkennung aus. Der Antrag auf Entlastung wurde einstimmig genehmigt.

Verabschiedungen

Dankbar und traurig verabschiedete Vizepräsident Hubert Heffele langjährige und verdiente Präsidiumsmitglieder. Man verliert mit Brigitta Meuser und Christa Mayer ein großes Stück sozialer Kompetenz. Christa Mayer und der vor zwei Jahren ausgeschiedene Wolfgang Köhler wurden zu Ehrenmitgliedern, Brigitta Meuser zur Ehrenbundeschorleiterin ernannt.

Problemlos führte Hans Rackl die Neuwahl des Präsidiums durch, auch wenn für die Positionen des Zweiten Vizepräsidenten, des stellvertretenden Bundeschoreiters, des Bundesjugendchorleiters und des Bundesjugendreferenten unbesetzt blieben. Das neue Präsidium setzt sich zusammen aus: Präsident Wolfgang Runge (Mondfeld), Vizepräsident Hubert Heffele (Osterburken), Bundeschorleiterin, Gleichstellungs- und Frauenbeauftragte Annemarie Moser (Oberwittstadt), Bundesschatzmeister Gerhard Kaiser (Mondfeld), Bundesschriftführerin Claudia Wieland (Reicholzheim) und Bundespressereferent Reinhard Haas (Oberlauda). Weiterhin gehören die Vorsitzenden der sechs Sängergruppen dem Präsidium an. Jutta Mark und Werner Vogt wurden als Kassenprüfer bestätigt.

Die nächste Jahreshauptversammlung ist am 18. Februar 2024 im Gebiet der Sängergruppe 4 (Tauberbischofsheim) vorgesehen.

Keine Zustimmung fand ein Vorschlag, zukünftige Versammlungen als Hybridveranstaltungen durchzuführen. Dazu wäre eine Satzungsänderung notwendig. Runge appellierte an die Vereine: „Lasst uns eure Sorgen wissen, wir versuchen zu helfen“. Als großes Ziel blieb die Aufforderung, die Aktivitäten wieder zu steigern und neue Zielgruppen anzusprechen. erha

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