Auftrag vergeben

Planung für Rauenberger Photovoltaikanlage geht weiter

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hpw
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Freudenberg. In der Sitzung des Freudenberger Gemeinderats ging es auch um den Vorentwurf zum Bebauungsplan „Sondergebiet Photovoltaikanlage – Anlage in Rauenberg“. Wie der ins Rathaus zugeschaltete Joachim Ettwein, Geschäftsführer der Firma Klärle – Gesellschaft für Landmanagement und Umwelt mbH, als zentraler Berater für Flächennutzungspläne erklärte, seien dabei die landwirtschaftliche Fläche sowie nicht vorhandene Leitungen ein großes Thema.

Wichtig sei, zu dem Masten hinfahren zu können, betonte der Experte. Dies sei aufgenommen, die Zugängigkeit also gewährleistet. Es gebe keine Auswirkungen auf den Bebauungsplan an sich. Das Regierungspräsidium Freiburg sei mit dabei, da sich Zuständigkeiten geändert hätten.

Hinsichtlich der Feldlerchen sollen Ausgleichsflächen festgesetzt werden. Man denke dabei an ein „Fünfstreifenmodell“, so der Redner. Weitere Vorgaben gebe es zum Saatgut, zur Vogelbrutzeit und zum Zaun-Material. Die Anlage dürfe nicht ausgeleuchtet sein. Die Landwirtschaftsbehörde habe zwar Bedenken, sage jedoch, Freudenberg habe einen guten Weg gewählt. Ettwein bestätigte, die Pflicht sei hiermit erfüllt.

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Bürgermeister Roger Henning meinte, das große Thema Klimawandel führe zu erneuerbaren Energie. Zur Flächenvorgabe für Wind von zwei Prozent sei Freudenberg „verdammt gut aufgestellt“. Erwartet werde, „dass wir die Möglichkeit bekommen, uns zu entwickeln“. Denn Freudenberg liefere. Es gelte die Belastungen für Bürgerinnen und Bürger abzuwägen.

Ettwein meinte, es sei gut, selbst etwas zu tun und nicht abzuwarten. Kommunen hofften auf ein Geben und ein Nehmen. Ein Aspekt sei, eine große Fläche einer sinnvollen landwirtschaftlichen Verwertung zuzuführen. Dies könne geregelt werden, Gespräche miteinander würden folgen.

Nach einigen Anpassungen des Vorentwurfs seien zur Planung erneut Stellungnahmen einzuholen. Bürgermeister Roger Henning bezeichnete die Bürgerbeteiligung als wichtigen Faktor, der großen Aufwand erfordere. Er sei dankbar, dass Klärle unterstütze.

Hartmut Beil sah in der Anlage „eine tolle Sache“, fragte nach der Dauer der Nutzung und was danach passiere. Ettwein verwies auf den gültigen Bebauungsplan. Man gehe von 30 Jahren aus. Die Nutzungsdauer werde jedoch festgelegt: „Sie haben Planungsrecht, es ist ihre Entscheidung.“ Der Bürgermeister befand, bei der Blendwirkung könne dem Gutachten gefolgt werden. Denn diese werde ausgeschlossen.

Das Gremium befürwortete den Beschlussvorschlag zum Bebauungsplan „Sondergebiet Photovoltaikanlage – Anlage in Rauenberg“ einstimmig. Zudem beschloss der Gemeinderat eine Beteiligung der Öffentlichkeit sowie die betroffenen Behörden, sonstigen Träger öffentlicher Belange und Nachbargemeinden um eine Stellungnahme innerhalb angemessener Frist zu bitten.

Mitgeteilt wurde in der Sitzung, dass der Förderantrag für die Ingenieurleistungen zur Sanierung der Regenwasserkanäle am Freudenberger Stadteingang-Süd positiv beschieden wurde.

Einstimmig vergab das Gremium die Ingenieurleistungen zum Preis von rund 3539 Euro brutto an die Ingenieurgesellschaft Mohn aus Karlsruhe. Die Auswertung der im Oktober 2020 erfolgten Videoinspektion hatte ergeben, dass insbesondere in den Kanalhaltungen nahe der Hauptstraße erhebliche Schäden durch Muffenversatz, gebrochene Rohre und Rohreinbrüche vorhanden sind.

Die Ingenieurgesellschaft Mohn ist beauftragt, die Antragsunterlagen nach den Förderrichtlinien Wasserwirtschaft auszuarbeiten. Eine Zuwendung (80 Prozent der Herstellungskosten und der Planungspauschale, jedoch maximal 58 600 Euro) ist bewilligt. Die notwendigen Finanzmittel stünden zur Verfügung, hieß es.

Die Leistungsphasen 8 und 9 werden durch das städtische Bauamt übernommen. Sollten technische Abstimmungen mit der Ingenieurgesellschaft Mohn vor Ort erforderlich sein, würden diese nach Aufwand und zu den üblichen Stundensätzen abgerechnet, wurde abschließend erklärt. hpw