Gemeinderat tagte

Freudenberger Schleusenspielplatz trägt zur Inklusion bei

Die Verpflichtung des bisherigen und wiedergewählten Bürgermeisters Roger Henning für dessen zweite Amtsperiode war ein Höhepunkt der öffentlichen Sitzung des Freudenberger Gemeinderats am Montag im Rathaus.

Von 
Hans-Peter Wagner
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Der Schleusenspielplatz am Main in Freudenberg soll so gestaltet werden, dass er zur Inklusion von Kindern und Jugendlichen beiträgt. © Margarete Zängerlein

Freudenberg. Stellvertretender Bürgermeister Lars Kaller sagte unumwunden: „Ich freue mich, dass Sie es sind.“ Weiter beteuerte er: „Wir werden Dich unterstützen.“ Er wünschte dem Bürgermeister „viel Erfolg, Geschick, Schaffensfreude und Gottes Segen“. Henning zeigte sich „froh und dankbar“ und betonte, er wolle sich „mit voller Kraft Ihnen und der Stadt zur Verfügung stellen“. Weiter lobte er viele Beteiligte einbeziehend: „Wir machen tolle Arbeit.“ Er freute sich sichtlich und dankte für die vergangenen acht Jahre.

Zum Flair von Freudenberg am Main gehöre, so Henning, sachorientiert nach Lösungen zu suchen, um die Stadt und die Ortsteile weiter zu entwickeln. Der wiedergewählte Bürgermeister unterstrich: „Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit.“

Danach startete der Rathaus-Chef bei der Bekanntgabe nichtöffentlich gefasster Beschlüsse mit dem über den Abschluss einer Fundtiervereinbarung mit dem Tierschutzverein Wertheim mit Wirkung von Anfang Januar 2023.

Weiter hat der Gemeinderat eine Modernisierungsvereinbarung für die Haaggasse 17 beschlossen. Die Eigentümer erhielten gemäß den Richtlinien für Wohngebäude eine Förderung in Höhe von 35 Prozent der förderfähigen Kosten. Die Förderhöchstsumme betrage 50 000 Euro.

Zur Notstromeinspeisung an der Tankstelle beauftragte der Verwaltungsausschuss die Firma Euronics Pfeifer (Collenberg) mit der Montage und der Installation einer Stromeinspeise-Umschaltung für rund 3332 Euro. Henning ergänzte, der Staat könne nicht alle Eventualitäten abdecken. Man sei dankbar, einsatzfähig zu bleiben.

Zur Planung für einen Schleusenspielplatz als Gemeinschaftsprojekts der „Aktion Mensch“ und des SC Freudenberg waren die Fachleute Stephany („Aktion Mensch“) und Lersch (Firma Kompan) zugeschaltet. Wie Henning sagte, könne das Vorhaben, das zur Inklusion von Kindern und Jugendlichen beitrage, 2023 umgesetzt werden. Mit den Firmen Procter & Gamble sowie Rewe seien starke Förderer mit dabei.

Das spannende Projekt werde individuell entwickelt. Am Flussufer würden sich Spiel und Bewegungsvielfalt mit Inklusion verbinden. Ziel sei, dass alle sich angezogen und motiviert fühlen, sich gegenseitig kennenlernen wollen und Zeit miteinander verbringen. Dies seien wichtige soziale Komponenten in der Entwicklung der Kinder.

Der Treffpunkt für jedes Alter sei ausbaufähig, meinte der Bürgermeister. Es seien ein gewisser Wegebau sowie interessante Spielmöglichkeiten für drei Altersklassen. Man wolle im positiven Sinne manipulieren, körperliche und psychische Komponenten fördern.

Das Spielgerät „Jumper“ habe eine belastbare Sprungfläche und sei wartungsfreundlich. Vorgesehene Gummiböden und Flächen seien einfach zu begehen. Das große Schiffsmodell könnten auch Kinder mit Einschränkungen erklimmen. Weiter gebe es Aufenthalts- und Rückzugsbereiche, eine Spieltafel, ein Fernglas zur Blickschulung und Klettermöglichkeiten. Als „Highlight“ bezeichnete Henning ein Gleitfahrrad mit Pendeln. Dieses ermögliche hervorragende Trainingsmöglichkeiten für Herz, Motorik und Kompetenzen. Die bestehende Seilbahn werde angepasst.

Die Schaukel sei nach neuesten Standards konzipiert, habe normale Sitze, einen Doppelsitz sowie verschiedene Schaukelsitze. Beachtet seien Aspekte zur körperlichen Stabilität. Die Sitzschale sei auch für Kinder mit schweren Handicaps geeignet. Die Schaukelkombi biete in jeder Form Abwechslung, biete Sicherheit und Herausforderung für die Motorik, ermögliche Balanceübungen und drehe sich.

Erneut als Bürgermeister der Stadt Freudenberg wurde Roger Henning in der Sitzung des Gemeinderats verpflichtet. Es gratulierten Stadträtin Ellen Schnellbach sowie der stellvertretende Bürgermeister Lars Kaller. © Bild Hans-Peter Wagner

Der Spielplatz zeige, wie wichtig Selbstbestimmung und Persönlichkeitsausprägung seien, betonte der Bürgermeister. Die umfassende Lösung in schöner Lage sei noch ausbaufähig: „Wir haben eine ganz nette Lösung gefunden.“ Die Anlage sei ausgestattet mit Nachhaltigkeitsstoffen mit 100 Prozent Ökobilanz und nach rund 30 Jahren recycelbar. Henning brachte es auf den Punkt: „Tolle Aktion, tolles Projekt, vielen Dank an die Projektpartner.“

Man habe mit dem SC Freudenberg versucht, sich breitmöglich aufzustellen. Die neuen Spielgeräte seien ein weiterer Punkt in der Konzeption. Der Bauhof unterstütze bei verschiedenen Arbeiten. Die Aktion sei ein gemeinsames Projekt. Ohne zwei große Stiftungen wäre eine Umsetzung nicht möglich. Wenn die Teilhabe massiv gesteigert werden könne, sei es besonders schön.

Ellen Schnellbach bezeichnete es als wichtig, Kinder motorisch zu fördern. Hartmut Beil lobte „tolles Konzept, tolle Idee“. Was ein mögliches Hochwasser angehe, hieß es, ein solches sei kein Problem, solang es nichts mit sich führe. Das Wasser selbst, auch verschmutztes, könne den Spielgeräten nichts anhaben. Henning ergänzte, vorhandene Spielgeräte würden genutzt, dort wo es möglich sei.

Der Bürgermeister hoffte, „dass sich alle so freuen wie wir“. Er sei der festen Überzeugung, „mit starken Partnern können wir ein solches Projekt machen“. Dazu seien Eigenleistungen nötig.

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