Neujahrsempfang

Großes Engagement für die Gemeinschaft

Norbert Groß, Herbert Bieber und Ruth Römig erhielten die Bürgermedaille verliehen. Eifrige Blutspender wurden geehrt. Ausblick von Bürgermeister Braun auf 2023

Von 
Peter D. Wagner
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Mit der Bürgermedaille der Stadt Lauda-Königshofen wurden beim Neujahrsempfang wurden die Gemeinderäte Ruth Römig (SPD/FB, Mitte), Herbert Bieber (FBL, Zweiter von links) und Norbert Groß (CDU, im Bild gemeinsam mit Ehefrau Beate) von Bürgermeister Dr. Lukas Braun (links) ausgezeichnet. © Peter D. Wagner

Kurzweilige Gespräche in angenehmer Atmosphäre: Der Neujahrsempfang der Stadt Lauda-Königshofen im Rathaussaal war eine lockere Angelegenheit. Zudem wurden Blutspender sowie drei engagierte Kommunalpolitiker ausgezeichnet.

Lauda-Königshofen. Nach Corona bedingter, dreijähriger Pause konnte wieder der traditionelle Neujahrsempfang der Stadt Lauda-Königshofen durchgeführt werden. Zugleich war es für Lukas Braun eine Premiere in seiner inzwischen fast dreijährigen Amtszeit als Bürgermeister. Dabei hieß er am Samstag im Rathaussaal mehrere Amtskollegen anderer Kommunen des Main-Tauber-Kreises sowie eine Vielzahl an Vertretern unter anderem aus Politik, Wirtschaft, Institutionen oder weiteren Einrichtungen sowie dem Gemeinderat und der Stadtverwaltung willkommen.

Ganz besonderes Hobby

Blutspender geehrt

Den Neujahrsempfang im Rathaussaal nutzen Lauda-Königshofens Bürgermeister Dr.Lukas Braun und Roland Zembsch, Vorsitzender des DRK-Ortsverbands, zu einer besonderen Auszeichnung. Geehrt wurden eifrige Blutspender der Jahre 2021 und 2022.

Für 75 Blutspenden ausgezeichnet wurde Franz Engert.

25 Mal haben Franziska Löblein, Monika Holler Blut gespendet.

Für zehn Blutspenden wurden Jaqueline Weber und Sonja Hofmann gewürdigt. Neben einer Urkunde und Ehrennadel gab es für alle auch ein Präsent als Dank für das Engagement.

Einen ganz besonderen Gruß und Dank richtete Braun an die zahlreichen Kräfte der örtlichen Hilfs- und Rettungsorganisationen. „Wann immer in den vorigen Jahren der Covidpandemie Hilfe erforderlich wurde, war auf die Freiwillige Feuerwehr, die DRK-Ortsgruppe Lauda-Königshofen, die DRLG-Ortgruppe Königshofen sowie die anderen Hilfsdienste wie etwa die Malteser stets Verlass“, würdigte er dieses ehrenamtliche Engagement.

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„Wir alle sind dazu aufgefordert, das in unserer Macht stehende zu tun, dass das Jahr 2023 ein Stückchen besser, ein wenig berechenbarer, ein bisschen friedvoller und ein bisschen geordneter wird. Denn all dies fängt im Kleinen an, beim gegenseitigen Respekt, beim ehrenamtlichen Einsatz für die Gesellschaft sowie insbesondere für die Schwachen und Hilfsbedürftigen und auch beim verantwortungsvollen Umgang mit Menschen, die zu uns geflüchtet sind. Lassen Sie uns diese Aufgaben in den kommenden Monaten gemeinsam angehen“, lautete Brauns Appell.

Den neuen Stadteingang von Lauda am Wörth und in der Tauberstraße erörterte der Rathauschef in einem Ausblick auf das Jahr 2023. Das städtebauliche Sanierungsgebiet „Bahngelände“ gewinne Kontur wie zum Beispiel durch den im Dezember in Betrieb genommenen neuen Park & Ride Platz. Als nächstes Projekt stehe in diesem Bereich der Bau eines Kreisverkehrs zwischen Inselstraße und Tauberstraße an.

„Des Weiteren setzen wir unsere millionenschweren Investitionen in Kindergärten und Schulgebäude fort“, kündigte Braun an. Der Auftrag für den Neubau eines ersten Kindergartenneubaus in Königshofen neben der Turmbergschule sei erteilt und auch die Planung für den Um- und Ausbau der Josef-Schmitt-Realschule laufe auf Hochtouren.

Der Verwaltungsentwurf für den Haushalt sehe vor, dass die Stadt Lauda-Königshofen 2023 erstmals seit 2018 einen ausgeglichenen Finanzplan vorlegen könne. Es brauche sowohl eine Kultur des Maßhaltens bei den Ausgaben als auch ein Wachstum der Steuerkraft. Die Stadt Lauda-Königshofen profitiere von den erfolgreichen örtlichen Mittelstandsunternehmen, hob Bürgermeister Braun mit einem Dank hervor.

Plädoyer für den Frieden

Eine besonders tief gehende und beeindruckende Kurzgeschichte des französischen Humoristen, Sängers und Schauspielers Rolande Magdane erzählte Claire Gassmann, delegierte Stadträtin und Bürgermeisterstellvertreterin aus der französischen Partnerstadt Boissy-Saint-Léger. Darin ging es sehr realitätsnah und ironisch um den Unsinn von Waffen und Krieg sowie den Sinn von Frieden. Zudem erinnerte sie an die Feierlichkeiten zum 20-jährigen Jubiläum der französisch-deutschen Städtepartnerschaft zwischen Boissy und Lauda-Königshofen mit zwei großen Festwochenenden 2022.

Zu Zuversicht und Optimismus rief Landtagsvizepräsident und Wahlkreisabgeordneter Professor Dr. Wolfgang Reinhart in seinem Grußwort auf. Die regionalen mittelständischen Unternehmen titulierte er als „Joker im Standortpoker“ und als enorm wichtige Wirtschaftsfaktoren. „Das Ehrenamt ist unbezahlt, aber unbezahlbar. Wir haben im neuen Doppelhaushalt des Landes mehr Geld unter anderem für Feuerwehren, Musikschulen, Blasmusik, Chöre, Kultur- und Brauchtumspflege, Dorfgasthäuser, Schwimmkurse sowie das Freiwillige Soziale Jahr etatisiert“, berichtete Reinhart.

„Das Jahr 2022 wird uns als großer Realitätscheck in Erinnerung bleiben“, meinte MdB Nina Warken angesichts der weitreichenden Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine beispielsweise auf die Energiesicherheit oder sozialen Sicherheitssysteme. „Umso wichtiger ist es, diese Herausforderungen positiv zu sehen und die Hoffnung zu bewahren“, appellierte die Bundestagsabgeordnete.

„Das vergangene Jahr hat viele neue Aufgaben und Herausforderungen mit sich gebracht, die wir jedoch gemeinsam gemeistert haben. Daher blicke ich ebenfalls mit Zuversicht in das Jahr 2023“, meinte Landrat Christoph Schauder. Als Beispiele für Vorhaben im Main-Tauber-Kreis nannte er den weiteren Breitbandausbau, die Stärkung eines ganzheitlichen ÖPNV durch Mobilitätszentralen und Verbesserungen des Schienenverkehrs auf der Frankenbahn.

Musikalisch gestaltet wurde der Empfang von den Heckfelder Musikanten unter Leitung von Helmut Both. Zudem präsentierten sich im Foyer des Rathaussaals die örtlichen Rettungs- und Hilfsorganisationen mit Infoständen und Geräten.

Im Rahmen des Neujahrsempfangs wurden die Gemeinderäte Ruth Römig, Herbert Bieber und Norbert Groß von Bürgermeister Dr. Lukas Braun mit der Bürgermedaille der Stadt Lauda-Königshofen ausgezeichnet.

Ruth Römig (SPD / FB) aus Lauda ist seit 24 Jahren Stadträtin. Zudem ist sie aktiv in den Arbeitskreisen „Weinfest“, „Barrierefreiheit und Inklusion“, „Bildung und Betreuung“ sowie in der Mitgliederversammlung der Schule für Musik und Tanz im Mittleren Taubertal.

Herbert Bieber (FBL) aus Königshofen gehört ebenfalls seit 1999 und damit seit 24 Jahren dem Stadtrat Lauda-Königshofen an. Von 2014 bis 2019 war er zweiter Bürgermeisterstellvertreter und seit 2019 bekleidet er das Amt des vierten Bürgermeisterstellvertreters. Außerdem ist er Mitglied im Arbeitskreis „Königshöfer Messe“.

Bereits seit 29 Jahren ist Norbert Groß (CDU) aus Gerlachsheim Stadtrat in Lauda-Königshofen. Von 1994 bis 2004 war er dritter, von 2009 bis 2014 zweiter und von 2014 bis 2019 vierter Bürgermeisterstellvertreter. Seit 1019 ist Groß erneut zweiter Bürgermeisterstellvertreter. Darüber hinaus engagiert er sich aktiv in der Verbandsversammlung des Zweckverbandes „Industriepark ob der Tauber“.