Kolpingsfamilie Hardheim

„Zusammen sind wir Kolping“

Das Motto der neuen Imagekampagne war beim 133. Stiftungsfest deutlich zu spüren. Herzstück war der Festabend im Pfarrheim

Von 
Adrian Brosch
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Beim Stiftungsfest der Kolpingsfamilie standen auch Ehrungen auf dem Programm. Das Bild zeigt (von links): Vorsitzenden Alexandre Ost, Diakon Franz Greulich, Felix Kraus, Ehrenvorsitzenden Rudi Gärtner, Egon Schmitt und Pfarrer Christian Wolff. © Adrian Brosch

Hardheim. „Zusammen sind wir Kolping“: Das Motto der neuen Imagekampagne des Kolpingwerks war beim 133. Stiftungsfest der Kolpingsfamilie Hardheim deutlich zu spüren – wie auch die große Freude, nach dreijähriger Pause wieder ein klassisches Stiftungsfest zu zelebrieren.

Herzstück war der von Friedhelm Bräuer am Piano begleitete Festabend im Pfarrheim; vorausgegangen war ihm ein Gottesdienst im Erftaldom St. Alban, in dem Pfarrer Christian Wolff den Prinzipien Adolph Kolpings ungebrochene Aktualität attestierte.

Im Pfarrheim begrüßte Vorsitzender Alexandre Ost die Gäste. „Wir sind froh darüber, wieder feiern zu können“, betonte er und ließ wissen, dass viele über Corona aufgeschobene Projekte und Ideen bald verwirklicht werden. Sodann kombinierte Schriftführer und stellvertretender Vorsitzender Adrian Brosch den Rückblick mit guten Wünschen.

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„Die Kolpingsfamilie hat nie den Mut verloren“, hielt er fest und erinnerte an Veranstaltungen im kleineren Rahmen wie Kreuzwegwanderungen, Andachten und Krippenführungen; die klassische Vereinsarbeit kam 2022 wieder „in Tritt“. Nachdem er dem Vorstand für die gute Zusammenarbeit gedankt hatte, erinnerte er an den „Zauber des Anfangs“ nach Meister Eckhart und leitete über zu den Grußworten.

Zunächst würdigte Bürgermeister-Stellvertreter Eric Bachmann die zahlreichen Angebote, die als Bereicherung des Gemeindelebens im Sinne Kolpings Maxime „verantwortlich leben – solidarisch handeln“ anzusehen seien.

Pfarrgemeinderatsvorsitzender Manfred Weihbrecht teilte die Freude über den Neubeginn der Aktivitäten: Das vielfältige Engagement des ehemaligen Gesellenvereins sei aller Ehren wert – auch im Einklang des Selbstverständnisses als katholisch geprägter Sozialverband. Gleichzeitig erinnerte er an das aktuelle Bild von Kirche und Glaube: „Beides ist viel mehr als eine Reihe kirchlicher Strukturen“, zeigte er auf.

Nach einem weiteren Liedbeitrag informierte Ehrenvorsitzender und Kassenwart Rudi Gärtner über die Finanzlage; die Kassenprüfung war bereits im Vorfeld von Gudrun Ost und Franz Wildner durchgeführt worden und verblieb ohne Beanstandungen. Rudi Gärtner war es auch, der den Festvortrag übernahm: In seiner unnachahmlich herzlichen Art trug er die „Geschichte vom Heiligen Josef und dem störrischen Esel“ vor – ein äußerst stimmungsvoller Beitrag mit viel Humor und gewissem Tiefgang, der so manche Gemeinsamkeit zwischen Mensch und Tier skizzierte.

Ehrungen auf dem Programm

Auf die kurze Pause folgten das Totengedenken sowie die Ehrungen verdienter Kolpingbrüder, die Vizepräses Diakon Franz Greulich vornahm. Er zeichnete Clemens Balles, Felix Kraus und Franz Polierer für jeweils 70-jährige Treue, Egon Schmitt und Franz Wildner für jeweils 65 Jahre, den ehemaligen Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Lambert Golker für 50 Jahre und Dr. Holger Rubel für 40 Jahre aus. „Alle unsere Geehrten verkörpern in hohem Maße die Ideale Kolpings“, konstatierte Greulich und überreichte gemeinsam mit Ehrenvorsitzendem Rudi Gärtner die Urkunden. Zur feierlichen Untermalung stimmte man das Kolpinglied an.

Von einem erfreulichen Punkt ging es in den Nächsten, als Vorsitzender Alexandre Ost das Wort ergriff. Er führte durch gleich zwei Spendenübergaben: Zum Einen gingen 500 Euro an Pater Paul Kapochina aus Ghana, der freundschaftliche Kontakte zur Kolpingsfamilie pflegt und bereits mehrfach im Erftal weilte, zum Anderen wurden 600 Euro an den „Runden Tisch“ der Ukrainehilfe der Seelsorgeeinheit Hardheim-Höpfingen im Madonnenland gespendet.

Für diese sprach Pfarrer Wolff einen Dank aus: Er freute sich über die Zuwendung, lobte aber auch die tatkräftigen Projekte des Vereins und den gelungenen Verlauf des Traditionsfests.

Mit einem gemütlichen Beisammensein und der Tombola klang der Abend aus.