Jubiläum

Ritter Wolf stand beim Namen Pate

70 Jahre FG „Hordemer Wölf“. Ein Blick in die Hardheimer Fastnachtsgeschichte (Teil 2 und Schluss)

Von 
Torsten Englert
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Ein Umzugswagen aus dem Jahr 1958. © Torsten Englert

Hardheim. Die Fastnachtsgesellschaft FG „Hordemer Wölf“ feiert dieses Jahr ihr 70-jähriges Bestehen. Grund genug, einen Blick in die Annalen zu werfen. Im ersten wurde die Entwicklung nach der Gründung bis in die Zeit nach dem 2. Weltkrieg beleuchtet.

„Es wird was gemacht“

Am 19. Januar 1953 fand in der Gaststätte „Deutschen Hof“ unter dem Motto „Es wird was gemacht“ eine Versammlung statt, bei der die 24 Anwesenden Heinz Bernhard, Oskar Großkinsky und Josef Grininger als kommissarischen Vorstand wählten. In der Generalversammlung vom 2. Mai 1953 wurde der Vorstand bestätigt. Als Name wurde die Bezeichnung FG „Hordemer Wölf“ in Anlehnung an Ritter Wolf, den Erbauer des Hardheimer Schlosses gewählt.

Eine Rathauserstürmung und ein Umzug am Fastnachtsdienstag mit 26 Wagen und Gruppen waren die Höhepunkte. Das Narrenlied von 1953 lautete: „Hei, hei, hei mer hewe Faschenoocht / wie die Blecker, wie die Kröte und die Affe. / Hei, hei, hei wer hätt denn des gedoocht, / dass in Horde aa noch Leit sin wu des schaffe. …“

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So manche Anekdote ist aus den ersten Jahren des Bestehens der Fastnachtsgesellschaft überliefert. Über vieles kann der heutige Leser nur schmunzeln oder den Kopf schütteln. In die Geschichte der Hardheimer Fastnacht ist der Rosenmontagsball des Jahres 1960 eingegangen, als ein Gericht über dessen Abhaltung entscheiden musste.

Vieles hat sich geändert

Vieles hat sich verändert und die Toleranz hat zu einem erfreulichen Miteinander geführt. Die (Bütten-)-Reden des inzwischen ehemaligen Hardheimer Pfarrers Franz Lang gehören heute zu den Höhepunkten der Prunksitzung.

Legendäre Veranstaltungen

Viele Namen sind untrennbar mit der Hardheimer Fastnacht der Nachkriegszeit verbunden, ebenso gibt es bis heute die Erinnerung an legendäre Veranstaltungen wie beispielsweise die „Italienische Nacht“.

Bis heute bietet die FG „Hordemer Wölf“ ein attraktives und abwechslungsreiches Fastnachtsprogramm, zu dessen Höhepunkten neben der Prunksitzung der große „Gaudiwurm“-Umzug am Fastnachtssonntag gehört.

Die Vorsitzenden waren:

Heinz Bernhard, Reinulf Katzenmaier, Gerd Schwab, Andreas Pitz, Rudi Malcher, Jochen Egenberger, Peter Dörr und Michael Grimm.

Die Präsidenten waren: Heinz Bernhard, Fritz Schäfer, Richard Fuchs, Bernd Spatz (kommissarisch), Jochen Egenberger, Marco Katzenmaier und Daniel Weber.

Ehrenpräsidenten: Heinz Bernhard und Jochen Egenberger und Ehrenmitglieder: Herbert Bauer, Adolf Bermayer, Kurt Leis, Oskar Großkinsky, Karl Hollerbach, Christa und Andreas Pitz, Alois Göbes, Rudi Malcher und Bernd Spatz.