Ordensfest der Hordemer Wölf

Orden thematisiert langgehegten Wunsch

Mitglieder wurden geehrt

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Beim Ordensfest der FG „Hordemer Wölf“ wurden Mitglieder durch den Verein und den Narrenring geehrt. © Adrian Brosch

Hardheim. 70 Jahre jung wird die FG „Hordemer Wölf“ – keine Frage, dass ein solches besonderes Jubiläum auch einen besonderen Orden verdient hat. Das Geheimnis wurde am Samstag beim Ordensfest in der Erftalhalle gelüftet: Von Lena Gärtner kreiert, erinnert er an einen langen und nun, pünktlich zum Jubeljahr, endlich verwirklichten Traum. „Unser neues Domizil, nach 70 Jahren fast am Ziel“ würdigt natürlich die neue FG-Halle am Bretzinger Weg.

In launiger Versform eingeleitet wurde der Abend von Präsident Daniel Weber, der an das Jubiläum erinnerte: „70 Jahre Fasenacht, manchmal leise und manchmal laut – 70 Jahr getanzt, gelacht, und dem Volk aufs Maul geschaut“, reimte er angesichts der Gründung am 19. Januar 1953 im seinerzeitigen Gasthaus „Deutscher Hof“. Mit dreifach kräftigem „Wölfe Hujauf!“ versetzte Weber die Gästeschar in beste Stimmung und leitete über zur Vorstellung des Ordens, die Lena Gärtner übernahm.

Erfreut hielt sie zunächst fest, dass man die Corona-Pandemie „weitestgehend unbeschadet überstanden“ habe und einen optimistischen Blick in die Zukunft werfen könne, auch hinsichtlich des Jubiläums. In diesem Sinne hatte sie eine historische Tonaufnahme mitgebracht, in der sich der unvergessene Heinz Bernhard als Mitbegründer und Präsident der ersten Stunde mit dem zehnjährigen Jubiläum befasste: Er wurde an der Prunksitzung 1963 zelebriert.

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Damals wie heute gehörten die Orden fest zur Fastnacht: „Unsere Jahresorden präsentieren sich als eine Art Geschichtsbuch, das wesentliche Ereignisse des Hardheimer Lebens porträtiert“, hielt Gärtner fest. Zahlreiche Überlegungen führten auch heuer dazu, dass man einer Vereinstradition treu blieb: „Schon die Orden zum 50- 55-, 60- und 66-jährigen Bestehen verzichteten auf das Ortsgeschehen und stellten das jeweilige Jubiläum dar“, zeigte sie auf. So verfahre man auch anlässlich des „Siebzigers“, rücke aber weniger das eigentliche Jubiläum in den Vordergrund: „In diesem Jahr wird etwas gezeigt, das schon sehr lange auf unserer Wunschliste stand. Bis in die 80er-Jahre und weiter reichen die Bemühungen um ein eigenes Vereinsheim zurück, ein Vereinsheim, das alle Aktivitäten von Tanz, Wagenbau, Sitzungen, Lager und mehr ermöglichen soll“, blickte Lena Gärtner, die den Orden auch gestaltet hatte, zurück.

Mit den Jahren habe man beinahe resigniert, bis sich das Blatt vor rund zwei Jahren wendete: Die FG besitzt ein eigenes Grundstück mit großer Halle. „Dieser Grund zur Freude ist so groß, dass er auf dem Orden prangt“, hob sie hervor. Optisch in silberner Prägung gehalten, zeigt der Orden die neue FG-Halle und den Narren, der freudestrahlend auf das 70-jährige Bestehen hinweist. Ebenso große Freude löste der Orden aus: Begeisterung machte sich breit, als er vorgestellt wurde!

Anschließend fanden Ehrungen statt, für die Erwin Nentwich und Jörg Fritsch vom Narrenring Main-Neckar ins närrische Wolfsheim gekommen waren. Hier wurde eine stattliche Anzahl von Aktiven ausgezeichnet.

Zunächst gingen die vereinsinternen FG-Verdienstorden an Bernhard Ebert, Thomas Gärtner, Michael Grimm, Nadine Eckart, Jasmin Ebert und Michelle Heim (Bronze), Lisa Gehrig und Vanessa Kuhn (Silber) sowie Daniela Jodlowski (Gold). Sie alle bringen sich seit vielen Jahren an unterschiedlicher Stelle aktiv ein.

Blieb eine besondere Ehrung: Den BDK-Verdienstorden in Silber nahm Jürgen „Vivo“ Neuberger entgegen. Seit 1990 Mitglied, war er 22 Jahre lang im Vorstand (1996 bis 2018 als Beisitzer, Vizepräsident und 2. Vorsitzender), trat im legendären Cabaret auf, ist Elferrat und setzt gern sein handwerkliches Geschick für die FG ein. Grund genug für diese hochkarätige Auszeichnung: „Es handelt sich um eine Ehrung, die nicht aller Tage verliehen wird und besondere Verdienste rund um fastnachtlichen Brauchtum würdigt“, betonten Nentwich und Fritsch.

Nach dreifach-kräftigem „Wölfe Hujauf“ leitete man über zum gemütlichen Beisammensein, mit dem das Ordensfest zünftig ausklang. ad