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Krankenhausverband

Gutes Ergebnis zum Abschied von Volker Rohm

Betriebsgewinn für beide Einrichtungen erzielt. 2021 mit blauem Auge davongekommen, aber banger Blick in die Zukunft

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ad
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Das Hardheimer Krankenhaus hatte im Jahr 2021 lediglich eine Auslastung von 44 Prozent. Die Belegungsquote wäre ohn die Ausgleichszahlungen von Bund und Land desaströs gewesen. © Adrian Brosch

Walldürn/Hardheim. Der Krankenhausverband Hardheim-Walldürn schließt für 2021 mit einem positiven Jahresergebnis: Der Betriebsgewinn für beide Einrichtungen in Hardheim und Walldürn beträgt in der Summe 973 440 Euro. Ein laut Verbandsvorsitzendem Volker Rohm „historisch einzigartiges Ergebnis“, das aber nicht repräsentativ sei: „Die Zahlungen von Bund und Land aufgrund der Corona-Pandemie haben uns gut aufgefangen“, bilanzierte Stellvertreter Markus Günther.

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Zunächst legte Günther die Walldürner Zahlen vor: Das Geriatriezentrum St. Josef kommt heuer auf einen rechnerischen Jahresfehlbetrag von 68 712 Euro und eine Betriebsumlage aus dem Betriebsgewinn über 242 607 Euro. „Ein solcher Gewinn ist noch nie dagewesen“, bemerkte er und sprach von einem „schönen Abschiedsgeschenk für Volker Rohm“. Allgemein sei man „mit einem blauen Auge davongekommen“, habe jedoch dem ungeachtet ein solides Ergebnis erwirtschaftet. Im Ganzen sei man „gut über das Jahr 2021 gekommen“ und könne auch das laufende Geschäftsjahr 2022 als bislang recht ordentlich ansehen. Der abschließende Dank Günthers galt neben Verwaltungsleiter Lothar Beger auch Christian Seitz, Daniel Weber, Frank Herberich und der Belegschaft des Geriatriezentrums. Die 65 Angestellten (46,63 Vollzeitstellen) leisteten Hervorragendes: „Hier wurde alles gegeben“, lobte Günther.

Ähnlich verhält es sich mit dem Hardheimer Krankenhaus, für das Volker Rohm einen rechnerischen Jahresfehlbetrag von 100 313 Euro und 730 833 Euro als Betriebsumlage aus dem Betriebsgewinn vermeldete.

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„Es handelt sich um ein überaus positives Ergebnis, das jedoch über vieles nicht hinwegtäuschen darf“, gab Rohm zu bedenken und fügte an, dass coronabedingt die Operationen zeitweilig ausgesetzt wurden. „Genau davon lebt unser Krankenhaus aber“, betonte er und fügte an, dass die verzeichnete Belegung von nur 44 Prozent ohne die Ausgleichszahlungen von Bund und Land „schlichtweg desaströs“ gewesen seien.

Auch lag die Quote der behandelten Patienten weit unter den sonst üblichen Werten: „Normalerweise werden innerhalb eines Jahres an die 2200 Patienten behandelt, während es 2021 lediglich deren 1700 waren“, trug Rohm vor. Lob und Dank fand er umso mehr für das „hochqualifizierte Personal“: In Hardheim wirken derzeit 120 Beschäftigte in 65 Vollzeitstellen. Für die Zukunft hoffte er, dass die hochwertige medizinische Versorgung auf dem Land erhalten bleibt: „Gerade kleine Krankenhäuser wie in Hardheim tragen zur guten dezentralen Versorgung bei, wenngleich die Politik das oft anders sieht“, räumte er ein. Die nicht erfolgte Anerkennung des Hauses als sogenannter „Spezialversorger“ lasse man nicht auf sich beruhen: Derzeit wird geprüft, ob man Berufung gegen das Urteil einlegt.

Die Bilanz präsentierte Lothar Beger. Der Verwaltungsleiter verwies auf die Bilanzsumme von 24 195 566 Euro – ein Betrag, der sich aus Erträgen (13 258 099 Euro), Aufwendungen (13 427 125 Euro) und dem rechnerischen Jahresfehlbetrag von 169 025 Euro für beide Einrichtungen zusammensetzt. Sein persönlicher Dank galt den Kommunen, Mitarbeitern und den Angestellten, den man über die Pandemie hinweg „vieles abverlangt“ hatte.

Trotz des positiven Ergebnisses kam es nicht zu einer Gewinnausschüttung, was Bürgermeister Thomas Schreglmann (Külsheim) und Bürgermeister-Stellvertreter Helmut Häfner (Höpfingen) befürworteten: „Oberstes Ziel ist die Liquiditätssicherung zum Wohl der Menschen vor Ort“, bemerkten sie. Einstimmig wurde schließlich das Jahresergebnis genehmigt. ad

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