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Jahresrückblick - Kommune plant zwei Kindergartenneubauten und hat für die Krippe eine Containerlösung umgesetzt

Großrinderfeld tätigt große Investitionen in die Kinderbetreuung

Die Zukunft der Kinder liegt vielen in Großrinderfeld am Herzen. Bildung und Betreuung waren deswegen die Schwerpunkte der Arbeit im vergangenen Jahr.

Von 
Diana Seufert
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Der Schwerpunkt der Arbeit in der Gemeinde Großrinderfeld lag 2021 in der Kinderbetreuung. Für die Krippe wurde im Frühjahr eine Containerlösung umgesetzt. © Diana Seufert

Großrinderfeld. Kinder sind die Zukunft einer Kommune, heißt es häufig. Diesen Satz nimmt man in Großrinderfeld sehr ernst. Viel Zeit investierten die Mitglieder des Gemeinderats deshalb in das Thema. Sichtbares Zeichen sind die orangefarbenen Container am Ortsausgang Richtung Tauberbischofsheim. Im Frühjahr wurde sie offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Denn weil die Krippe in der Kindertagesstätte St. Michael aus allen Nähten geplatzt ist, musste eine schnell realisierbare Lösung her. Mit der Container-Variante war die schnell gefunden. Und so konnte die „Außenstelle“ der Kita ihren Betrieb aufnehmen.

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Wie lange die Container-Lösung gebraucht wird, steht noch nicht fest. Denn die Kommune will in Sachen Kinderbetreuung neue Wege gehen. Geplant ist der Neubau einer Kindertagesstätte in Großrinderfeld neben der Grundschule. Bis 2026 soll das Projekt fertig sein und die Kinder könnten dann einziehen. Dafür wurden im vergangenen Jahr die Weichen gestellt.

Und auch in Gerchsheim soll ein Neubau Abhilfe schaffen. Die Kindertagesstätte St. Anna ist 2019 in die leerstehenden Räume der ehemaligen Dachsbergschule gezogen. Doch ganz ideal ist das Areal nicht. Deshalb hatte sich der Gemeinderat im Februar mit einer Machbarkeitsstudie beschäftig, die mögliche Varianten aufgezeigt hatte. Für beide Neubauten geht man von Kosten im zweistelligen Millionenbereich aus – und die Kommune kommt aufgrund der Größe nicht um eine europäische Ausschreibung herum.

Für Freude bei allen Beteiligten sorgte kürzlich der Spatenstich und damit der offizielle Startschuss für die Umbauarbeiten am ehemaligen Kindergartengebäude in Gerchsheim. Dort soll ein Ärzte- und Seniorenhaus entstehen. Neben einer Hausarztpraxis und Räume für eine Physiotherapie-Praxis ist auch eine Tagespflege geplant. Zudem sollen die früheren Kindergartenräume zu einer Seniorenwohngemeinschaft umgebaut werden.

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Bis zu drei Millionen Euro könnte dieses „Leuchtturm-Projekt“ kosten, das auch beim Stuttgarter Sozialministerium auf offene Ohren stößt. Vom Land Baden-Württemberg fließen rund 800 000 Euro an Zuschüssen.

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Begonnen wurden die Außenarbeiten bereits im Jahr 2021, nachdem nach langen Verhandlungen mit der Pfarrgemeinde und der Seelsorgeeinheit der Grundstückskauf getätigt worden war.

Die kirchlichen Gruppen, die derzeit im Gemeindezentrum ihre Heimat hatten, sollen nach dem Umbau der Räume im alten Rathauses dort einziehen. Ein neuer Pfarrsaal wird der Mittelpunkt des Gebäudes in direkter Nähe zu Kirche und damit im Herzen des Orts.

Neue Wege will man in der Kommune auch bei Bestattungen geben. Zwischen Ilmspan und Großrinderfeld soll im Gewann „Tannenbuckel“ ein Friedwald entstehen. Auf einem etwa 40 Hektar großen Gelände sind dann Bestattungen unter Bäumen stattfinden können. Der Vertrag mit „Friedwald“ als Betreiber wurde vom Gemeinderat im November abgesegnet. Damit sei man Vorreiter im Main-Tauber-Kreis, freute sich Bürgermeister Johannes Leibold bei der Vergabe im Großrinderfelder Gemeinderat. Läuft alles nach Plan, sind die ersten Beerdigungen bereits in diesem Jahr dort möglich.

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Großrinderfelder will sich weiterentwickeln. Das wird auch bei der Gewinnung von Bauland deutlich. So wurde ein Teilbereich des ehemaligen alten Sportplatzes für sechs Bauplätze erschlossen. Und die Erweiterung des Areals steht bereits an. „Wir planen eine Vergrößerung nach Süden hin“, hatte der Bürgermeister bereits im Sommer mitgeteilt. Der Grund: Es gab, wie bereits bei der Erschließung des Baugebiets „Knauer II“ in Gerchsheim, deutlich mehr Interessenten als Bauplätze zur Verfügung stehen. Nach Abschluss der Erschließungsarbeiten erfolgte im November die offizielle Übergabe. Für die Planungen zu diesen Erweiterungen hatte der Gemeinderat bereits grünes Licht gegeben, damit beiderseits der Hauptstraße neue Wohngebiete, aber auch ein Sondergebiet für Einzelhandel entstehen können.

Freie Fahrt durch Schönfeld: Zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht wurde die Sanierung der Kleinrinderfelder Straße sowie deren Nebenstraßen. Nach Abschluss der Arbeiten in der Gerchsheimer Straße und der Dorfstraße war dies das dritte Großprojekt. „Insgesamt wurden 5,6 Millionen Euro in drei Jahren investiert“, so Leibold.

Redaktion Hauptsächlich für die Lokalausgabe Tauberbischofsheim im Einsatz

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