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Im Beisein vieler Ehrengäste

Gerätehaus feierlich eingeweiht

Neuer Stolz von Großrinderfeld seiner Bestimmung offiziell übergeben

Von 
Matthias Ernst
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Abteilungskommandant Markus Herold nahm aus den Händen von Pfarrer Dr. Damian Samulski und Pfarrer Oliver Habiger (von links) ein Metallkreuz entgegen, das zukünftig die Feuerwehrleute beschützen möge. © Matthias Ernst

Großrinderfeld. Stolz ist man in Großrinderfeld auf das neue Feuerwehrgerätehaus. Das merkte man bei der nun endlich erfolgten feierlichen Einweihung. In Benutzung ist der zeitgemäße Zweckbau schon ein ganzes Jahr. Was noch fehlte, war die offizielle Einweihung und Inbetriebnahme.

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Gleich zwei Pfarrer mit Dr. Damian Samulski und seinem evangelischen Kollegen Oliver Habiger nahmen die Segnung vor, nachdem Bürgermeister Johannes Leibold die vielen Feuerwehrleute und Ehrengäste begrüßt hatte. Er erinnerte daran, dass man im Juli 2018 den Spatenstich am jetzigen Standort vollzogen hatte, die Planungen für ein neues Feuerwehrgerätehaus in Großrinderfeld allerdings viel weiter zurückreichten.

Architekt Bernd Reinhart vom Büro Bauwerk 4 aus Bad Mergentheim führte aus, dass bereits 2015 erste Planungen an einem anderen Standort getätigt wurden. Dieser hatte sich aber als unzulässig erwiesen, und so wurde der neue Standort im Gewerbegebiet Boppbrunn/Fritzengärtlein gewählt. Insgesamt drei Stellplätze für Fahrzeuge sind im Erdgeschoss gebaut worden, dazu eine Atemschutzwerkstatt, eine normale Werkstatt, eine Funkzentrale und ein Jugendraum. Letztere sind eine Neuerung. Im Untergeschoss befindet sich der Schulungsraum und Sanitäranlagen.

Fast eine Punktlandung

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Geplant war der Bau mit 1,92 Millionen Euro, gekostet hat er letztlich 1,95 Millionen Euro, also fast eine Punktlandung, wie der Architekt ausführte.

Insgesamt wurde eine Gesamtfläche von 632 Quadratmetern geschaffen, die mit ihren großen Rolltoren etwas Besonderes ist. Sie sind 4,5 Meter hoch und somit auch für die Zukunft gedacht, wenn die Fahrzeuge noch höher werden sollten. Architekt Reinhart wies auch auf die Türhöhe im Erdgeschoss hin.

Hier könne ein großer Feuerwehrmann mit Helm und noch Luft darüber bequem durchschreiten. Die Türhöhe wurde mit 2,5 Metern geplant.

Viele zukunftsweisende Details stecken in dem Gebäude, erkannte auch Landrat Christoph Schauder, der in seinem Grußwort den Feuerwehrleuten versicherte, dass der Landkreis und er voll hinter ihnen stehe.

Er führte aus, dass das Land Baden-Württemberg den Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses mit 175 000 Euro unterstützt habe. „Endlich ist es nun möglich, in einem würdevollen Rahmen“ das neue Feuerwehrgerätehaus einzuweihen, fuhr er fort. Er dankte allen Feuerwehrleuten, die als Ehrenamtliche einen wertvollen Dienst für die Gemeinschaft erbringen.

Hauptkommandant Gerald Ebert fand, „es war an der Zeit, dass die Abteilungswehr und die Gesamtwehr in ein modernes Haus einziehen“. Denn neben den Funktionsräumen der Abteilungswehr Großrinderfeld ist es dank der Funkzentrale nun möglich, alle Einsätze der Gesamtwehr von hier aus zu steuern. Er dankte dem Ehrenkreisbrandmeister Alfred Wirsching für seinen Einsatz bei der Beschaffung von Zuschüssen für dieses „Generationen übergreifenden Projekt“. Trotz Corona wurde das Bauwerk rechtzeitig fertiggestellt, hierfür dankten er und Bürgermeister Johannes Leibold dem Architekten besonders.

Auszeichnungen

Kreisbrandmeister Andreas Geyer nahm dann noch Ehrungen für langjährigen aktiven Dienst vor. So wurden für 40 Jahre aktiven Dienst bei der Feuerwehr Thomas Bauer und Albrecht Roth von der Abteilungswehr Schönfeld und Helmut Banzer, Thomas Grumbach, Bernhard Lang, Hilmar Reinhart und Anton Stolzenberger von der Abteilung Großrinderfeld geehrt. Diese Ehrung erfuhr auch Michael Brückner von der Abteilungswehr Gerchsheim für 25 Jahre aktiven Dienst. Geyer ging auch auf das veränderte Anforderungsprofil der Feuerwehr ein, die sich von der reinen Brandbekämpfung zu einer Fachtruppe für alle Arten von Unfällen und Einsatzszenarien gewandelt hat in den letzten Jahren. Modernes Gerät und zeitgemäße Gerätehäuser unterstützen die freiwillige Arbeit, aber letztlich entscheidet der Mensch und seine Einsatzbereitschaft. Und die sei in Großrinderfeld sehr hoch, wofür sich der Kreisbrandmeister, aber auch der Landrat und der Bürgermeister bedankten.

Die Einweihungsfeier war auch ein Anlass Beförderungen vorzunehmen. Während Corona hatten einige Feuerwehrleute sich fortgebildet. „Es wird auch was getan, wenn die Feuerwehr nicht laut mit Blaulicht und Sirene unterwegs ist“, meinte dazu Hauptkommandant Gerald Ebert. Zusammen mit Bürgermeister Leibold beförderte er Markus Herold zum Brandmeister, ebenso wie Anton Kraus und Thomas Klug, die jeweils als Kommandanten ihre Abteilungswehren führen. Ihre Stellvertreter Tobias Lang und Sebastian Polifka wurden zu Hauptlöschmeistern ernannt und zusätzlich Andre Henneberger, Daniel Hellmann und Stefan Ebert zu Löschmeistern.

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