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Generalversammlung - Verein „Wir verbinden Boxberg“ zog Bilanz und wählte Vorstand

Freiwilliger Fahrdienst ist das Herzstück von „Wir verbinden Boxberg”

Neuwahlen standen im Mittelpunkt der Generalversammlung des Vereins „Wir verbinden Boxberg“. Der ehrenamtliche Fahrdienst des Vereins, der von 23 Fahrern durchgeführt wird, ist eine gerade von Senioren gerne angenommene Dienstleistung.

Von 
Werner Palmert
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Hilfsbereit und zuverlässig: Die Fahrer des ehrenamtlichen Bürgerfahrdienstes der Stadt Boxberg, „Wir verbinden Boxberg“ (WvB), helfen gerne. © Werner Palmert

Boxberg. Der Arztbesuch, die Erledigung von Bankgeschäften, ein Treffen mit Freunden oder Verwandten, der tägliche Einkauf oder die Teilnahme an Kursen und Veranstaltungen in der Umpfertalhalle oder im Medien- und Kulturzentrum der Stadt Boxberg: Seit 2014 besteht in Boxberg die Möglichkeit, all diese Besorgungen und Angelegenheiten mit dem E-Mobil des ehrenamtlichen Bürgerfahrdienstes der Stadt Boxberg „Wir verbinden Boxberg“ (WvB) zu organisieren.

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Großartiges Engagement

Die WvB-Fahrer sind dabei gerne behilflich und sie wurden von der Vereinsvorsitzenden Vera Herzog im Rahmen der Generalversammlung zu Recht als „das Herzstück des freiwilligen Bürgerfahrdienstes“ bezeichnet und mit Dank und Anerkennung bedacht. „Sie haben sich großartig engagiert, sind absolut zuverlässig und hilfsbereit und stellen sich uneigennützig in den Dienst der Gemeinschaft“, so die Vorsitzende in ihren Dankesworten an die 23 Fahrer, die aus neun Stadtteilen kommen.

Der im März 2014 gegründete ehrenamtliche Bürgerfahrdienst der Stadt Boxberg „Wir verbinden Boxberg“ (WvB) hat sich bewährt und ist mittlerweile zu einem festen Bestandteil im Alltagsgeschehen der Stadt und ihrer 13 Stadtteile geworden. Wie eine zurückliegende Befragung zeigte, sind 90 Prozent der Fahrgäste mit dem Fahrdienst „sehr zufrieden“ oder „zufrieden“.

Richtiger Weg in die Zukunft

Auch die Boxberger Bürgermeisterin, Heidrun Beck, unterstrich in ihrem Grußwort das nachahmenswerte bürgerschaftliche Engagement des Vereins und der ehrenamtlichen Fahrer. „Schon alleine der Name „Wir verbinden Boxberg“ (WvB), Boxberg, drücke die eigentliche Idee des sehr engagierten Vereins in beispielhafter Weise aus. Die Initiatoren des noch relativ jungen Vereins hätten schon frühzeitig erkannt, dass die E-Mobilität den richtigen Weg in die Zukunft zeige.

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Die Stadt Boxberg unterstütze daher auch die weiteren Bemühungen des Vereins, um die Senioren der Stadt, hilfsbedürftige Mitbewohner, verletzte Sportler und Kinder oder auch vorübergehend gehandicapte Mitbürger von „A“ nach „B“ zu bringen.

Neuwahlen

Unter der Leitung der Rathaus-Chefin wurde von der Generalversammlung auch die Entlastung des Vorstands erteilt und die anschließenden Neuwahlen durchgeführt. Einstimmig wählten die Mitglieder Vera Herzog zur Vorsitzenden, Bernd Finke wurde ihr Stellvertreter, Klaus Dörzbacher übernahm das Amt des Schriftführers und Sabine Hauck wurde als Kassenführerin bestätigt. Die wichtige Funktion des Fahrerkoordinators bleibt bei Hilmar Tippl, neuer Kfz-Technikwart wurde Herbert Sohns, Beisitzer sind Albrecht Dünkel und Benedikt Krams. Als Kassenprüfer wurden Julia Löffler und Thomas Henninger im Amt bestätigt. Die Ansprechpartner für die Anmeldung von Fahrten im Rathaus der Stadt Boxberg sind weiterhin Willi Mladek und Volker Metzger.

In ihrem Rückblick auf die vergangenen Monate seit der letzten Jahreshauptversammlung, erinnerte die Vorsitzende an die gelungene Feier zum fünfjährigen Vereinsbestehen im Juli 2019, „als die Welt noch in Ordnung war“. Ende Januar 2020 wurde das E-Mobil des Bürgerfahrdienstes unverschuldet in einen Unfall verwickelt. Trotz des Totalschadens gab es zum Glück keine Verletzten. Als Übergangslösung stand den Fahrern bis zur vorübergehenden Betriebseinstellung wegen Corona im März 2020 ein Ersatzfahrzeug zur Verfügung, das die Firma Weber sehr unkompliziert und unbürokratisch bereitstellte.

Neues Auto im Einsatz

Von April 2020 bis Februar 2021 fand kein Fahrdienst statt, nicht zuletzt auch um die Fahrgäste und Fahrer zu schützen. Das Nachfolgefahrzeug, ein Nissan e-NV 200, wurde am 12. September 2020 zunächst für 48 Monate auf Leasingbasis übernommen. Damit will man flexibel bleiben, um technische Weiterentwicklungen hinsichtlich Reichweite und e-Modellen von anderen Herstellern nutzen zu können. Seit März 2021 läuft der Fahrbetrieb wieder.

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Mit dem neuen Fahrzeug wurden bisher zirka 800 Fahrten durchgeführt und ebenso viele Fahrgäste transportiert. Seit Juli dürfen auch wieder zwei Fahrgäste mitgenommen werden. Die seit Wiederbeginn des Fahrdienstes zurückgelegte Strecke beträgt 12 274 Kilometer.

Der Verein hat derzeit 87 Mitglieder. Der Fahrerpool hat sich um drei weitere freiwillige Fahrer erweitert. Auch die Zahl der Sponsoren und privaten Geldspender, denen die Vorsitzende und auch die Kassenführerin ausdrücklich dankten, hat sich seit der letzten Hauptversammlung erhöht.

In ihren Sitzungen beschäftigten sich die Vorstandsmitglieder intensiv mit der Antriebstechnik des Neufahrzeuges. Man sehe sich nicht nur als Mobilitätsverein oder Erbringer einer durchaus öffentlichen Aufgabe, sondern auch als Vorreiter im Hinblick auf neue Technologien, so die Vorsitzende. Die an dieser Stelle genannten aktuellen Zulassungszahlen und auch der damit einhergehende Ausbau der Ladestationen im Land machten deutlich, dass die Elektromobilität langsam aus ihrem Schattendasein hervortritt.

Parkplatz fehlt

Nach dem Kassenbericht von Sabine Hauck, der von Kassenprüfer Thomas Henninger eine einwandfreie Buchführung attestiert wurde, konnten Wünsche aus den Reihen der Mitglieder vorgetragen werden. Dabei ging es hauptsächlich um das Fehlen eines Parkplatzes für das E-Mobil unter der Woche in der Kurpfalzstraße in Boxberg. Immer wieder könnten die Fahrer nur bedingt anhalten, um vor allem gehbehinderten Fahrgästen das Aussteigen in diesem Bereich zu ermöglichen.

Vereinsführung und Stadtverwaltung wollen sich gemeinsam um eine zufriedenstellende Lösung bemühen.

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