Gemeinderat - Breitband- und Mobilfunkausbau im Stadtgebiet waren Thema / Infoveranstaltungen für die Bevölkerung?

„Viele neue Sendemasten für 5G im Bereich Bad Mergentheim nötig“

Von 
Sascha Bickel
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Das Beispielbild zeigt eine neue 5G-Antenne von O2 (Telefonica) in Köln. Im Hintergrund ist der Kölner Dom zu sehen. © dpa

Bad Mergentheim. Breitband, Mobilfunk und WLAN-Netze sollen im Stadtgebiet weiter ausgebaut werden. Dazu gab die Stadtverwaltung einen Sachstandsbericht ab und im Gemeinderat folgte eine kleine Debatte ohne Beschlüsse.

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Dem Bericht des städtischen Wirtschaftsförderes Marcel Stephan ist zu entnehmen, dass der Ausbau der Mobilfunkinfrastruktur weiter Fahrt aufnimmt. „Für die Bereiche Dainbach (Verlagerung aus Kernort in Außenbereich) und Neunkirchen (Nutzung bestehender Mast) wurden bereits Standorte gefunden. Für die Bereiche Rengershausen, Stuppach und Wachbach liegen konkrete Ausbauanfragen von Mobilfunkunternehmen vor. Hier sind bereits konkrete Grundstücke in der Prüfung, die dabei eng mit den Ortschaftsverwaltungen und den Ortschafträten gesucht und abgestimmt werden“, so Stephan in seiner Ratsvorlage. Ziel sei es jeweils ein städtisches Grundstück zur Verfügung zu stellen, um die Standortwahl zu steuern und die Pachteinnahmen bei der Stadt zu belassen. Als weiterer Ausbauschritt starte in Kürze der flächendeckende 5G-Ausbau im Landkreis.

Zum Breitbandausbau und zur Gesamtversorgung der Stadt Bad Mergentheim teilt Stephan mit: „Ziel der Kommunen und des Landkreises war es, für mindestens 98 Prozent aller privaten und gewerblichen Internet-Anschlüsse im Main-Tauber-Kreis eine Breitbandversorgung mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde zur Verfügung zu stellen. In Bad Mergentheim wurde dies bis zum Jahresanfang 2020 über den landkreisweiten FTTC-Ausbau vollständig erreicht.

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Der Großteil der privaten Anschlüsse verfügt über Bandbreiten bis zu 100 Mbit/s, teilweise sind bereits Bandbreiten bis 250 Mbit/s möglich.

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Des Weiteren ist in Bad Mergentheim eine hohe Abdeckung von Kabelanschlüssen zu verzeichnen (87 Prozent der Haushalte). Dies führt in Kombination mit dem FTTC-Ausbau dazu, dass die Stadt Bad Mergentheim zu den Kommunen mit der höchsten Breitbandabdeckung in der Region zählt.“

CDU-Fraktionschef Andreas Lehr eröffnete dann die kurze Diskussion und sprach von Mega-Themen. Es gehe darum, weiße Flecken zu beseitigen, aber auch um eine frühzeitige Beteiligung der Bürger in Sachen Standorte für Sendemasten und Strahlungsgefahren. Die Stadt sollte helfen, geeignete Plätze für die Masten zu finden und für Zufriedenheit in der Bevölkerung zu sorgen, so Lehr.

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Wirtschaftsförderer Marcel Stephan betonte die enge Abstimmung mit den Ortschaftsräten und meinte, dass öffentliche Infoveranstaltungen zusätzlich denkbar seien. CDU-Stadtrat Hubert Rothenfels warb dafür, die Seitentäler bei der Versorgung nicht zu vergessen. Und sein Fraktionskollege Hariolf Scherer warf schließlich noch ein: „Wir brauchen für das 5G-Netz viele neue Masten - auch innerorts von größeren Siedlungen.“

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Redaktion Hauptsächlich zuständig für die Große Kreisstadt Bad Mergentheim