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Gesundheitswesen

Notfallschulung für die ganze Region

Das Caritas-Krankenhaus ist zentraler Anbieter für die Fort- und Weiterbildung von Notfallpersonal

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Das Caritas-Krankenhaus ist jetzt zertifiziert als „ACLS Trainings-Site“: An einer speziellen Trainingspuppe können Ärzte, Notfallsanitäter und Pflegekräfte gemeinsam Notfalleinsätze praxisnah simulieren, damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt. © Jansen/ckbm

Das Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim ist gemeinsam mit dem angegliederten Bildungszentrum inzwischen zentraler Anbieter für Fort- und Weiterbildungen im Bereich der Notfallversorgung von Patienten.

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Bad Mergentheim. Jüngste Ausweitung des Angebots sind sogenannte „ACLS-Kurse“, in denen Notfallsanitäterinnen und -sanitäter, Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte in einem zweitägigen Kurs auf Notfalleinsätze vorbereitet werden. Dafür wurde das Caritas-Krankenhaus kürzlich als „ACLS Training-Site“ zertifiziert, die einzige in der gesamten Region.

Mitarbeitende aus Kliniken im Einzugsgebiet von mehr als 100 Kilometern werden hier geschult, darunter auch Mitarbeitende der Universitätsklinik Würzburg.

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In der interdisziplinären Notaufnahme des Caritas-Krankenhauses werden rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr alle lebensbedrohlichen Notfälle mit modernster Medizintechnik von qualifizierten Ärzten und Pflegenden versorgt.

27 000 Patienten

Rund 27 000 Patienten waren es im vergangenen Jahr. Die hohe Kompetenz bei der Behandlung von Notfallpatienten gibt das Caritas-Krankenhaus gemeinsam mit dem Caritas-Bildungszentrum inzwischen auch in mehreren zertifizierten Weiterbildungen an Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte sowie Rettungssanitäter und alle Mitarbeitenden in der Notfallversorgung weiter, die dafür aus ganz Süddeutschland ins Caritas-Krankenhaus nach Bad Mergentheim kommen. Jüngste Ausweitung des Angebots sind sogenannte „ACLS-Kurse“, in denen Notfallsanitäterinnen- und -sanitäter, Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte in einem zweitägigen Kurs auf Notfalleinsätze vorbereitet werden. „ACLS steht für Advanced Cardiac Life Support und ist ein intensives Training, um Notfalleinsätze praxisnah durchzuspielen“, erläutert Jürgen Weigand, Chefarzt der ZNA im Caritas-Krankenhaus und einer von fünf zertifizierten Kursleitern. „Denn im Ernstfall muss jeder Handgriff sitzen und das gesamte Notfallteam gut eingespielt sein.“

In Kleingruppen werden intensiv Teamarbeit, Kommunikation und wichtige Versorgungsstrategien bei Notfällen des Herz-Kreislaufsystems mit Schwerpunkt auf der Wiederbelebung sowie bei Schlaganfällen trainiert. Dafür wurde eigens eine spezielle Trainingspuppe angeschafft, mit der sämtliche Notfallszenarien realitätsgetreu simuliert werden können. Die sehr guten Unterrichtsmöglichkeiten und Kompetenzen der Trainer wurden kürzlich nach einem Audit auch offiziell bestätigt: Das Caritas-Krankenhaus ist jetzt zertifiziert als „ACLS Training-Site“ mit insgesamt fünf zertifizierten „Instruktoren“. Speziell an Pflegekräfte richtet sich die zweijährige berufsbegleitende „Fachweiterbildung Notfallpflege“ für Krankenschwestern und Krankenpfleger, die in Notaufnahmen von Krankenhäusern arbeiten. Nach den neuen Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses sind Zentrale Notaufnahmen inzwischen verpflichtet, entsprechend qualifiziertes Fachpersonal vorzuhalten.

„Wichtige Aufgabe“

„Das Caritas-Bildungszentrum übernimmt mit dieser Fachweiterbildung eine wichtige Qualifizierungsaufgabe für die Notaufnahmen in der näheren und weiteren Umgebung“, betont der Leiter des Bildungszentrums am Caritas-Krankenhaus Norbert Stolzenberger. „Die Teilnehmer erlangen nicht nur medizinisch-pflegerische Kenntnisse und Fertigkeiten. Dazu gehören auch persönliche und soziale Kompetenzen, um auf die Bedürfnisse der Patienten und deren Angehörigen in akuten medizinischen Notfällen umfassend eingehen und diese begleiten zu können.“ Bereits seit 2008 ist das Caritas-Krankenhaus eines von nur sechs Schulungs- und Referenzzentren in Deutschland für die Ersteinschätzung nach dem Manchester Triage System (MTS). Dabei entscheiden qualifizierte Pflegekräfte anhand von festgelegten Kriterien darüber, welche Patienten in der Notaufnahme am dringlichsten behandelt werden müssen.

„Entscheidend für die Reihenfolge der Behandlung, ist nicht der Zeitpunkt, wann ein Patient in die Notaufnahme kommt“, erläutert ZNA-Chefarzt Jürgen Weigand. „Wir versorgen die Patienten nach der Schwere der Erkrankung und nach der Dringlichkeit, mit der die Patienten behandelt werden müssen.“ Auch die Umsetzung eines solchen Triage-Systems ist seit kurzem für die Notaufnahmen in Deutschland vorgeschrieben.

Im Caritas-Bildungszentrum werden pro Jahr mehr als 500 Pflegekräfte aus ganz Süddeutschland in den zertifizierten Kursen geschult. Schon seit mehr als 30 Jahren werden im Caritas-Krankenhaus außerdem Pflegende in der speziellen Fachweiterbildung „Anästhesie und Intensivpflege“ auf die Versorgung von schwerkranken Patienten auf der Intensivstation vorbereitet. „Komplexe Überwachungstechnik, Beatmungsgeräte, Dialysemaschinen, besorgte Angehörige: die Arbeit auf einer Intensivstation verlangt von Ärzten und Pflegenden ein hohes Maß an Fachwissen, volle Konzentration und intensive Zuwendung zu einem kranken Menschen in einer Ausnahmesituation“, beschreibt Raphael Gerlach, Leiter der Intensivstation Z2 im Caritas-Krankenhaus die Herausforderungen. „Wie wichtig diese hochqualifizierten Pflegekräfte sind, wurde nicht zuletzt während der Corona-Pandemie deutlich.“

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