Neujahrsempfang der Stadt

In Bad Mergentheim „Landesgartenschau-Turbo gezündet“

Oberbürgermeister Udo Glatthaar begrüßte Bürger und Gäste. „Kurstadt mit großen Chancen und ehrgeizigen Plänen“

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Peter D. Wagner
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Den stimmungsvollen Auftakt des Empfangs übernahmen die Historische Deutschorden-Compagnie, das Schützencorps und historische „Bürgerfrauen“. © Wagner

Bad Mergentheim. „Die Corona-Pandemie hat unserer Gesellschaft als Ganzes einiges abverlangt“, blickte OB Glatthaar beim Neujahrsempfang zurück und dankte allen, die in dieser schwierigen Zeit besondere Belastungen gestemmt haben.

Nach mehrjähriger Corona-Pause fand der traditionelle Neujahrsempfang der Stadt Bad Mergentheim wieder statt. Oberbürgermeister Udo Glatthaar hieß am Sonntagnachmittag im Kursaal viele Bürger, mehrere Amtskollegen, zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Bildung willkommen. Für den stimmungsvollen Auftakt sorgten die Historische Deutschorden-Compagnie, das Schützencorps und historische „Bürgerfrauen“.

Seit Anfang 2020 habe sich viel in der Kurstadt getan, betonte OB Glatthaar: Die Einwohnerzahl sei von 24 000 auf deutlich über 24 500 gestiegen. „Unser Wachstum ist ungebremst. Dies zeigt gerade im ländlichen Raum die Attraktivität, Vitalität und Lebensqualität einer Stadt“, stellte Glatthaar fest. Zugleich habe sich innerhalb der drei Jahre das Haushaltsvolumen von knapp 67 Millionen auf 80 Millionen Euro erhöht. 2023 seien Rekord-Investitionen von allein 17,5 Millionen Euro geplant. Größtes Projekt ist die neue Grundschule im Auenland.

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Weiter führte Glatthaar aus: „Dank Landesgartenschau-Turbo gab es 1,5 Millionen Landesmittel für die Neugestaltung des Gänsmarkts, gerade merken wir den Rückenwind bei der Hochwasserschutz-Planung. Das neue Sanierungsgebiet Altstadt-Stadtgarten kommt ebenfalls passgenau und wird helfen, unser Stadtbild noch schöner zu machen. Und mit der finalen Erarbeitung und Verabschiedung des ‚Rahmenplans’ stellen wir 2023 wichtige Landesgartenschau-Weichen“, so der OB.

Mit großem Bedauern habe man die Absage eines Jugend- und Familiengästehauses („Jufa“), das aus dem ehemaligen Alten- und Pflegeheim entwickelt werden sollte, hinnehmen müssen. „Nun wollen wir für dieses Areal eine studentische Nutzung ausloten“, kündigte Glatthaar an. Einen enormen Schub für die Tourismus- und Gesundheitsstadt Bad Mergentheim prognostizierte er hinsichtlich des geplanten Projektes „Medi-Spa“ mit einem Investitionsvolumen in Höhe von 40 Millionen Euro. „Parallel stemmen wir im starken Dreier-Verbund zwischen Land, Landkreis und Stadt die Wandelhallen-Sanierung, die hoffentlich bis zum großen Doppeljubiläum 2026 – 100 Jahre Bad, 200 Jahre Quellen-Entdeckung – abgeschlossen sein wird.“

Glatthaar: „Bad Mergentheim an der Schwelle zum Jahr 2023 ist eine lebendige und prosperierende Stadt, nicht frei von Herausforderungen, aber mit großen Chancen und ehrgeizigen Plänen“, resümierte der Rathauschef.

Zu Zuversicht und Optimismus rief der Landtagsvizepräsident, Wahlkreisabgeordnete und Kurverwaltungsratsvorsitzende Professor Dr. Wolfgang Reinhart in seinem Grußwort auf. Die regionalen mittelständischen Unternehmen titulierte er als „Joker im Standortpoker“ und als enorm wichtige Wirtschaftsfaktoren. „Das Ehrenamt ist unbezahlt, aber unbezahlbar. Wir haben im neuen Doppelhaushalt des Landes mehr Geld unter anderem für Feuerwehren, Musikschulen, Blasmusik, Chöre, Kultur- und Brauchtumspflege, Dorfgasthäuser, Schwimmkurse sowie das Freiwillige Soziale Jahr etatisiert“, berichtete Reinhart.

„Das vergangene Jahr hat viele neue Aufgaben und Herausforderungen mit sich gebracht, die wir jedoch gemeinsam gemeistert haben. Daher blicke ich ebenfalls mit Zuversicht in das Jahr 2023“, meinte Landrat Christoph Schauder. Als Beispiele für Vorhaben im Main-Tauber-Kreis nannte er den weiteren Ausbau der Glasfaserinfrastruktur und der Anlagen zur Gewinnung regenerativer Energien.

Zum Abschluss sprachen Pfarrerin Regina Korn und Pfarrer Thomas Frey ökumenische Segensworte. Musikalisch gestaltet wurde der Neujahrsempfang von Nachwuchstalenten der städtischen Jugendmusikschule. Mitwirkende waren Selina Kurtisi, Jan Mayer, Eike Mayer, Elisa Waitz, Franziska Herzog (alle Klarinette), Erik Manowski (Fagott), Kairon Scott-Backes, Fine Weiß, (beide Trompete), Dariia Onyshchuk (Gesang), Alina Brand (Harfe), Nikol Glukhova (Querflöte), Veronika Dorda-Kirschner und Marie Wolpert (beide Klavier).

Danach gab es Gelegenheit für Begegnung und Austausch. Die einhergehende Bewirtung erfolgte durch die Landfrauen Stuppach und Mitarbeiter des Rathaus-Teams.