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20 Jahre DHBW-Campus in Bad Mergentheim

„Bundesweit einmaliges Konzept“

DAK Gesundheit größter Partner im Studiengang BWL-Gesundheitsmanagement. Kurstadt konnte klar punkten.

Von 
Thomas Weller
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DAK-Ausbildungsleiter Thomas Fröhmer ist auch Dozent am DHBW-Campus Bad Mergentheim. © Philipp Reinhard

Der Campus Bad Mergentheim der Dualen Hochschule Baden-Württemberg bildet Profis im Gesundheitsmanagement aus, die bundesweit gebraucht werden.

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Bad Mergentheim. Krankenversicherungen sind ein essenzieller Bestandteil der Gesundheitswirtschaft, da sie einen Großteil der Ausgaben des deutschen Gesundheitssystems finanzieren. Sie brauchen Profis im Gesundheitsmanagement, die branchenspezifische Fachkenntnisse und betriebswirtschaftliche wie auch soziale Kompetenz besitzen. Seit 2014 schickt die „DAK Gesundheit“ pro Jahr acht bis zwölf „Dualis“ an den Campus Bad Mergentheim der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW). Damit ist die Kasse der größte Partner im Studiengang BWL-Gesundheitsmanagement. Ihre Ausbildungsplätze in Verbindung mit dem dualen Studium in der Kurstadt bietet sie bundesweit an DAK-Standorten von München bis Hamburg an.

Alumni des Mergentheimer Campus bei der DAK Gesundheit: Imogen Blicker und Nina Göllner. © Weller

DAK-Ausbildungsleiter Thomas Fröhmer war beauftragt mit der Einführung des Studienangebots: „Wir haben damals lange überlegt, welche Uni wir einbinden könnten und haben viele Hochschulen angeschaut. Doch keine hatte das Konzept, das uns behagte. Ein Vollzeitstudium kam nicht in Frage, denn wir wollten die Studierenden bei uns in der Firma haben.“

Bad Mergentheim konnte hier klar punkten. Das Konzept der DHBW erachtete Fröhmer als „ideal und bundesweit einmalig“. Der wechselnde Zwölf-Wochen-Rhythmus zwischen Studium und praktischer Ausbildung – im Fall der DAK zum Sozialversicherungsfachangestellten (kurz SoFA) – verbinde alle Vorteile einer Vollzeit-Uni und einer dualen Ausbildung. Durch die Kombination des dualen Studiums mit der SoFA-Ausbildung haben die jungen Menschen nach vier Jahren gleich zwei Abschlüsse – „das ist einmalig“, so Fröhmer.

„Von dem DHBW-Konzept sind wir auch heute noch überzeugt und wir sind damit vollauf zufrieden“, betont Fröhmer. Charme haben für ihn etwa die kleinen Klassengrößen. „Hier sind maximal 30 Studierende mit einem Dozenten zusammen, was eine viel intensivere Lehre und besten Austausch bedeutet. Wir bemerken das an dem Wissen, das die Studierenden aus Bad Mergentheim mitbringen. Bei uns haben sie die Möglichkeit, theoretische Grundlagen des Studiums direkt im Praxisteil bei der DAK Gesundheit anzuwenden.“

Sehr gut findet Fröhmer, dass im Rahmen von Integrationsseminaren die Partnerbetriebe auch Themenvorschläge aus der eigenen Praxis einbringen können. Und nicht nur das: „Als dualer Partner kann ich im Beirat des Hochschul-Campus bei der Entwicklung mitwirken.“

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Das Koppel-Angebot Duales Studium und SoFA-Ausbildung beginnt im ersten Jahr mit der betrieblichen Ausbildung an den verschiedenen DAK-Standorten im Bundesgebiet. Im zweiten und dritten Jahr wird parallel in Bad Mergentheim und in der jeweiligen Geschäftsstelle gelernt. Das vierte Jahr ist dann wieder dem Studium im Taubertal gewidmet. „Gut am DAK-Konzept ist, dass die Azubis vor dem Studium bereits in die Firma eingegliedert sind und den Betrieb kennen“, unterstreicht der Ausbildungsleiter. „Viele andere Duale Studierende lernen ihre Arbeitsstelle erst nach dem ersten Semester kennen“. Als kleiner Standort punktet Bad Mergentheim mit der persönlichen Betreuung der Studierenden durch Professoren und Dozenten. Auch Thomas Fröhmer selbst reist öfter einmal nach Bad Mergentheim – nicht nur als Dozent. Er hält regelmäßig Kontakt zu „seinen Dualis“, kümmert sich auch um ihre Sorgen und Nöte. Was ihm die Entscheidung für Bad Mergentheim zudem erleichterte? Thomas Fröhmer: „Der DHBW-Campus in einer kleinen Stadt hat den Vorteil, dass die Studierenden nicht zu viel abgelenkt werden, sich konzentrierter ihrem Studium widmen, aber auch nah beieinander wohnen und ihre Freizeit zusammen verbringen können. Klar findet hier nicht das pralle Leben wie an einer Großstadt-Uni statt, aber die meisten finden die Atmosphäre toll und genießen das ,Landleben’ sehr.“

Zur Qualität des Studiums hat Fröhmer ein knappes Urteil: „Supertolles Konzept!“ Zur allgemeinbildenden BWL komme hier, dass die Praxispartner fest ins Studium mit eingebunden sind. Es gibt sogar DAK-Alumni, die inzwischen selbst im Gesundheitsmanagement des Bad Mergentheimer Campus dozieren. Vermittelt werde neben den wirtschaftlichen Bedürfnissen des Leistungsträgers wie etwa der Krankenkasse im Studium auch die Sicht der Leistungserbringer, etwa eines Krankenhauses. „Das bildet Verständnis für beide Seiten und macht es leichter, im Beruf zu argumentieren und zu vermitteln.“ Fröhmers Kontakt zum Mergentheimer Studiengangsleiter Prof. Dr. Boris Hubert ist sehr gut und eng. „Er bemüht sich sehr um die Partnerbetriebe und bindet uns gut ein.“ Wie gut sich der Campus im Taubertal für die DAK-Gesundheit als Studienort bewährt hat, zeigt sich nicht zuletzt dadurch, dass die Kasse künftig auch zwei Duale Studierende zum BWL-Studiengang Digital Business Management in Bad Mergentheim entsenden wird.

Familiäre Atmosphäre

Nina Göllner und Imogen Blicker sind zwei Alumni des Mergentheimer DHBW-Campus’, die im Rahmen einer Ausbildung bei der DAK-Gesundheit ein duales Studium in der Kurstadt absolvierten. Die gebürtige Gelsenkirchenerin Nina Göllner wechselte 2017 durch ihre Ausbildung bei der DAK zur Dualen Hochschule in Bad Mergentheim.

„Das war anfangs etwas ungewohnt“, blickt sie zurück. Es sei eben nicht das typische Studentenleben gewesen, das sie zuvor in Bochum kennengelernt hatte. „Aber die Vorteile zeigen sich im Nachhinein: Wir profitierten von der engen Zusammenarbeit innerhalb des Studiengangs und erfuhren bei Problemen große Unterstützung durch die Fakultät der Hochschule. Es war einfach eine familiäre Atmosphäre. Der Aufenthalt in Bad Mergentheim half mir zudem sehr beim Aufbau eines eigenständigen Lebens.“ Mit der Qualität ihres Studiums ist sie sehr zufrieden: „Der Abschluss mit 210 Credit Points ermöglicht es mir ohne Probleme, ein Masterstudium anzuhängen.“ Imogen Blicker aus Bad Driburg nahm direkt nach dem Abitur das Duale Studium bei der DAK-Gesundheit auf und absolviert seit 2022 ein berufsbegleitendes Masterstudium. Das duale Studium in Verbindung mit der Ausbildung bei der DAK habe den Vorteil, dass die Studieninhalte fachlich optimal eingebunden werden können. Die Studierenden profitierten von einer hohen Praxisnähe und den Erfahrungen der Dozierenden. Der Blockunterricht ermögliche volle Konzentration auf die Inhalte. Und nicht zuletzt sei die Fachrichtung BWL allgemein anwendbar: „Das ist eine gute Kombination.“

„Am meisten Spaß hat der Austausch mit den Kommilitoninnen und Kommilitonen, mit den Professorinnen und Professoren gemacht. Auch semesterübergreifend fanden einige Aktivitäten statt, so dass sich ein gutes Netzwerk entwickelt hat.“

Sehr positiv beurteilt sie die Qualität des Bad Mergentheimer Studiums BWL-Gesundheitsmanagement: „Durch die Praxisnähe können viele Inhalte des Studiums im Unternehmen angewandt werden. Auf dem Arbeitsmarkt wird die Ausbildungsart anerkannt und ist begehrt. Es bieten sich vielfältige Jobmöglichkeiten und Chancen in ganz unterschiedlichen Fachrichtungen und Unternehmen.“

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