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Ausdauersport

Ein Weltrekordversuch im Taubertal

Die achte Auflage des Ultralaufes Taubertal findet am kommenden Samstag zwischen Rothenburg und Gemünden statt. 180 Läufer sind gemeldet

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Die achte Auflage des Ultralaufes Taubertal 100 findet am Samstag, 1. Oktober, statt. Der Start ist wie bisher in in Rothenburg ob der Tauber. Es sind derzeit 180 Läufer angemeldet.

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Gemeinsamer Start für alle Läufer ist um 6 Uhr auf der Eiswiese in Rothenburg. Davon bewältigen 29 Läufer die 50 Kilometer nach Bad Mergentheim, 18 Läufer die 70 Kilometer nach Tauberbischofsheim, 98 Läufer die 100 Kilometer nach Wertheim und 33 Ultraläufer die 100-Meilen-Distanz (161 Kilometer) nach Gemünden.

Hans-Dieter Jancker ist im Taubertal auf Weltrekord-Kurs. © Veranstalter

Das sind etwa fünf Prozent weniger Teilnehmer als im vorigen Jahr Jahr, als 192 Läufer den „Taubertal 100“ finishten. Die Corona-Folgen führten allgemein zu einem sehr starken Teilnehmer-Rückgang bei Laufveranstaltungen von 30 bis 50 Prozent. Daher ist die aktuelle Teilnehmerzahl sehr erfreulich. Den Teilnehmerrekord von 251 Ultraläufen erhielt der „Taubertal 100“ 2019, also vor der Corona-Pandemie.

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Von den 180 Teilnehmern laufen 29 Läufer zum ersten Mal einen Ultramarathon. Die 100-Kilometer-Distanz versuchen dabei 55 Athleten zum ersten Mal zu finishen bei der 100-Meilenstrecke sind es 17 Teilnehmer mit ihrem Debüt über diese Streckenlänge. Von den 180 Teilnehmern laufen 80 Athleten den „Taubertal 100“ wiederholt und 100 Teilnehmer zum ersten Mal. Ein erfreuliches Ergebnis, dass 44% Stammläufer und 56% neue Läufer unter den Teilnehmern sind, besonders in dieser schwierigen Zeit.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung steht der sensationelle Weltrekordversuch über 100 Meilen von Hans-Dieter Jancker aus Nossen, in der Altersklasse Männer 70 Jahre. Der bestehende Rekord über 100 Meilen in der Altersklasse 70 Männer, wurde vor 25 Jahren von dem Engländer Max Jones im Jahre 1997 aufgestellt, in einer Zeit von 18:16:49 Stunden.

Hans-Dieter Jancker wurde in Bernau vor drei Wochen Weltmeister im 100-Kilometer-Lauf in der AK 70, in einer Zeit von 9:07 Stunden. Man muss es sich vorstellen: ein 70-Jähriger läuft einhundert Kilometer in neun Stunden und sieben Minuten. Hans-Dieter hat hervorragende Chance, den seit 25 Jahren bestehenden Weltrekord über 100 Meilen in der AK 70 zu verbessern. Seine Regeneration von dem 100-Kilometer-Lauf in Bernau ist hervorragend, und er macht schon Intervall-Fahrtspiele nach seinem Trainingsplan 100 Meilen. Sicher wird er auch den 34 Jahre alten deutschen Rekord über 100 Meilen in der AK 70 verbessern, der bei 20:31:14 Stunden liegt, aufgestellt von Konrad Völkening im Jahre 1988. Die theoretische Zielzeit von Hans-Dieter über 100 Meilen liegt bei 17 Stunden. Aber bei einem Ultralauf kann so viel passieren.

Vortrag im Vorfeld

In der Altersklasse 70 Jahre haben wir drei weitere Vorzeigebilder am Start. Dr. Wolf-Rüdige aus Kitzingen nimmt mit 78 Jahren zum zweiten Mal beim Taubertal 100 teil, und zwar über die 50-Kilometer-Distanz. Seite Laufzeit im vorigen Jahr über 50 Kilometer war 5:40 Stunden. Dr. Ha-We Rehers aus Osnabrück nimmt mit 75 Jahren zum fünften Mal beim „Taubertal 100“ teil, dieses Jahr über die 50 Kilometer. Helmut Steinke aus Göttingen ist 70 Jahre jung und nimmt zum dritten Mal beim „Taubertal 100“ teil, diesmal über die 70-Kilometer-Strecke, nachdem er die 100 Kilometer 2019 in 12:14 Stunden absolviert hat.

Die beste deutsche Ultraläuferin und Weltrekordlerin sowie 4-fache Teilnehmerin Nele Alder-Baerens, die alle Streckenrekorde der Damen beim „Taubertal 100“ hält, wird bei der Kartoffelparty am Vorabend im Hotel „Rappen“ einen Vortrag halten „Ultralaufen ist mein Leben“. Da Nele am 17 und 18. September an der Europameisterschaft im 24-Stunden-Lauf in Verona teilnahn, wird sie beim Taubertal 100 „nur“ die 50-Kilometer-Strecke laufen.

Die Wettervorhersage für das Taubertal am 1.10.22 ist sehr gut für einen schnellen und schönen Lauf mit 16 Grad, teils heiter-bewölkt.

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