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Gegen das Vergessen

Würzburg: 32 neue Gepäckstücke an Gedenkort

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Der Schweinfurter Landrat Florian Töppner sprach für die Landräte Unterfrankens. Zehranur Manzak vom Bündnis für Zivilcourage und Demokratie Würzburg, Dr.Josef Schuster, Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland, und Würzburgs OB Christian Schuchardt (rechts) hörten ihm zu. © Michael Stolz

Würzburg. Die „zweite Eröffnung“ des Würzburger „DenkOrtes Deportation“ fand kürzlich mit neuen Akzenten vor dem Hauptbahnhof statt. Der „DenkOrt für die Deportierten und Ermordeten der Deportationen von 1941 bis 1945“ wurde vor über einem Jahr errichtet.

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Dabei wurden 32 neue Gepäckstücke zu den 47 bereits dort befindlichen hinzugefügt. Bis die Zahl von 109 erreicht ist, wird es weitere Eröffnungen geben. Denn die Gemeinden Unterfrankens sind gefragt, für ihre frühere jüdische Gemeinde einen Koffer, Rucksack oder eine Deckenrolle beizutragen. Einen neuen Akzent setzte diesmal der Kinderwagen, der aus Theilheim angeliefert wurde. Es war angeregt worden durch ein Foto der dritten Deportation, das eine Theilheimerin mit Kinderwagen zeigt. Darin lag die eineinviertel Jahre alte Hanna Klein, die damals auch in den Tod geschickt wurde.

Neben den Reden des Würzburger Oberbürgermeisters Christian Schuchardt und des Zentralratsvorsitzenden der Juden Dr. Josef Schuster kam diesmal für die Landräte Unterfrankens Florian Töppner, der Schweinfurter Landrat, zu Wort. Dieses unterfrankenweite Mahnmal wollten auch die Landkreise unterstützen, um so ihrer Verantwortung gerecht zu werden.

Zehranur Manzak sprach für das Würzburger Bündnis für Zivilcourage und Demokratie, das den Jugendlichen bewusst machen wolle, dass mutiges Verhalten in der Gegenwart zugunsten von an den Rand Gedrängten heute verlangt sei.

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Takayo Miura, eine Drechslerin aus Bad Kissingen, hob den Beitrag ihrer Drechslerklasse hervor. Mehrere Gepäckrollen des DenkOrtes stammen aus den Werken ihrer Klassenkameraden.

Um den regionalen Bezug auch musikalisch aufzuzeigen, waren es Posaunisten aus der Berufsfachschule für Musik, die die Veranstaltung mit 200 Teilnehmern umrahmten.

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