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Förderprogramm

Main-Tauber-Kreis ist erneut bei Leader-Bewerbung dabei

Entscheidung fällt im Oktober. Programm ist Geldquelle für den ländlichen Raum

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hvb
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Der Streuobstwiesenlehrpfad zwischen Dittigheim und Tauberbischofsheim wurde durch das Leader-Regionalbudget ermöglicht. © von Brandenstein

Main-Tauber-Kreis. Allenthalben positiv nahmen die Kreistagsfraktionen bei ihrer jüngsten Sitzung im Bad Mergentheimer Kursaal die erneute Bewerbung der Regionen Hohenlohe-Tauber und Badisch-Franken für das EU-Förderprogramm Leader für den Zeitraum von 2023 bis 2027 auf. Dezernentin Ursula Mühleck stellte es als das wichtigste Förderinstrument der Europäischen Union und des Landes Baden-Württemberg für Projekte in ländlichen Regionen vor.

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Ziel sei es, Projekte mit den Schwerpunkten Dorferneuerung und -entwicklung, Dienstleistungen zur Grundversorgung, wie einen Supermarkt oder den Tourismus zu fördern. Weitere Projekte können die Gründung und Entwicklung von Unternehmen, ein Mehrgenartionenspielplatz als gemeinwohlorientiertes Projekt oder die Umsetzung von Ideen im Naturschutz oder in der Landschaftspflege sein.

Die Gebietskulisse Hohenlohe-Tauber umfasst 28 Kommunen aus den Landkreisen Hohenlohe, Schwäbisch Hall und Main-Tauber. Aus dem Main-Tauber-Kreis sind Assamstadt, Bad Mergentheim mit Ausnahme der Kernstadt, Boxberg, Igersheim, Niederstetten und Weikersheim mit dabei. Die Kulisse Badisch-Franken setzt sich aus 22 Kommunen aus dem Main-Tauber- und dem Neckar-Odenwald-Kreis zusammen. Ahorn, Freudenberg, Großrinderfeld, Grünsfeld, Königheim, Külsheim, Lauda-Königshofen, Tauberbischofsheim, die Wertheimer Ortschaften, Werbach und Wittighausen sind inkludiert. Der Main-Tauber-Kreis hofft, dass die Bewerbungen zugelassen werden.

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Laut Ursula Mühleck wird im Oktober bekannt gegeben, wer zum Zuge kommt. Mit bis zu 60 Prozent aus EU-Fördermitteln, maximal 102 000 Euro, werden Projekte gefördert. Die Kofinanzierung ergibt sich auf der Grundlage der Einwohnerzahl. In der Region Hohenlohe-Tauber entfallen knapp 26,5 Prozent auf den Main-Tauber-Kreis, in Badisch-Franken sind es 48,2 Prozent. Diese Kosten werden hälftig auf den Landkreis und die jeweiligen Gemeinden umgelegt.

Daneben gibt es noch das Regionalbudget als niedrigschwelliges Förderprogramm mit einem Fördersatz von 80 Prozent der Nettokosten und einem jährlichen Volumen von 200 000 Euro. „Wir hoffen, dass dieses Programm gut von den Vereinen angenommen wird“, so Mühleck. In der vergangenen Periode seien 321 000 Euro in den Landkreis geflossen.

Landrat Christoph Schauder hofft auf gute Initiativen, wenn die Kulissen wieder aufgenommen werden. Auch wenn das Antragsverfahren etwas kompliziert sei, lohne sich die Teilnahme. „Leader bringt Geld in den ländlichen Raum“, meinte Ute Schindler-Neidlein (SPD), auch wenn es ein bürokratisches Monster sei. Klaus Kornberger (Freie Wähler) zeigte sich sicher, dass die Geschäftsstellen bei der Antragstellung helfen. Er begrüßte die erneute Bewerbung und bezeichnete das Programm als „Wettbewerb um die besten Ideen“. hvb

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