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Kreisfeuerwehrverband

Alfred Wirsching zum Ehrenmitglied ernannt

Ehemaliger und langjähriger Kreisbrandmeister für seine Verdienste ausgezeichnet. Positive Bilanz gezogen

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Aufgrund seiner Verdienste um das Feuerwehrwesen wurde der ehemalige KBM Alfred Wirsching (Dritter von rechts) zum Ehrenmitglied der Kreisfeuerwehrverbandes ernannt. Mit dem Geehrten freuen sich Karl- Heinz Vath, Sebastian Quenzer, Jochen Herrschlein, Andreas Geyer und Heiko Wolpert (von links). © Bernd Hellstern

Main-Tauber-Kreis. Die Verbandsversammlung des Kreisfeuerwehrverband Main-Tauber fand im Gemeindezentrum in Assamstadt statt.

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Nach der Begrüßung durch den Verbandsvorsitzenden Sebastian Quenzer erfolgte die musikalische Eröffnung des Verbandstags durch den Kreisspielmannszug unter Leitung von Michael Kronhofmann.

Neuwahlen

Die Wahlen des gesamten Vorstands waren im Nu abgehandelt. Die hervorragende Arbeit von Sebastian Quenzer wurde mit überwältigender Mehrheit honoriert. Auch seine bisherige Führungsmannschaft wurde im Amt bestätigt, womit der Verbandsvorsitzende mit einem eingespielten Team die Arbeit fortsetzen kann.

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Bürgermeister Döffinger würdigte die unentbehrliche Arbeit der Feuerwehren und den selbstlosen Einsatz der Wehrleute im Bestreben, Mitbürger vor Gefahren zu schützen, Brände zu löschen und Unfallopfer zu bergen. Und dies in einer Zeit, in der die Anforderungen an die Wehren weiter gestiegen seien. Es sei erfreulich, dass die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und Institutionen, wie der Polizei, dem Rettungswesen und Katastrophenschutz hervorragend funktioniere. Die Kommunen würden auch künftig alles tun, um die wertvolle Arbeit der Feuerwehren nach Kräften zu unterstützen.

Diese gute Zusammenarbeit würdigten auch Olaf Bamberger (Polizei) und der Erste Landesbeamte Florian Busch, der versicherte, dass der Landkreis auch weiterhin der Verpflichtung nachkommen wird, die Einsatzfähigkeit der Wehren zu gewährleisten. Im Jahre 2021 zum Beispiel gingen nach Bad Mergentheim (Integrierte Leitstelle und Feuerwehr) 660 000 Euro, nach Wertheim (Gerätewagen Gefahrgut) und nach Weikersheim (Drehleiter) Zuschüsse von 345 000 und 39 000 Euro. Er sei sicher, dass die Einwohner des Landkreises sich auch in Zukunft auf „ihre“ Feuerwehren verlassen können.

Gut durch Pandemie gekommen

Zu Beginn seines Berichtes erinnerte Sebastian Quenzer an die täglichen Herausforderungen, der schweren und verantwortungsvollen Aufgabe „Feuerwehr“ nachzukommen, im Spagat zwischen Arbeitsplatz, Freizeit und Familie. Dies werde auch in Zukunft nur dann gelingen, wenn die hochmotivierten Einsatzkräfte stetig weiter ausgebildet und mit der neuesten Technik ausgerüstet werden. Speziell in den zurückliegenden Pandemie- Jahren hätten die Wehren ihre hohe Einsatzbereitschaft und Flexibilität unter Beweis gestellt.

Kaum hatte man die Corona- Pandemie (Onlineformate in allen Bereichen) organisatorisch im Griff, galt es bedingt durch den Krieg in der Ukraine, in Kooperation mit der Bundeswehr und dem DRK, ganz andere Aufgaben (Flüchtlinge) zu übernehmen. Nicht zu vergessen die Spendenaktion für die Opfer und Wehren im Hochwasser-Katastrophengebiet, welche die stolze Summe von 15 000 Euro erbrachte.

Obwohl die kameradschaftlichen, geselligen und ausbildungstechnischen Unternehmungen beziehungsweise Tätigkeiten auf fast Null zurückgefahren werden mussten, blieben die Personalzahlen einigermaßen stabil. Mit 4096 Aktiven in 2020 (4210 in 2019), 878 Jugendfeuerwehrlern (946 in 2019) und 1022 Angehörigen der Senioren-Abteilungen (1056 in 2019). Auch wenn Vorsicht geboten sei hoffe man, so Sebastian Quenzer, dass wieder Normalität einkehrt, damit sich die Wehren wieder ihrer eigentlichen Kernaufgabe widmen können, der Brandbekämpfung und dem Schutz der Mitbürger.

Kreisbrandmeister Andreas Geyer erläuterte anhand der Statistiken von 2019, 2020 und 2021 die Entwicklungen der Einsätze insgesamt (1516/1346/1629) und in den verschiedenen Einsatzbereichen. Die Zahlen besagten, dass in der Hochphase der Pandemie die Zahlen stark rückläufig waren. Konstant die Brandeinsätze (252/258/254), während die Hilfeleistungen (535/507/682) in 2021 stark zunahmen. Erstaunlich sei die starke Zunahme der sonstigen Einsätze (75/49/191), erfreulich hingegen der starke Rückgang der Fehlalarme (368/304/278).

Die Pandemie machte sich besonders im Bereich Kreisausbildung negativ bemerkbar. Nach 537 Gesamtteilnehmern in 2019, fiel die Zahl 2020 auf nur noch 88 Teilnehmer, um 2021 auf 620 Teilnehmer anzusteigen. Besonders gravierend seien die Unterschiede im Bereich Sprechfunk (174/0/217).

Zumindest die Zahlen im Bericht von Kreisjugendwart Jochen Herrschlein stimmten ermutigend, wenngleich auch hier die Pandemie den Rhythmus bestimmte. Denn konnte man 2019 noch alle Termine wahrnehmen, bestimmte für knapp zwei Jahre die Ansage „Abgesagt“ den Terminplan. Erfreulich, dass die 18 Jugendfeuerwehren (70 Jugendgruppen, neun Kindergruppen, 296 Betreuer) von 928 Mitgliedern (2019) auf 946 Mitglieder (228 Mädchen, 718 Jungs) anwuchsen.

Der neuen KJFW- Führung gehören an: Jochen Herrschlein (Kreisjugendwart), Christian Bender (Stellvertreter Süd), Ralph Kinzie (Stellvertreter Mitte), Stefan Bartelt (Stellvertreter Nord), Farin Mertens (Bs Süd), Phillip Westdörp (Bs Mitte) und Maximilian Weimer (Bs Nord). Jochen Herrschlein hoffte, dass die Jugendfeuerwehren im Kreis auch weiterhin eine stabile Basis für die Feuerwehren bleiben mögen.

Die Pandemie machte laut Kreisstabführer Michael Kronhofmann auch vor den musikalischen Abteilungen der Wehren nicht Halt. Dennoch besteht die Feuerwehrmusik im Kreis weiterhin aus zwei Musikzügen, drei Fanfarenzügen und einem Hörnerzug. Nach zwei Jahren Stillstand erfolgte ein quasi Neuanfang, mit leicht verändertem Personal. Kilian Popp, Obmann der Kreissenioren, beklagte ebenso die Absagenflut während der Pandemie. Erst in diesem Frühjahr habe man wieder mit der Arbeit beginnen können.

Bezug nehmend auf die Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, sprach Marco Wieczorek die Hilfs-Aktionen der Blaulichtorganisationen des Kreises im Katastrophengebiet an, die von der dortigen Bevölkerung dankbar angenommen wurden.

Laut Kassenverwalter Peter Brünner hielten sich die Umsätze aus bekannten Gründen in Grenzen.

Die Kassenprüfer attestierten dem Kassenverwalter eine vorbildliche Buch- und Kassenführung, womit Entlastung zu empfehlen sei, die anschließend einstimmig für den gesamten Vorstand erfolgte.

Nach einigen Auszeichnungen für verdiente Feuerwehrler, schloss Sebastian Quenzer die Verbandsversammlung.

Ehrung für Alfred Wirsching

Mit der Ernennung von Alfred Wirsching zum Ehrenmitglied des Kreisfeuerwehrverbandes, würdigte der Verband die großen Verdienste des ehemaligen Kreisbrandmeisters um das Feuerwehrwesen im Allgemeinden und die Feuerwehren des Kreises im Besonderen.

Er selbst, so Laudator Heiko Wolpert, habe das Vergnügen gehabt 25 Jahre mit dem Mann das Leben als Feuerwehrmann zu teilen, der aufgrund seiner großen Verdienste nun zum Ehrenmitglied des Kreisfeuerwehrverbandes ernannt wird. Die Rede ist von Alfred Wirsching, der nach vielen Jahren in der Verantwor-tung als Kreisbrandmeister in den wohlverdienten Ruhestand getreten ist. Alfred Wirsching sei maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Wehren im Kreis so dastehen wie sie dastehen und in der Öffentlichkeit als unverzichtbare und positive Hilfsorganisation wahrgenommen wird.

Zwei wesentliche Grundsätze hätten bei ihm stets eine große Rolle gespielt. Zum einen „Jede Abteilung ist mir wichtig, ist sie auch noch so klein“ und „Zum Einsatz fährt jede Abteilung, die das erforderliche Gerät dazu besitzt und am schnellsten dort ist“. Seine These war denkbar einfach, aber unheimlich effektiv. Sein feines Gespür für Situationen und seine integrativen Fähigkeiten, brachten ihm Respekt und Anerkennung nicht nur bei seinen Feuerwehrkameraden ein.

Alfred Wirsching habe den Grundstein dafür gelegt, dass die Feuerwehren im Main-Tauber-Kreis heute personell und bezüglich Ausrüstung hervorragend aufgestellt sind. Die Mitbürger und Bürgerinnen könnten sich auf ihre Feuerwehr verlassen. Alfred Wirsching habe sich in hohem Maße um die Feuerwehr verdient gemacht.

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