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Stadtradeln - 150 000 Radfahrende fahren 86 Mal bis zum Mond / Minister Hermann: „Ein starkes Signal für den Radverkehr“ / Im Bundesvergleich auf Platz eins

Aktion Stadtradeln: Baden-Württemberg hatte im Land die meisten Kommunen dabei

Die von der Landesinitiative Radkultur geförderte Aktion Stadtradeln hat dieses Jahr in Baden-Württemberg so viele Menschen wie noch nie erreicht.

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Radkultur-Rückblick auf das Stadtradeln 2021: Die Ergebnisse im Überblick © Initiative Radkultur

Main-Tauber-Kreis/Stuttgart. Über Aktionszeiträume von jeweils drei Wochen gingen insgesamt mit fast 150 000 Teilnehmern etwa 50 Prozent mehr Menschen als im Vorjahr an den Start und erfassten 32 738 000 Fahrrad-Kilometer. Das entspricht 86-mal der Strecke von der Erde bis zum Mond.

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Große Teilnehmerzahl im Ländle

„Wir Radler werden immer mehr. Die hohen Teilnehmerzahlen beim Stadtradeln sind ein starkes Signal engagierter Bürger an die Politik. Land und Kommunen müssen noch engagierter die Rahmenbedingungen für den Radverkehr verbessern“, kommentierte Verkehrsminister Winfried Hermann das Ergebnis. „Die vom Verkehrsministerium initiierte und geförderte Radkultur sowie die Aktion Stadtradeln sind außerordentlich erfolgreich.“

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Im Bundesvergleich nahmen 2021 in Baden-Württemberg die meisten Kommunen am Stadtradeln teil: 546 Kommunen im Land, darunter 35 Stadt- und Landkreise. Vor Start der Landesförderung vor fünf Jahren hatten sich lediglich 34 Kommunen in Baden-Württemberg für die Aktion angemeldet.

Als Newcomer waren mehr als 200 Kommunen, darunter acht Stadt- und Landkreise, zum ersten Mal dabei.

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Baden-Württemberg hat außerdem mit 2,95 Kilometern auch bei den zurückgelegten Kilometern pro Einwohner die Nase vorn. Auf Platz wina innerhalb Baden-Württembergs landete in dieser Kategorie die Gemeinde Ebenweiler mit stolzen 94,51 Kilometer pro Einwohner.

Bei der Anzahl der aktiven Radler und den geradelten Gesamtkilometern hielt sich nur Nordrhein-Westfalen, das deutlich mehr Einwohner hat, vor Baden-Württemberg. Mit 8916 aktiven Radlern und 2,3 Millionen zurückgelegten Kilometern sicherte sich der Landkreis Ravensburg im landesweiten Vergleich den ersten Platz in diesen beiden Kategorien.

Mit 1853 Stadtradeln-Teams aus Unternehmen in Baden-Württemberg – so vielen wie nie zuvor – zeigten die Arbeitnehmer auch in Zeiten der Pandemie ein sehr hohes Interesse am Radpendeln. Besonders engagiert waren 2021 die Schüler im Land, die 879 Teams stellten. Auch die Politik trat 2021 fleißig in die Pedale. Über das ganze Land verteilt radelten 15 Prozent aller Parlamentarier mit, insgesamt 3047. Die aktivsten Parlamente kamen aus dem Ortenaukreis (29 radelnde Parlamentarier), dem Rhein-Neckar-Kreis (28) und Freiburg im Breisgau (25). Aus der Landesregierung bekamen die Stadtradler in diesem Jahr wieder prominente Unterstützung: Verkehrsminister Winfried Hermann fuhr im „Team Landesministerien BW“ mit. Das Team verbesserte sich weiter im Vergleich zum Vorjahr mit insgesamt 51 318 geradelten Kilometern und 248 Teilnehmern.

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Radkilometer sammeln

Unterstützt wird die Teilnahme an dem Fahrrad-Wettbewerb in Baden-Württemberg durch die Initiative Radkultur des Ministeriums für Verkehr. Ziel der Aktion ist es, im Team möglichst viele Radkilometer zu sammeln. Innerhalb des Aktionszeitraums nutzten die Teilnehmer bewusst das Fahrrad oder Pedelec für ihre Alltagswege. Die Teilnahme zeigte, dass Radpendeln Spaß macht, gesund ist und außerdem eine kostengünstige und klimafreundliche Alternative zum Auto darstellt.

Das Land unterstützt die Aktion seit 2017 im Rahmen der Initiative Radkultur, indem es unter anderem die Teilnahmegebühren fördert, die für Kommunen anfallen. Kommunen und Unternehmen können sich zudem an die Radkultur-Servicestelle wenden und von ihr beraten lassen. Darüber hinaus erhalten sie Materialien, wenn sie das Stadtradeln bei ihren Bürgern oder Angestellten bewerben möchten. Arbeitgeber erhalten Unterstützung zum Radpendeln durch den Radservice-Punkt oder den Radcheck der Initiative.

Das Land fördert mit der Initiative Radkultur eine moderne und nachhaltige Mobilität – und das bereits im zehnten Jahr. Das Ziel des Ministeriums für Verkehr: Den Anteil des Radverkehrs deutlich steigern. In Zusammenarbeit mit Kommunen, Arbeitgebern und einem wachsenden Partnernetzwerk macht die Initiative das Fahrradfahren im Alltag zugänglich und erlebbar.

Kommunikationsmaßnahmen, Veranstaltungen und weitere innovative Formate der Radkultur unterstreichen die Relevanz des Fahrradfahrens: Es ist gesund, zukunftsfähig– und somit eine zeitgemäße Form der Mobilität. Das Klima-Bündnis ist ein Netzwerk europäischer Kommunen in Partnerschaft mit indigenen Völkern, das lokale Antworten auf den globalen Klimawandel entwickelt. Seit 2008 dient das Stadtradeln dem Klimaschutz sowie der Radverkehrsförderung und kann weltweit von Kommunen an 21 zusammenhängenden Tagen vom 1. Mai bis 30. September durchgeführt werden.

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