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Verbesserte Leistungen - Wertheimer Stadtverwaltung bessert nach / Vergünstigungen zwischen zehn und 50 Prozent sind abhängig vom Einkommen und gerechter gestaffelt

Wertheim: Familienpass soll Familienfreundlichkeit fördern

Mit dem Familienpass setzt die Stadt Wertheim ein klares Signal für Familienfreundlichkeit. Die Leistungen wurden nun nochmals verbessert.

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Vor allem bei den Elternbeiträgen für die Kindertageseinrichtungen ermöglicht der Familienpass deutliche finanzielle Erleichterung. © FN-Archiv/Weimer

Wertheim. Sozial schwache Familien sollen entlastet werden, dies ist das das Ziel des von der Stadt vor Jahren eingeführten Familienpasses. Die damit einhergehenden Vergünstigungen wurden nun noch einmal verbessert. Ab 2022 können diesen Familienpass noch mehr Familien nutzen. Und die Förderung steigt auf bis zu 50 Prozent. In diesen Tagen erhalten alle Wertheimer Familien mit Kindern ein Schreiben mit Informationen zu den neuen Regelungen und der Einladung, den neuen Familienpass zu beantragen.

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Den städtischen Familienpass gibt es so nur in Wertheim. Schon seit 1987 unterstützt die Stadt damit vor allem Familien mit kleinem Einkommen und mehreren Kindern. Die Regelungen wurden auf Beschluss des Gemeinderats nun der Art verändert, dass noch mehr Familien in den Genuss der gleichzeitig erhöhten Vergünstigungen kommen. „Es lohnt sich also, den Familienpass zu beantragen. Ich freue mich, wenn Sie die Vorteile nutzen“, schreibt der Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez in dem Brief an die Familien.

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Gebühren werden bezuschusst

Wesentliches Merkmal des neuen Familienpasses ist, dass er sozial gerechter gestaltet ist. Das bedeutet: Je mehr Personen in einer Familie leben und je niedriger das gemeinsame Einkommen ist, desto höher ist die Förderung, beispielsweise bei den Elternbeiträgen in den Kindergärten.

Aber auch die Gebühren für die Musikschule und die Volkshochschule werden bezuschusst, ebenso die Kosten für Angebote der Stadtbücherei oder die Eintrittspreise in Freibad und Hallenbad – um weitere Beispiele aus dem Katalog der Vergünstigungen zu nennen.

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Künftig gibt es drei Kriterien zum Erhalt des Familienpasses. Das wichtigste, weil die größte Zielgruppe umfassende, ist die einkommensabhängige Förderung für Familien, auch Alleinerziehende, mit mindestens einem Kind, gestaffelt nach der Zahl der Haushaltsmitglieder.

Je nach Personenzahl und verfügbarem Nettoeinkommen ist eine Förderung zwischen höchstens 50 und mindestens zehn Prozent möglich. Die Erhöhung der Förderquote von bisher 45 Prozent auf künftig bis zu 50 Prozent entlastet also einkommensschwache Familien noch stärker. Ob eine Familie anspruchsberechtigt ist, kann sie anhand einer Einkommens-Tabelle im Familienpass-Flyer einschätzen.

Das Faltblatt ist dem Schreiben an alle Familien mit Kindern beigelegt. Es liegt im Rathaus, in den Ortsverwaltungen und Gemeindesekretariaten zur Mitnahme bereit und steht auf der Internetseite der Stadt Wertheim unter www.wertheim.de/familienpass. Hier ist auch eine englischsprachige Version hinterlegt.

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Drei Kriterien

Das zweite Kriterium umfasst Familien, in denen ein behindertes Kind (Grad der Behinderung 50) lebt. Das dritte Kriterium zielt auf die Bezieher von Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch wie Arbeitslosengeld II, Hilfe zum Lebensunterhalt oder Grundsicherung, aber auch Bezieher von Wohngeld oder dem Kinderzuschlag. Für diese beiden Kriterien gilt künftig die auf 50 Prozent erhöhte Förderquote.

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Den größten geldwerten Vorteil genießen Familienpassinhaber durch die Vergünstigung bei den Elternbeiträgen für die Kindergartenbetreuung. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass statt bisher 40 Prozent künftig etwa 60 Prozent der Kita-Kinder von den ermäßigten Beiträgen profitieren. Den „alten“ Familienpass nutzten 2019 noch 451 Familien, im Corona-Jahr 2020 war die Zahl auf 371 zurückgegangen. Im aktuellen Jahr sind bisher 300 Familienpässe ausgestellt.

Die Kosten für die Stadt belaufen sich im Schnitt auf rund 120 000 Euro pro Jahr. Die Verwaltung rechnet damit, dass sie durch die verbesserten Förderkriterien um etwa 30 000 Euro steigen. Die Stadtverwaltung empfiehlt, den Familienpass für das 2022 spätestens bis 31. Januar zu beantragen.

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