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Beim Amtsgericht verhandelt

Verfahren zu Schlägerei eingestellt

28-Jähriger Angeklagter hatte sich beim Geschädigten vor der Verhandlung entschuldigt

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goe
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Wertheim. Ein 28-jähriger Mann aus Kreuzwertheim, Teilzeitarbeiter beim Wertheim Village, musste sich beim Amtsgericht Wertheim wegen Körperverletzung verantworten.

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Am 12. Februar hatte er um 2.10 Uhr als Besucher einer Gaststätte in der Oberen Eichelgasse der Main-Tauber-Stadt einem anderen Gast ins Gesicht geschlagen, wodurch dieser eine Platzwunde, eine Schwellung sowie eine Beule davontrug.

Im Hinblick auf eine Verurteilung des Angeklagten im Juli durch das Schöffengericht Tauberbischofsheim zu einer Strafe von 16 Monaten mit Bewährung, und weil er sich beim jetzigen Geschädigten entschuldigte, und dieser die Entschuldigung annahm, machte der Verteidiger aus Würzburg den Vorschlag, das Verfahren einzustellen. Die Staatsanwaltschaft stimmte zu, und die Richterin fasste entsprechenden Beschluss.

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goe
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Durch den Betrieb von Gaststätten in der Obeten Eichelgasse kam es bereits mehrfach zu Ordnungswidrigkeiten (Anwohnerbeschwerden wegen Lärms) und Straftaten (wir berichteten).

Der jetzt Angeklagte war vor dem Februar an gleicher Stelle schon an einer Schlägerei beteiligt. Wegen der „Komplexität“ des Falls und „mehr beteiligten Leuten“, erhob die Staatsanwaltschaft diesbezüglich Anklage beim Schöffengericht in Tauberbischofsheim, und dieses verhängte die genannte Strafe.

Auch im vorliegenden Fall hatte sich wegen der Schlägerei ein Menschenauflauf gebildet, und vor Ort gelang es der Polizei nicht, herauszufinden, wie der Streit entstand.

Zur jetzigen Verhandlung wurde der Angeklagte aus der Justizvollzugsanstalt Würzburg gebracht. Er sitzt dort seit dem 16. August die Strafe eines bayerischen Gerichts ab.

Zum Vorwurf erklärte er, der andere habe auf der Straße bei einem lauten Streitgespräch die Hand erhoben, und da habe er ihm „eine gegeben“. Sie seien beide alkoholisiert gewesen.

Der Geschädigte, damals mit seinem Neffen in der „Kneipe“, sagte, der Beschuldigte habe ihn aufgefordert, kurz mit nach draußen zu gehen, und ihm schon beim Türaufmachen, ohne dass ein Streit vorausging, zwei Mal ins Gesicht geschlagen. Die etwas anderen Angaben bei der Polizei, wie es zur Auseinandersetzung kam, erklärte der Geschädigte mit „Erinnerungslücken“.

Zum Ende der Verhandlung bekam ein unentschuldigt fehlender Zeuge ein Ordnungsgeld von 150 Euro auferlegt. goe

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