Ausschuss für Technik und Umwelt tagte in Walldürn

„Driving Range“ soll neu modelliert werden

Antrag des Golfclubs in Neusaß sorgte für Diskussionen

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ds
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Walldürn. Zu einer öffentlichen Sitzung kamen am Dienstag die Mitglieder des Ausschusses für Technik und Umwelt im Walldürner Gemeinderat im Haus der offenen Tür zusammen.

Zunächst berieten die Mitglieder über den Antrag eines Walldürners für ein Wohnhausneubau mit Garage in der Gregor-Mendel-Straße. Dafür wurde ebenso das Einvernehmen erteilt wie für den Antrag zu Umbau und Nutzungsänderung von einer ehemaligen Spielhalle in der Neuen Altheimer Straße in eine Spielhalle, Bistro und Lager.

Ebenso positiv beschieden wurde der Antrag für eine Nutzungsänderung eines ehemaligen Vereinsgebäudes (ehemaliges Kolpingheim) in der Klosterstraße 1a zu zwei Wohneinheiten. „Grünes Licht“ signalisiert wurde von dem Gremium auch für die Errichtung eines Stahllagers mit einer Biegemaschine auf einem Grundstück im Birkenbüschlein im Bebauungsplangebiet „Katzwiesen/VIP II“.

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Rege Diskussionen gab es beim nächsten Punkt. Wie Sachgebietsleiter Bauleitplanung, Klaus Müller, aufzeigte, beabsichtigt der Antragsteller, der Golfclub in Neusaß, die Neumodellierung der „Driving Range“. Zur Sicherung und Gewährleistung des Spielbetriebs soll das Geländeniveau erhöht und zum Schutz der Passanten ein Fangzaun errichtet werden. Der Ortschaftsrat habe dem Bauvorhaben zugestimmt.

Nicht konform gehen mit diesem Bauantrag wollte die SPD-Gemeinderatsfraktion. Wie Rolf Günther als deren Sprecher anmerkte, müsse man den Bauantrag in vorliegender Form ablehnen, da im Vorfeld doch einiges nicht geklärt sei, wie beispielsweise die An- und Abfahrtswege der Lkw mit dem benötigten Aufschüttungsmaterial. Den von Rolf Günther geäußerten Bedenken schlossen sich die Mitglieder der DCB an. Auch von Seiten der im ATU vertretenen CDU-Gemeinderäte wurden verschiedene Überlegungen und Bedenken geäußert. Ehe es zur Abstimmung über diesen Bauantrag kam, wies Bürgermeister Markus Günther zur Richtigstellung der Sachlage darauf hin, dass es bei der Entscheidung einzig und allein um die baurechtliche Planung gehe. Angesichts dieser Tatsache enthielten sich außer dem Stadtoberhaupt alle anwesenden ATU-Mitglieder der Stimme, so dass der Bauantrag mit dieser einen Ja-Stimme die Zustimmung dieses Gremiums fand.

Im Anschluss erteilte der ATU dem Antrag auf Umnutzung des ehemaligen evangelischen Gemeindehauses in der Petersbrunnenstraße im Ortsteil Rippberg zu einer temporären Flüchtlingsunterkunft das gemeindliche Einvernehmen; ebenso wie der Bauvoranfrage eines Reinhardsachseners auf Umbau mit Nutzungsänderung einer Scheune zu Wohnraum.

Gewerbliche Pferdehaltung

Nach der Vertagung in der Dezember-Sitzung stand nun die Bauvoranfrage eines Gottersdorfers auf Bauvorbescheid zur Nutzungsänderung eines landwirtschaftlichen Anwesens zur gewerblichen Pferdehaltung, zum Anlegen eines Bewegungsplatzes und zum Neubau einer Dunglege auf der Tagesordnung. Mittlerweile wurden weitere Angaben vom Antragsteller nachgereicht. Grundsätzlich würde er das landwirtschaftliche Anwesen als Altersruhesitz mit seinen Pferden ansehen, da er sich für die Zukunft mehr Ruhe, Natur und Abgeschiedenheit wünsche. Da rings um das Anwesen schon Pferdehaltung stattfinde, gehe er davon aus, dass er sehr gut in das Ortsgeschehen integriert würde. Die eventuell angedachte Pensionspferdehaltung oder die pferdegestützt Therapie wäre in einem untergeordneten Maße/Nebenwerwerb anzusehen. Hierbei handle es sich mehr um einen Beschäftigungscharakter für Tier und/oder Mensch – selbstverständlich im Kontext zu den allgemeingültigen Ruhezeiten.

Wie vonseiten der Verwaltung angemerkt wurde, werde die Baurechtsbehörde die entsprechenden Fachbehörden beteiligen. Die Stellungnahme des Ortschaftsrates liege vor. Dieser habe mehrheitlich dem Vorhaben zugestimmt. Drei Anlieger hätten sich zwischenzeitlich gegen das Vorhaben ausgesprochen.

Nach reger Diskussion erteilte der ATU der Bauvoranfrage bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung mehrheitlich das gemeindliche Einvernehmen, vorbehaltlich der Zustimmung der Fachbehörden. ds