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Tag der offenen Tür am „Tag des Bieres“ - TSV Jahn Kreuzwertheim besteht seit 100 Jahren / Spessart-Brauerei unterstützt Jubiläumsverein bei Aktionen

Spessart-Brauerei: Entstehung des Gerstensafts erklärt

Der TSV Jahn Kreuzwertheim feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Zum „Tag des Bieres“ am Samstag organisierte der Verein zusammen mit der Spessart-Brauerei ein besonderes Fest im Hof des Unternehmens.

Von 
Birger-Daniel Grein
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Der seit 100 Jahren bestehende TSV Jahn Kreuzwertheim veranstaltete gemeinsam mit der örtlichen Spessart-Brauerei zum „Tag des Bieres“ ein Hoffest. Dabei gab es auch Führungen durch die Produktion und Abfüllung der Brauerei. © Birger-Daniel Grein

Kreuzwertheim. Wie Friedrich Wilhelm, neuer geschäftsführender Gesellschafter der Brauerei, im Gespräch mit den Fränkischen Nachrichten erklärte, gehe der „Tag des Bieres“ auf die Verkündigung des Reinheitsgebots am 23. April 1516 zurück. Nach diesem braue man in Deutschland noch heute.

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Kurzer Rückblick

Die vergangenen zwei Jahre habe es wegen der Corona-Pandemie einen Stillstand gegeben, im Jahr 2021 wechselte die Brauerei zudem den Inhaber. „Deshalb wollten wir nun einen Tag der offenen Tür veranstalten“, blickte der Firmenvertreter auf die jüngste Zeit zurück.

Die Spessart-Brauerei sei eine kleine regionale Handwerksbrauerei, betonte Wilhelm. Die meisten Kunden habe man im Spessart 30 bis 50 Kilometer um Kreuzwertheim. Für die regionale Brauerei sei die Verbindung zur und die Unterstützung in der Heimatgemeinde und deren Vereine wichtig. Entsprechend fungiere man als Sponsor des TSV Kreuzwertheim und organisiere mit diesem zu seinem Jubiläum gemeinsame Aktionen. So haben die Vereinsmitglieder die Bewirtung beim Tag der offenen Tür übernommen. Die Gewinne daraus fließen komplett an den TSV, so der Brauerei-Vertreter.

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Einblicke in die Produktion

Für die musikalische Unterhaltung sorgten am Samstag die Triefensteiner Musikanten. Außerdem gab es im Laufe des Tages mehrere Führungen durch die Produktion der Brauerei, die zwölf Mitarbeiter hat. Von Braumeister Stefan Mützel erfuhren zahlreiche Interessierte, wie Bier und andere Getränke hergestellt und abgefüllt werden.

Herstellungsprozess

Wie der Fachmann erklärte, beginnt alles an der Schrotmühle für das Malz. Im Maischebottich finden unter Hitze enzymatische Umsetzungsprozesse statt. Im Läuterbottich werden anschließend feste und flüssige Bestandteile getrennt. Nun kommt der Hopfen dazu, und alles wird 1,5 Stunden gekocht. Im „Whirlpool“ und dem Plattenkühler erfolgt dann eine Abkühlung. Im Gärtank kommt die Hefe dazu. Das Bier wird vor der Abfüllung noch drei Monate bei null bis zwei Grad Celsius gelagert, anschließend filtriert und abgefüllt.

„Hopfen und Malz beziehen wir aus Franken“, betonte der Geschäftsführer die regionale Verbundenheit. Die Grundstoffe für die alkoholfreien Getränke wie Apfelschorle und Limonade kaufe man in Deutschland. In den Drucktanks werden sie zum fertigen Getränk gemischt und dann abgefüllt.

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Herausforderungen

Zu den großen Herausforderungen der Zukunft zählt Wilhelm den Preiskampf und der Druck, der von den großen Brauereien ausgehe. Auch Fremdleergut, das man nicht verwenden könne, sei ein Problem. Wilhelm: „Es ist zudem ökologischer Unsinn, das Fremdleergut vom falschen zum richtigen Abfüller zu bringen oder gar gleich als Altglas zu entsorgen.“ Gleichzeitig verwies er auf den Kostenfaktor. Eine neue Flasche koste 15 Cent, das Pfand liege bei acht Cent. 80 Prozent der Getränke liefere man aktuell an die Gastronomie, 20 Prozent an den Handel, dessen Bedeutung jedoch wachse.

Wilhelm freute sich, dass man eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Mitarbeitern mit über 25 Jahren Firmenzugehörigkeit habe. „Wir werden auch Brauer und Mälzer ausbilden“, erklärte er.

Freier Autor

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