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Großes Gemeinschaftsprojekt in Klepsau

Begegnungs- und Aktivitätenplatz eingeweiht

Ein wunderbares Beispiel für den Erfolg des Ideenwettbewerbs „Gemeinsam Schaffen“. Rund 80 Helfer ehrenamtlich im Einsatz

Von 
Peter D. Wagner
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An den Outdoor-Fitness-Geräten führten Jugendliche einige praktische Übungen vor. © Peter D. Wagner

Klepsau. „Platz zur Begegnung und der gemeinsamen Aktivitäten“ lautet der Titel eines großen Gemeinschaftsprojektes in Klepsau, das am Samstag mit einem Festgottesdienst und einem Festakt offiziell eingeweiht wurde.

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Nach dem Festgottesdienst, der von Pfarrer Trudpert Kern liturgisch und von der Winzerkapelle Klepsau musikalisch gestaltet wurde, begrüßte Ortsvorsteher Hans-Joachim Heßlinger am frühen Abend neben zahlreichen Bürgern auch viele Ehrengäste begrüßen, unter anderem Claudia Thannheimer, Referatsleiterin im Ministerium Ländlicher Raum und Verbraucherschutz, Andreas Köhler, Bürgermeister der Stadt Krautheim, Kreiskämmerer Michael Schellmann in Vertretung von Landrat Dr. Matthias Neth, MdB Kevin Leiser sowie MdL Arnulf Freiherr von Eyb.

Die Planungen des Projektes wurden im Rahmen des Ideenwettbewerbs „Gemeinsam Schaffen“ des Ministerium Ländlicher Raum und Verbraucherschutz entwickelt. Ziel sei es gewesen, aus der Wiese hinter dem Sportheim einen neuen Platz mit vielen neuen Aktivitätsmöglichkeiten entstehen zu lassen, bekräftigte Hans-Joachim Heßlinger. Vormals habe es zahlreiche Anfragen der Bürger gegeben, wie man diesen ehemaligen Festplatz gestalten und nutzen könnte, da beispielsweise das Weinfest in den Winzerkeller verlegt wurde.

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„Nachdem das Vorhaben in der ersten Runde dennoch eine Absage erhielt, war die Freude umso größer, im Dezember 2020 doch noch in das Förderprogramm aufgenommen zu werden. Damit war der Startschuss für unser Projekt gefallen“, berichtete der Ortsvorsteher.

Umgesetzt wurde der „Platz zur Begegnung und der gemeinsamen Aktivitäten“ auf diesem Areal ausschließlich mit ehrenamtlicher Arbeit und Hilfe durch den örtlichen Heimatverein, durch den Fußballverein SC Klepsau und durch die lokale Winzerkapelle.

Dabei wurden von rund 80 Helfern im Jahr 2021 etwa 844 und in diesem Jahr 888 Arbeitsstunden bei insgesamt 56 Arbeitseinsätzen – ohne Vor- oder Nachbereitung – geleistet.

Die gesamten Projektkosten, also überwiegend Materialkosten, betrugen 43 000 Euro, von denen 70 Prozent durch die Förderung des Ideenwettbewerbs „Gemeinsam Schaffen“ getragen wurden.

„Dieser Platz ist ein wunderbares Beispiel für den Erfolg unseres Ideenwettbewerbs“, betonte Ministerialrätin Claudia Thannheimer, die kurzfristig die Vertretung des eigentlich angekündigten baden-württembergischen Ministers für Ländlicher Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, übernommen hatte. „Es ist beeindruckend, was Sie mit einer lediglich relativ bescheidenen finanziellen Förderung, jedoch mit sehr viel Herzblut und Engagement gemeinsam sowie im Zusammenwirken von Ideen aller Beteiligten hinbekommen und geschaffen haben“.

Die ehrenamtliche Gemeinschaftsleistung vieler engagierter Bürger bezeichnete Thannheimer als ein perfektes Beispiel für „Gemeinsam Schaffen“ im wahrsten Sinne des Wortes. „Das Ehrenamt ist eine wesentliche Stütze unserer Gesellschaft und wird in den unterschiedlichsten Formen gelebt. Vor allem der Ländliche Raum ist sehr stark im Ehrenamt und steht für eine solide Gemeinschaft“, hob sie hervor.

„Es ist bewundernswert, was die drei großen örtlichen Vereine unter der Federführung des Heimatvereins Klepsau und dessen Vorsitzenden, Ortsvorsteher Hans-Joachim Heßlinger, hier zusammen geschaffen haben“, zeigte sich auch Krautheims Bürgermeister Andreas Köhler enorm beeindruckt von dem Begegnungs- und Aktivitätenplatz.

„Einen neuen Ort mit sportlichen Begegnungen und allerlei anderen Möglichkeiten des Beisammenseins, ein Vorzeigeprojekt für die gesamte Stadt Krautheim, ein Treffpunkt neben dem Dorfgemeinschaftshaus – hier fügt sich eins zum anderen zusammen und pulsiert das Leben für groß und klein“, beschrieb er das Gesamtprojekt, das Köhler zusammenfassend als „Theatrum Kleppsorum“ titulierte.

Zugleich dankte der Bürgermeister ebenso wie Ortsvorsteher Heßlinger sowohl den rund 80 Ehrenamtlichen für ihren Einsatz als auch dem Land und dem Ministerium für die Projektförderung.

Im Anschluss an die Projekterläuterung und die Grußworte fand unter Leitung von Ortsvorsteher Heßlinger ein Rundgang mit Vorstellung und Vorführung der einzelnen Stationen statt. Auf weichem Sand waren bereits mehrere Kinder oder Jugendliche auf dem neuen Beachvolleyballplatz zu Gange. „Wasser marsch“ lautete die Aufforderung an die Kinder auf einem Wasser-Sandspielplatz, bei dem das kühle Nass frisch aus einer oberhalb des Areals liegenden Quelle entspringt. Aufgrund der derzeitigen Trockenheit und Regenarmut mahnte Heßlinger jedoch zum sparsamen Umgang mit dem Wasser.

Während einer der projektverantwortlichen Ehrenamtlichen an der dritten Station die Outdoor-Fitness-Geräte präsentierte, führten Jugendliche einige Übungen an den Geräten vor. Ebenfalls gelungen ist als Abrundung ein großzügiger Grillplatz mit Grillofen, der von selbstgefertigten Sitzbänken umgeben ist.

Musikalisch umrahmt wurden Festakt und geselliges Beisammensein ebenfalls von der Winzerkapelle Klepsau. Den Festausklang ab dem etwas späteren Abend bildete ein Barbetrieb mit Discomusik.

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