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Gemeinderat Höpfingen

„Ziel ist ein hochwertiges Gebäude“

Dorfgemeinschaftshaus in Waldstetten nimmt immer konkretere Formen an

Von 
Adrian Brosch
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Das Dorfgemeinschaftshaus in Waldstetten stand auf der Tagesordnung der Sitzung des Höpfinger Gemeinderates. Der stimmte den Planungen zu. © Adrian Brosch

Waldstetten/Höpfingen. Das Waldstettener Dorfgemeinschaftshaus nimmt immer konkretere Formen an: In seiner am Montag abgehaltenen Sitzung bekam der Höpfinger Gemeinderat nicht nur eine sehr genaue Planungsskizze zu Gesicht – er beschied auch gleich einstimmig über dessen Zustimmung und die Vergabe weiterer Architektenleistungen an das planende Ingenieurteam Jouaux (Grünsfeld). Das Interesse an der Sitzung war entsprechend groß: Etliche Zuhörer hatten sich in der Turnhalle eingefunden.

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Bürgermeister Christian Hauk gab eingangs bekannt, dass der positive Förderbescheid des Gemeindeausgleichsstocks unmittelbar vor der Sitzung eingegangen sei: „Die Finanzierung ist in trockenen Tüchern“, freute er sich und hielt fest, dass alle aktuellen Erkenntnisse auf der Machbarkeitsstudie basieren und erinnerte an Gespräche mit Kindergarten und Verwaltungsstelle, ehe die Planungen vorgestellt wurden.

Er übergab das Wort an Christine Jouaux (Ingenieurteam Jouaux), die seit April mit dem Projekt betraut ist. Sie ließ wissen, dass der gewählte Standort weitere vier Bauplätze an der Schönstattstraße ermögliche: „Diese können im Nachgang aus dem Bebauungsplan heraus entwickelt werden“, hob sie hervor und erwähnte eine weitere Potenzialfläche in Richtung des Schönstattzentrums.

Wie sie anhand von Bildern erläuterte, bleibe die gewohnte Zufahrt im Groben erhalten, könne jedoch als einspuriger „Rundweg“ um das Areal denkbar sein. Das Dorfgemeinschaftshaus als Solches bestehe aus drei Abschnitten: Neben dem Gemeinschaftssaal mit bis zu 180 Sitzplätzen, Bühnenbereich, Ausschank, Küche, Sozial- und Umkleideräumen sind auch die Angliederung des Kindergartens St. Josef und ein Multifunktionsraum vorgesehen. „Der Multifunktionsraum ist tagsüber vom Kindergarten und abends durch die Vereine nutzbar“, stellte Christine Jouaux vor. Die Außenanlage umfasse rund 1000 Quadratmeter.

Der Bau teilt sich in zwei Schritte auf: Zunächst wird das neue Anwesen erbaut, ehe der komplette Abriss der bestehenden Turnhalle mit Erweiterungsbau erfolgt. Am aktuellen Standort der Turnhalle werden 34 Parkplätze errichtet; in unmittelbarer Nähe des komplett barrierefreien Neubaus befinden sich weitere Behindertenparkplätze.

„Ziel war und ist ein funktionelles, hochwertiges und optisch ansprechendes Gebäude“, betonte Jouaux. Zu diesem Leitsatz passe die betont zweckmäßige und großzügige Gestaltung des Kindergartens: „Hier wurden die Wünsche von Leitung und Personal berücksichtigt“, erklärte sie. Zusätzlich zur Außenspielfläche könne der Vorplatz zwischen Eingang und Multifunktionsraum mit einem Zaun eingegrenzt werden, um eine weitere Spielfläche vorzuhalten. „Allgemein stehen zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten der Außenanlage offen“, bemerkte Jouaux. Abschließend ließ sie wissen, dass die Baukosten „nach aktueller Sachlage noch einen kleinen Spielraum nach oben lassen“.

In der Folge ergaben sich einige Fragen: Gemeinderat Herbert Frisch erkundigte sich nach dem Höhenunterschied zwischen Parkplätzen und Neubau, was Christine Jouaux mit „optimaler Ausnutzung der Topographie“ begründete. Seiner weiteren Frage nach der Heizungsanlage begegnete sie mit dem Hinweis, dass eine Luft-Wärme-Pumpe „sehr wahrscheinlich“ sei, aber auch eine aufwendige Dämmung den Energieverbrauch senke. Die Bushaltestelle an der Schönstattstraße bleibe bestehen.

Anbau wird abgerissen

Hinsichtlich der Firma Binder-Elektronik räume sie ein, dass der gut 30 Jahre alte Anbau ebenfalls der Abrissbirne geweiht sei: „Allerdings weiß die Firma vom Rückbau ab 2024 zugunsten Stellplätzen und Kindergarten“, merkte sie an. Für den Abbruch sei, so Bürgermeister Hauk, eine weitere ELR-Förderung „grundsätzlich denkbar“; gegen den Erhalt der Turnhalle mit Binder-Standort spreche dessen altersbedingt erhöhter Sanierungsbedarf.

Martin Sauer regte eine Kooperation mit dem benachbarten Schönstattzentrum zwecks nachhaltiger Beheizung an, ehe Thomas Greulich sich nach der Situation der angedachten Bauplätze erkundige.

Abschließend betonte Bürgermeister Hauk, dass die Entwurfsplanung „noch nicht final“ sei. Man hoffe jedoch, im Herbst eine Baubewilligung zu erhalten. Einstimmig votierte der Gemeinderat für den grundsätzlichen Entwurf des Ingenieurteams Jouaux, dem ebenso einstimmig auch die Folgebeauftragung von Genehmigungs- und Ausführungsplanung sowie Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe erteilt wurden.

Diese Arbeiten belaufen sich auf rund 173 237 Euro. Sie beinhalten ebenso die Erbringung des nötigen Energieeffizienzausweises und verstehen sich als weiterer Schritt auf dem Weg zum Dorfgemeinschaftshaus Waldstetten.

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