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Gesangverein „Frohsinn“

Singen hat eine lange Tradition

Den 150. Geburtstag wollen die Sänger gebührend feiern

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HF
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Der Gesangverein „Frohsinn“ Waldstetten besteht seit 150 Jahren. © Verena Wörner

Waldstetten. Singen hat in Waldstetten eine lange Tradition. Der Gesangverein „Frohsinn“ wurde 1872 gegründet, besteht also seit 150 Jahren. Das Jubiläum wollen die 33 Sänger gebührend feiern.

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Der Blick in die Geschichte zeigt zur Zeit der Gründung des Gesangvereins im letzten Drittel des vorletzten Jahrhunderts einen regelrechten Aufschwung in Waldstetten. 1871 wurde die Friedenslinde unterhalb der Kirche gepflanzt, aus Dankbarkeit, dass alle 26 Kriegsteilnehmer aus Waldstetten beim deutsch-französischen Krieg unversehrt heimkehren konnten.

Weitere Anzeichen für die Aufbruchstimmung sind die Grundsteinlegung für das neue Schulhaus, das heutige Rat- und Bürgerhaus im Mai 1872 und die Erweiterung der Pfarrkirche 1873, die dem Gotteshaus den heutigen Grundriss brachte.

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Heute, 150 Jahre später, ist der Gesangverein der älteste Verein im Dorf, aber noch lange nicht in die Jahre gekommen. Den wohl größten Umbruch in der Geschichte des Vereins gab es 2003 mit der Gründung des gemischten Chores. Bis dahin waren die Männer unter sich und gar mancher drohte auszutreten, wenn Frauen in den Chor aufgenommen würden. Die Frauen waren jedoch auch eine willkommene Bereicherung und gleichzeitig eine vorausschauende Notwendigkeit, um den Fortbestand der Sangestätigkeit in Waldstetten in einem leistungsfähigen Chor zu gewährleisten.

Einen weiteren deutlichen Schub brachte im Übrigen die Initiierung eines Jugendprojektchores 2014 und die Gründung eines Kinderchores 2015. Diese unterstützten den Gesangverein seither regelmäßig bei Liederabenden und bei anderen Auftritten.

Besonders stolz ist man in Waldstetten, dass man mit Dirigent Michael Henn die Kinder und die Jugend für die Sangessache begeisterte, so dass bei den letzten Liederabenden über zehn Prozent der Bevölkerung über drei Generationen hinweg auf der Bühne standen. Wie bei den meisten Vereinen, wurde diese positive Entwicklung auch beim Gesangverein durch Corona jäh unterbrochen. Nach dem Neubeginn der Probenarbeit in diesem Frühjahr blieben alle Sänger „bei der Stange“ respektive beim Notenblatt, was in diesen Zeiten nicht selbstverständlich ist. Aber auch in Waldstetten braucht es noch Zeit, zur alten Form zurückzufinden. Einen Wermutstropfen gibt es beim Kinderchor: Die Älteren sind dem Kindesalter entwachsen und die Zahl der Nachkommenden ist gering.

Dennoch gilt es nach vorn zu schauen und aus den durch Corona noch eingeschränkten Möglichkeiten das Beste zu machen. Das Jubiläum feiert der Gesangverein vom 23. bis 25. Juli mit einem Waldfest auf dem Brunnenberg.

Unter anderem wird es am Sonntagnachmittag eine Musikolympiade geben, an der Gruppen mit jeweils drei Personen teilnehmen können. Am Montagabend sorgt die Musikkapelle Waldstetten für Unterhaltung.

Zur Mitwirkung beim Jubiläumsliederabend am 29. Oktober wird ein Jubiläumsprojektchor gegründet. Dieser trifft sich erstmals noch vor der Sommerpause am Donnerstag, 28. Juli, um 20 Uhr im Probenraum des Gesangvereins.

Im Mittelpunkt des Liederabends steht die Verleihung der Conradin-Kreutzer-Tafel durch Landrat Dr. Achim Brötel stehen, der die Schirmherrschaft für das Jubiläum übernommen hat. Dabei wird auch die Festschrift zum Jubiläum vorgestellt. HF

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