Kirchliche Sozialstation Hardheim-Höpfingen-Walldürn

„Der Austausch wird stetig wichtiger“

Strukturelle Veränderungen und die Energiewende standen ebenso wie Ehrungen auf der Tagesordnung

Von 
ad
Lesedauer: 
Bei der Mitgliederversammlung der kirchlichen Sozialstation Hardheim-Höpfingen-Walldürn standen Ehrungen auf der Tagesordnung. © Adrian Brosch

Hardheim. Im „traditionellen“ Rahmen des Hardheimer Pfarrheims hielt die kirchliche Sozialstation Hardheim-Höpfingen-Walldürn am Dienstag ihre Mitgliederversammlung ab. Neben Ehrungen gab es eine Veränderung im Vorstand: Für den verzogenen Pfarrer Markus Keller rückte Sieghard Schmidt als Vertreter der evangelischen Kirchengemeinde Hardheim-Höpfingen nach.

Mit einem Impuls zum Totengedenken eröffnete Vorsitzender Bernhard Berberich den Abend. In seinem Bericht bezeichnete er 2021 als „stark von Corona geprägtes und anstrengendes Jahr“: Umso größeres Lob verdiene die engagierte Arbeit der Mitarbeiter, die auch neue Wege hinsichtlich der Digitalisierung mittrage. „Unsere Leistungsangebote rücken noch näher zusammen“, so Berberich. In einem kurzen Ausriss ließ er anklingen, dass strukturelle Veränderungen in der kirchlichen Trägerschaft ab 2026 nicht ohne Auswirkungen bleiben: „Der Austausch mit benachbarten Sozialstationen wird stetig wichtiger“, bemerkte er.

Ein weiteres Thema sei die Energiewende: Intensiv beschäftige man sich derzeit mit Elektromobilität und habe probeweise vier Elektrofahrzeuge bestellt; über die „Energie&Umwelt“ plane man, das Dach der Walldürner Senioren-Tagespflege mit einer Photovoltaikanlage zu bestücken. Mit dem Verweis auf personelle und organisatorische Veränderungen beschloss Berberich seinen Bericht: Nachdem Pflegedienstleiterin Martina Weimann in den Ruhestand trat, stehen Heidi Sack und Stellvertreterin Irina Ebert in der Nachfolge; als neue Leitung der Tagespflege fungieren Pflegedienstleiterin Gabi Horn und Stellvertreterin Andrea Böhrer. Um Zahlen ergänzte Ralf Bundschuh die Ausführungen: Er erinnerte an 96 Beschäftigte und 104 000 Hausbesuche der ambulanten Pflege. Mit 29 Fahrzeugen legte man 2022 satte 513 000 Kilometer zurück – alle im Nahbereich Hardheim-Walldürn. Ausführlich legte Bundschuh die Jahresrechnung 2021 dar.

Mehr zum Thema

Der Spieltag im Fußballkreis Buchen

Heidersbach hat Spitzenreiter am Schlawittchen, aber. . .

Veröffentlicht
Mehr erfahren
Evangelische Kirche

Pfarrer Peter Keßler zum letzten Mal auf der Kanzel

Veröffentlicht
Von
Werner Mies
Mehr erfahren
Walter-Hohmann-Schulverbund Hardheim

Bildung ist das wichtigste Gut

Veröffentlicht
Von
ad
Mehr erfahren

Als Begleiterscheinung der Corona-Pandemie wertete er die mit 83 Prozent vergleichsweise geringe Auslastungsquote der Senioren-Tagespflege: „Viele Gäste hielten sich aufgrund der Furcht vor Infektionen zurück“, ließ er wissen. Nachdem er die Bescheinigung der erfolgreichen Prüfungsdurchsicht präsentiert hatte, erfolgten die Genehmigung der Jahresrechnung und die von Bürgermeister Stefan Grimm vorgenommene Entlastung. Grimm lobte das „bemerkenswerte Leistungsprogramm“ der Sozialstation. Mit Sieghard Schmidt wählten die Delegierten den Nachfolger für Pfarrer Markus Keller in den Vorstand. Schmidt ist kein Unbekannter: Als Kirchengemeinderatsvorsitzender der evangelischen Kirchengemeinde Hardheim-Höpfingen, die er im Vorstand vertritt, ist der Höpfinger seit Jahrzehnten aktiv.

Bernhard Berberich schilderte den bisherigen Verlauf des aktuellen Geschäftsjahrs: Er beleuchtete den Kauf eines neuen Transporters unter Beihilfe des Crowdfunding-Projekts der Volksbank Franken, den Wechsel in der Pflegedienstleitung und die mittelfristig anstehende Umstrukturierung der katholischen Kirche. „Wir möchten unser ökumenisches Profil im östlichen Neckar-Odenwald-Kreis wahren“, stellte er klar und erläuterte eine weitere Aktion: Die Sozialstation plant den Erwerb eines 572 Quadratmeter großen Areals zwischen dem „Haus der offenen Tür“ und dem evangelischen Kindergarten, um dem „Parkplatzproblem“ Herr zu werden. Nachdem man im Gespräch mit der Stadt Walldürn eine gute Lösung fand, hoffe man auf die zeitnahe Umsetzung noch 2022. Einstimmig votierten die Delegierten für den Grundstückskauf sowie für die Errichtung der Photovoltaikanlage auf dem Dach des Walldürner Hauses. Ähnlich kompakt stellte Ralf Bundschuh die finanzielle Planung für das noch laufende Jahr vor. Er zeigte sich zufrieden mit der aktuellen Belegungsquote der Senioren-Tagespflege von 89 Prozent: „Die 18 Plätze sind gut frequentiert“, konstatierte er. Einstimmig beschlossen wurde in diesem Zusammenhang der von den Kirchengemeinden zu zahlende Mitgliedsbeitrag von 1,55 Euro pro Mitglied.

Abschließend ehrte Bernhard Berberich verdiente Kräfte für ihre Treue zur Sozialstation: Silvia Morgenstern-Sachs und Tina Böres (10 Jahre), Birgid Ott und Petra Rödel (15), Heidrun Holl (20) und Ruth Offner (30 Jahre). Auch Ehrenvorsitzender Clemens Balles, Pater Josef Bregula und Bürgermeister Grimm gratulierten zum Jubiläum. ad