Walter-Hohmann-Schulverbund Hardheim

Bildung ist das wichtigste Gut

Vorbereitungsklassen erhalten eine Spende des Kiwanis-Club Buchen-Walldürn

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ad
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Vorbereitungsklassen erhalten eine Spende von 4598 Euro für Sprachförderprojekte vom Kiwanis-Club Buchen-Walldürn. © Adrian Brosch

Hardheim. Gäste sind immer gern gesehen – vor allem, wenn sie Geschenke mitbringen:

So geschehen am Donnerstag am Walter-Hohmann-Schulverbund in Hardheim, wo Präsidentin Christina Reinhardt und Bernhard Conrad vom Kiwanis-Club Buchen-Walldürn stattliche 4598 Euro für Projekte zur Sprachförderung überreichten.

Das Geld ist für die beiden Vorbereitungsklassen bestimmt, in denen (die FN berichteten) derzeit 51 Kinder zwischen sechs und 15 Jahren auf den Regelunterricht vorbereitet werden. Die Schüler wohnen in Hardheim und Ortsteilen. Wie Bernhard Conrad bei der Übergabe betonte, resultiert das Geld aus dem Buchener Friedensbasar. Dieser hatte im April zahlreiche Gäste angelockt und mehr als 15 000 Euro erwirtschaftet, die komplett in Spenden flossen.

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„Ziel des Basars war die Unterstützung ukrainischer Geflüchteter, die derzeit auch rund 80 Prozent der beiden Vorbereitungsklassen ausmachen“, informierte er und lobte die pädagogischen Ansätze der Klassen, die mit bemerkenswertem Engagement von den Lehrerinnen Jenny Köhler (VKL 2; Realschule) sowie Isabel Weidmann und Sarah Pollak (VKL 1; Grundschule) betreut werden.

Wie Kiwanis-Präsidentin Christina Reinhardt erklärte, komme die Spende nicht nur den ukrainischen Kindern zugute: „Wir freuen uns, einen Beitrag zur Sprachentwicklung der Mädchen und Jungen leisten zu können. Gutes Deutsch in Wort und Schrift ist von unschätzbarer Bedeutung, um in der Gesellschaft anzukommen“, hielt sie fest und gab bekannt, dass weitere Aktionen ähnlich des Friedensbasars durchaus folgen könnten. „Der Gedanke wäre ohne Weiteres auch auf andere Nationen und Förderprojekte auszuweiten.

Auch wenn der Fokus durch den Krieg momentan auf der Ukraine liegt, gibt es auch anderweitig großen Förderbedarf“, betonte Reinhardt und sprach Bernhard Conrad ihren Dank aus: Der Buchener Schriftsteller ist im Kiwanis-Club Buchen-Walldürn aktiv und hatte die Idee zu jener Aktion gehabt.

Von der anderen Seite gab es ebenfalls Dankesworte: Lehrerin Jenny Köhler freute sich über die Zuwendung und ließ wissen, dass bereits jede Menge Lehrmittel wie Bücher, Hefte und Papierwaren zum Basteln und Erklären angeschafft wurden.

Rektor Steven Bundschuh zeigte sich glücklich über die „gern gesehene Spende in absolut beachtlicher Höhe“. Die Unterstützung durch den Kiwanis-Club sei nicht nur aller Ehren wert, sondern biete auch „tolle pädagogische Möglichkeiten, die man ohne das Geld vielleicht nicht gehabt hätte“. Bildung sei das wichtigste Gut, das man einem jungen Menschen mit auf seinen Lebensweg geben könne – und dort setzen die Vorbereitungsklassen an, die neben der deutschen Sprache auch hiesige Gepflogenheiten, Werte und Bräuche vermitteln.

Abschließend informierte Bernhard Conrad, der selbst drei Jahre in der Westukraine gelebt hatte, ausführlich über Land, Leute und Mentalität. Gleichsam stellte er die Ideale von Kiwanis vor: Allein in Deutschland verfügt die 1915 in den USA gegründete und arrivierte Organisation über rund 140 Clubs mit etwa 3300 Mitgliedern. Unter dem Motto „serving the Children of the World“ stellen sie ihre Aktivitäten in den Dienst der Allgemeinheit und insbesondere der Kinder und Jugendlichen. „Mit Spenden wie dieser hoffen wir Kiwanier, das Leben etwas schöner machen zu können“, betonte Conrad. ad