AdUnit Billboard
Kirche

Schon viel Leben miteinander geteilt

Tilmann Staak feiert nach fünf Jahren Investitur als ständiger Pfarrer

Von 
Peter Keßler
Lesedauer: 
Seine feierliche Investitur als ständiger Pfarrer der Kirchengemeinde Finsterlohr-Schmerbach-Lichtel feierte in der Nikolauskirche Lichtel Tilman Staak. Unser Bild zeigt ihn zusammen mit Schuldekanin Charlotte Altenmüller und dem Besetzungsgremium aus Kirchengemeinderäten und Vertreter des Kirchenbezirks. © Keßler

Lichtel. Fünf Jahre lang ist Tilman Staak schon Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Finsterlohr-Schmerbach-Lichtel. Seine feierliche Investitur feierte er jetzt, zum Ende der Coronazeit, in der Nikolauskirche Lichtel.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Dieser Gottesdienst sei für Tilman Staak also „kein Neuanfang, sondern eine Bestätigung auf dem Weg“, stellte Schuldekanin Charlotte Altenmüller in Vertretung der erkrankten Dekanin Renate Meixner fest. Schließlich habe man „schon reichlich gemeinsame Erfahrungen und viel Leben miteinander geteilt“.

Zunächst unständiger Dienst

Im Jahr 2017 war der junge Pfarrer, zunächst noch im unständigen Dienst, in die wenige Jahre zuvor neu gebildete Kirchengemeinde Finsterlohr-Schmerbach-Lichtel gekommen. „Gerne“, so betonte er damals, habe er sich hierherschicken lassen, denn „meine Verlobte und ich haben Sehnsucht nach dem Leben auf dem Land“.

Mehr zum Thema

Seit fünf Jahren in der "FiSchLi"-Gemeinde

Pfarrer Tilman Staak feierte Investitur in Lichtel

Veröffentlicht
Von
peka
Mehr erfahren
Evangelische Kirche

Barbara Weißenstein neue evangelische Pfarrerin in Weikersheim

Veröffentlicht
Von
peka
Mehr erfahren

Was das bedeutet, war Tilman Staak durchaus bekannt. Geboren war er zwar in der Stadt, in Halle (Saale), doch aufgewachsen in einem Pfarrhaus in der Uckermark. Nach dem Abitur an einem Musikgymnasium studierte er Theologie in Berlin und Heidelberg und war dann, weil es in Württemberg keine Wartezeiten für junge Theologen gab, Vikar an der Stuttgarter Christuskirche.

Nach kurzer Zeit feierte Tilman Staak im Creglinger Oberland Hochzeit mit seiner Nicola und inzwischen gehören schon drei Kinder zur Pfarrfamilie. 2020 konnte er sich dann auf die Pfarrstelle bewerben – doch die damals für den März geplante Feier der Investitur musste „wegen Corona“ kurzfristig abgesagt werden. Jetzt endlich war es möglich, sie nachzuholen.

Der Gottesdienst wurde musikalisch feierlich gestaltet vom „FiSchLi-Projektchor“ (FiSchLi ist die offizielle Kurzbezeichnung für die Kirchengemeinde) unter Leitung von Markus Blumenstock, dem Posaunenchor Blumweiler-Schmerbach-Finsterlohr, dirigiert von Dieter Haas, und mit Matthias Döhler an der Orgel.

Immer wieder, so betonte Charlotte Altenmüller in ihrer Ansprache, brauche ein Christ Ermutigung, Worte gegen die Resignation, Seelsorge. Die gehöre für einen Pfarrer, der selbst von den Wundern Jesu lebe, ebenso zum Dienst wie die Verkündigung und die Lehre, die Bildung. Neben dem Unterricht in der Schule und mit den Konfirmanden umfasse die auch die Gemeindearbeit mit Kindern und Jugendlichen und die Veranstaltungen mit Erwachsenen. Schon die sechs Wochenstunden Religionsunterricht in Creglingen seien „ein deutlich spürbarer Teil der pfarramtlichen Arbeit“.

„Großer Schatz“

Dass, darauf weise sie als Schuldekanin hin, Pfarrerinnen und Pfarrer an den Schulen Religion unterrichten, sei aber „ein großer Schatz unserer Kirche“. Sie brächten dabei Wichtiges hinein in die Klassenzimmer, nämlich theologisches Wissen und Nachdenken, vielfältige Erfahrungen aus dem Gemeindeleben und „sich selbst mit ihrem persönlichen Glauben“. So wollten sie aufzeigen, warum sich ein Leben mit Gott lohnt. Im Religionsunterricht gehe es „um Hoffnung, mit der wir erfüllt werden von Gott und von der wir selbst leben im Vertrauen auf Jesus“. Sie wünsche Tilman Staak, dass es ihm gelinge, Menschen anzusprechen im Gottesdienst, in der Schule, in der Seelsorge und in der Gemeindearbeit. Dabei solle er spüren, dass er getragen werden von seiner Gemeinde, von Menschen, „die miteinander lieben, hoffen und tragen und Jesus ist mitten unter Ihnen“.

Feierliche Einsetzung

Anschließend verpflichtete sie das Besetzungsgremium (Kirchengemeinderäte und Bezirksvertreter) auf gute Zusammenarbeit mit ihrem neuen Pfarrer und Tilman Staak auf die Bejahung seiner Amtsverpflichtung. Danach setzte sie ihn feierlich in sein ständiges Pfarramt ein.

Für den Kirchengemeinderat sprach dessen Vorsitzender Markus Blumenstock. Er wünschte Tilman Staak, „dass Du immer fest verwurzelt bist an der Quelle des lebendigen Wassers, die Gott für Dich in Jesus Christus sein möchte“. Ihn könne er um Rat, Weisheit und Hilfe bitten und so „wachsen und zum Segen werden“ für Familie, Gemeinde und darüber hinaus für viele Menschen.

Über die Lebenssituationen in der Nachfolge Jesu und die dabei notwendigen Entscheidungen sprach Tilman Staak in seiner Predigt. Da gebe es „Dinge, die dringend sind, und Dinge, die wichtig sind“. Am Reich Gottes mitzuwirken, heiße auch, nicht zurückzublicken auf das, was war, sondern nach vorne zu schauen. Da sei er sehr gespannt darauf, wie man in den nächsten Jahren weiter gemeinsam Gemeinde leben dürfe. Dabei könne man „auch ruhig mal mutig sein“ und sich „nicht zu sehr an dem Alten festklammern“.

Nachfolge sei „bisweilen auch radikal“ und „der Glaube sollte an erster Stelle stehen“. In diesem Sinne freue er sich auf die kommende gemeinsame Zeit.

Freier Autor

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1