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Freilicht-Stationentheater - Reinsbronner Bühnenzinnober feiert am Samstag, 18. Juni, Premiere. Stadt-Geburtstag als Oberthema

Hintergründig-humorvoller Theaterspaß inmitten der Ortschaft Niedersteinach

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Die Moderatorin einer Quiz-Sendung (Silke Herschlein) hat es nicht leicht. Ihre beiden Rateteams (links Tanja Kellermann und Elisabeth Wegmann, rechts Verene Schiebold und Wolfgang Hess) versuchen auch mit unlauteren Mitteln, sich den Sieg zu ergaunern. © Theaterverein

Niedersteinach. Es geht laut zu in diesen Tagen in manchen Höfen im beschaulichen Niedersteinach: Der Theaterverein Reinsbronner Bühnenzinnober probt seit kurzem im Nachbarort für sein Stationentheater. Premiere ist bereits am Samstag, 16. Juni. Insgesamt fünf Spieltermine sind geplant.

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Zwei private Höfe mitten im Ort und das Betriebsgelände der Gartenbaufirma Kellermann am Ortsrand wurden von den Schauspielern in Beschlag genommen – natürlich mit dem Einverständnis der Besitzer. Eine vierte Spielstätte mitten im Ort gesellt sich dazu: Dort wird als special guest das Projekt Chance des CJD Creglingen einen theaterpädagogischen Beitrag leisten.

In diesem Jahr kommt die Theatergruppe aus dem Creglinger Stadtteil Reinsbronn schier nicht um ein Thema herum: den 50. Geburtstag der Stadt Creglingen. Natürlich gibt es Creglingen schon viel länger, und auch die einst selbstständigen Umlandgemeinden haben allesamt schon Jahrhunderte auf dem Buckel. Aber gemeinsam sitzen die 13 Kommunen erst seit 50 Jahren im selben Boot: seit der Gemeindereform 1972.

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Das klingt erst mal nach trockener Kommunalpolitik. Aber die Reinsbronner wären nicht die Reinsbronner, würde ihnen dazu nicht hintergründig-Humorvolles einfallen – ein Theaterspaß nicht nur für Creglinger, sondern für alle Freunde spritzig-unterhaltsamen Amateurtheaters. 14 Akteure im Alter zwischen elf und 64 Jahren tummeln sich parallel an drei Spielstätten und haben viel Spaß bei den Proben unter der Regie von Arno Boas und Ulrich Pfänder. Dazu kommen die rund acht Akteure des CJD Creglingen, die als special guests unter der Theaterleitung von Peter Warkentin ihren selbst entwickelten Beitrag zur Theatersaison leisten. Peter Warkentin, weithin bekannt als der männliche Part des Russlanddeutschen Theaters Niederstetten, arbeitet im Projekt Chance und wird bei der Umsetzung von Edgar Habel unterstützt, der seit über 30 Jahren zum Reinsbronner Ensemble gehört und mittlerweile ebenfalls beim Projekt Chance beschäftigt ist.

Dass die Theatergruppe in ihrer 39-jährigen Geschichte erstmals in Niedersteinach spielt, war überfällig. Die idyllisch gelegene Ortschaft hat erst im vergangenen Jahr die Dorfsanierung abgeschlossen und mit der alten Schule ein schmuckes Ortszentrum erhalten. Dort ist auch der zentrale Anlaufpunkt für die Zuschauer, die dann von dort von Ordnern an ihre jeweilige Start-Spielstätte geführt werden.

Verbindendes Element der jeweils gut 20-minütigen Szenen ist das Oberthema „50 Jahre Stadt Creglingen“. Eine Verhandlungsrunde aus dem Jahr 1971 ist dabei ebenso zu erleben wie eine Live-Quizsendung und ein Blick in die nahe Zukunft. Zum 60. Geburtstag der Stadt Creglingen im Jahr 2032 stellt sich nämlich die Frage: Ist Creglingen in zehn Jahren überhaupt noch selbstständig oder längst ein Ortsteil vom prosperierenden Nachbarort Weikersheim? Premiere in Niedersteinach ist am Samstag, 18. Juni, weitere Aufführungen sind am Sonntag, 19. Juni, Freitag, 1. Juli, Samstag, 2. Juli, und Sonntag, 3. Juli, geplant. Freitags und samstags ist um 19 Uhr Beginn, sonntags bereits um 18 Uhr. Treffpunkt für die Besucher ist spätestens 30 Minuten vor Spielbeginn die alte Schule in Niedersteinach. Von dort werden die Zuschauer zu ihren jeweiligen Startorten A, B, C oder D geführt.

Wer erst kurz vor Beginn kommen kann, kann sich - wie es letztes Jahr der Fall war – auch direkt zu seinem Start-Spielort begeben. An der alten Schule ist für das leibliche Wohl gesorgt.

Anders als letztes Jahr ist diesmal keine Kontaktdatenerhebung erforderlich – allerdings sollten die Zuschauer eine Maske mitbringen, denn für den Innenraum der Schule, wo sich auch die sanitären Anlagen befinden, ist das Tragen einer Maske empfohlen.

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