Verkehrswacht Buchen

Alte Ideale haben Bestand

Mitglieder wurden bei Versammlung geehrt

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ad
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Bei der Verkehrswacht Buchen wurden Mitglieder geehrt. © Adrian Brosch

Buchen. Hohen Besuch empfing die Verkehrswacht Buchen auf ihrer Zielgeraden: Kurz vor dem Ende der operativen Arbeit (wir berichteten) führte Burkhard Metzger – Präsident der Landesverkehrswacht Baden-Württemberg und Vizepräsident der Deutschen Verkehrswacht – noch einige Ehrungen durch. Den passenden Rahmen dafür bildete ein festliches Abendessen im „Löwen“, zu dem Vorsitzender Roland Burger auch den bisherigen Vorstand begrüßte.

Gemischte Gefühle

Als seit 2020 amtierender Vorsitzender äußerte Burger gemischte Gefühle: Einerseits sei die Auflösung der 1956 gegründeten Verkehrswacht Buchen „ein trauriger Schritt“, andererseits aber vollziehe man sie in dem Bewusstsein, mit der „neuen“ Verkehrswacht Neckar-Odenwald-Kreis eine zukunftsträchtige und zugkräftige Lösung geschaffen zu haben. Die alten Ideale haben Bestand: „Die Ziele unserer Arbeit bleiben die Gleichen“, betonte Burger und sprach von einem „neuen Kapitel der Vereinsarbeit“, dem freilich eine längere Vorgeschichte zugrunde liegt. Vor mehreren Jahren hatte man bereits Gespräche über eine Fusion der bisherigen Verkehrswachten Buchen und Mosbach geführt und auch an die komplette – nun vollzogene – Neugründung eines kreisweit operierenden Folgevereins gedacht, ehe Corona die Pläne vorläufig ausgebremst hatte.

Präsident Metzger schlug ähnliche Töne an. „Bei einem solchen Anlass wechseln sich hoffnungsvolle und wehmütige Gedanken stetig ab“, bemerkte er. Sein Dank galt allen Aktivposten, aber auch den Wegbereitern des neuen Vereins: „Ehrenamtliches Engagement ist vorbildlich, wenngleich es sich leider oft auf die Schultern weniger Personen verteilt“, schilderte Metzger.

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Schließlich ehrte er mit Gerhard Engelhard (Mudau), Volker Hermeth (Adelsheim) und Fridolin Schulz (Limbach) verdiente Verkehrswachtler mit dem Ehrenzeichen der Deutschen Verkehrswacht in Silber: Sie alle waren über Jahrzehnte hinweg an vorderster Front aktiv, der pensionierte Lehrer Gerhard Engelhard, der in den 80er-Jahren das Amt des Fachberaters für Verkehrserziehung beim seinerzeitigen Staatlichen Schulamt Mosbach übernommen hatte, seit 1979 als Mitglied und seit 2002 als Beisitzer. Auch bei der Einrichtung des Verkehrswachthauses am Eckenberg und bei der Schülerlotsenausbildung zeigte er Flagge.

Nächster im Bunde war Volker Hermeth: Der Polizeihauptkommissar a.D. war seit 1983 als Verkehrserzieher der Polizeidirektion Mosbach (Standort Buchen) tätig und seit 1988 als Beisitzer aktiv. Er hatte unzähligen Kindern im Altkreis Buchen das sichere Fahrradfahren beigebracht: Seine Steckenpferde waren die Radfahrausbildung und Sicherheitstrainings, die verkehrserzieherische Puppenbühne sowie Vorträge für Kinder, Eltern und Fahrschüler.

Polizeihauptmeister a.D. Fridolin Schulz war 1998 zum Verkehrserziehungsdienst und in die Verkehrswacht Buchen gestoßen, deren Beisitzer er seither war. Als „gute Seele der Verkehrswacht Buchen“ hatte er ähnliche Aufgabenfelder wie Volker Hermeth und kümmerte sich um den Unterhalt der stationären Jugendverkehrsschule.

Dank ging auch an Ehrengeschäftsführer Albert Ullrich (Hainstadt): „Er hat die Arbeit der Verkehrswacht Buchen in maßgeblicher Weise geprägt“, hielt Präsident Metzger fest und kündigte eine Ehrung ganz besonderen Kalibers an, die Ullrich bei der in Balingen tagenden Jahreshauptversammlung der Landesverkehrswacht Baden-Württemberg am 27. Mai erhalten wird.

Im Namen aller Geehrten sprach Volker Hermeth ein Wort des Dankes aus: „Beruf und Berufung harmonierten stets in außerordentlichem Maße miteinander“, konstatierte er. Roland Burger dankte noch für den würdevollen Abschluss, ehe man beim geselligen Abendessen zahlreiche Erinnerungen austauschte. ad