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Ottmar-Mergenthaler-Sängerfreunde Hachtel - Freundschaft mit Männerchor Bachem bewährt sich auch in Krisenzeiten / 12 300 Euro übergeben

Flutkatastrophe Ahrweiler: Sänger aus Hachtel überreichen großen Spendenscheck

Von 
Gerd Weigl
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Als kleine Abordnung fuhren nach Bachem: Chorleiter Josef Ehrmann, zweiter Vorsitzender und Stadtrat Hubert Rothenfels, Beirat Theo Ehrmann und Vorsitzender Jochen Melzer. Sie übergaben den Scheck. © Weigl

Hachtel/Bad Neuenahr-Ahrweiler. Mit einem großen Spendenscheck überraschten vor kurzem die Ottmar-Mergenthaler-Sängerfreunde aus Hachtel den befreundeten Männerchor Bachem. 307 Kilometer Anfahrt hatte die Vier-Mann-Delegation aus dem Taubertal in die Kreisstadt Bad Neuenahr-Ahrweiler in Kauf genommen, um im Frühburgunderdorf Bachem Geld für den Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe zu überreichen.

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Beide Chöre fanden 2016 zu einer festen Freundschaft zusammen, die wirklich mit Leben erfüllt ist. Es begann während der traditionellen Konzertreise der Bachemer Sänger, die sie damals ins Taubertal führte, wo sie in der Tourvorbereitung eher zufällig auf die Ottmar-Mergenthaler-Sängerfreunde trafen. Sowohl die Sänger, aber insbesondere auch die beiden Chorleiter, Hans-Albert Jahn und Josef Ehrmann, stellten sofort das enorme Potenzial der Chöre fest, das dann in der voll besetzten Bad Mergentheimer Wandelhalle zu einem bravourös dargebotenen Konzert führte.

Die Spendensumme über 12 300 Euro soll dem durch die Flut stark beschädigten Bachemer Kindergarten „Rappelkiste“ zu Gute kommen.

Blick in den kaputten Kindergarten. © Weigl

Nach einem gemeinsamen Frühstück im Bachemer Sängerheim überreichte der Gastchor mit ihrem Vorsitzenden Jochen Melzer und dem Ehrenvorsitzenden und Chorleiter Josef Ehrmann vor der Alten Bachemer Schule den Spendenscheck an die Erzieherin Sigrid Horst. Wegen der Verwüstungen sind Gruppen der „Rappelkiste“ in die Alte Schule ausgelagert worden.

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Die Idee zur Spendenaktion hatte Josef Ehrmann gleich nach den ersten Bildern, die er von den Zerstörungen an der Ahr sah. Zum Anfang waren es nur wenige Spender. Aber es sprach sich schnell in Hachtel herum, dass man das Geld direkt vor Ort nach Bachem bringen wollte. Und viele Hachteler erinnerten sich auch noch an die Besuche des Bachemer Männerchores in Hachtel und fühlten sich persönlich verbunden. Auf diese Weise kamen immer mehr Spenden von Vereinen, Privatpersonen und Firmen zusammen.

Josef Ehrmann übergab zusätzlich ein von Kindern der Hachteler Kindertagesstätte gemaltes Bild, was sicherlich einen festen Platz in der neuen „Rappelkiste“ finden wird.

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In einem Gruß- und Dankeswort aus Anlass der großzügigen finanziellen Spende erinnerte Bachems Ortsvorsteher Ulrich Stieber an die neue Zeitrechnung nach der Flut im Juli. Das verheerende Ereignis habe unermessliches Leid nach Bachem geschwemmt. Es gelte seelisches, körperliches und finanzielles Leid zu ertragen. Enorm hilfreich seien die vielen Zeichen menschlichen Mitgefühls, das helfende Miteinander, das Bachem erlebe. So werde es leichter, nach vorne zu schauen.

Nach der Spendenübergabe nahmen die Sänger in der Dorfmitte an der Leonardus-Kapelle ein „Helfermittagsessen“ ein.

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Beim Besuch der Bachemer Kindertagesstätte bot sich den Besuchern ein Bild der Verwüstung und Zerstörung. Die stellvertretende Leiterin der „Rappelkiste“, Andrea Engel, zeigte den Fortschritt des Wiederaufbaus und stellte die weiteren Planungen vor.

Um zu erfahren, wie die Männerchorstimmen der beiden Chöre im Rohbau der „Rappelkiste“ klingen, präsentierten die Sänger auf Wunsch von Andrea Engel den „Bajazzo“, bevor die Hachteler Sänger nach einem Kaffeeplausch auf der Grafschaft bei Chorleiter Hans-Albert Jahn die Rückreise ins Taubertal antraten.

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