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Würth Industrie Service

Bewahren für die Zukunft

Firmenarchiv mit mehr als zwei Jahrzehnten Unternehmensgeschichte

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Patricia Rothengaß bei der Sichtung von Archivmaterial an ihrem Arbeitsplatz bei der Würth Industrie Service. © Stephanie Boss, Archiv Würth Industrie Service

Wie sehr sich etwas im Laufe der Zeit verändert, wird oft erst durch einen Rückblick sichtbar. Seit der Gründung der Firma Würth Industrie Service am 13. Januar 1999 hat sich viel im Unternehmen und am Firmenstandort in Bad Mergentheim bewegt.

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Bad Mergentheim. Diese Entwicklungen und Geschehnisse werden im Firmenarchiv physisch und digital für die Zukunft festgehalten. Der Aufbau und die Betreuung des Firmenarchivs sowie die sachgerechte Archivierung und Aufbereitung der Unterlagen ist seit einigen Jahren ein wichtiger Teilbereich des Aufgabenportfolios des Teams Unternehmens- und Führungskultur der Würth Industrie Service.

Über 23 Jahre ist es her, als ein paar visionäre Würth-Mitarbeiter das leerstehende Gelände der ehemaligen Deutschorden-Kaserne auf dem Bad Mergentheimer Drillberg 1998 betraten.

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Gerade einmal 88 Kollegen umfasste die damalige Division Industrie der Adolf Würth GmbH & Co. KG. Kurze Zeit später wurde die Würth Industrie Service GmbH & Co. KG als eigenständige Tochtergesellschaft in Bad Mergentheim am 13. Januar 1999 gegründet.

Heute ist das Unternehmen mit seinem europäischen Logistikzentrum auf dem Drillberg und mehr als 1700 Mitarbeitern führend im Bereich C-Teile-Management und einer der größten Arbeitgeber der Region Main-Tauber.

Blick in die Zukunft

Wie die Firma wächst, ihr Portfolio verändert, neue Geschäftsfelder und Märkte erschließt, Innovationen entwickelt, neue Kollegen gewinnt, Erfolgsgeschichten verzeichnet und vieles mehr – über die Jahrzehnte lässt sich diese Entwicklung mit Archivalien darstellen und ableiten. Die Arbeit im Archiv ist nicht nur gekennzeichnet durch die Betrachtung der vergangenen Zeit, sondern auch durch einen Blick in die Zukunft. Unterlagen, die heute entstehen, können für nachfolgende Generationen enorme Bedeutung haben.

Patricia Rothengaß, verantwortlich für das Firmenarchiv, kümmert sich um den Aufbau des digitalen Unternehmensarchivs sowie die Aufbereitung der Firmengeschichte: von der Recherche, Sichtung und Bewertung über die Übernahme, Erfassung, Erschließung und Sicherung bis hin zur Digitalisierung, Verzeichnung und Bereitstellung von analogem und physischem Archivgut.

Rothengaß bringt für die Betreuung dieser wichtigen Aufgabe eine fachliche Expertise und einen besonderen Werdegang mit. Sie hat an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg Politikwissenschaft, Geschichte und Anglistik studiert und sich auf das Thema Archivierung spezialisiert und ist daher mit diesen Aufgaben bestens vertraut. Die 37-Jährige ist seit dem 14. Lebensjahr ab Brustmitte querschnittsgelähmt und daher auf den Rollstuhl angewiesen. Ausgehend von einem zwölfwöchigen Praktikum von November 2020 bis Januar 2021 wurde Rothengaß ab März 2021 in eine Festanstellung mit einem Teilzeitgrad von 80 Prozent übernommen und arbeitet zu Teilen vor Ort in Präsenz und im Homeoffice.

Gut integriert

Eng an den Fachbereich Personal gebunden, wurde sie von Anfang an gut in das Team integriert und hat eine große Hilfsbereitschaft erfahren. „Uns wurde schnell bewusst, dass es für eine vollständige Inklusion nicht ausreichend ist, nur Arbeitsplätze für Menschen mit Handicap zu schaffen. Deswegen ist es in allen Bereichen wichtig, dass Menschen mit und ohne Handicap im Arbeitsalltag zusammenarbeiten, sich unterstützen und gemeinsam Ziele erreichen“, so Michael Schubert, Geschäftsleitung Personal der Würth Industrie Service. Bei der Bereitstellung von physischen Unterlagen ist die Hilfsbereitschaft der Mitarbeitenden gefragt und ein gegenseitiges Verständnis wichtige Voraussetzung für die Bewältigung der Aufgaben.

Besonders die gemeinsamen Teamevents, Ausflüge und Erlebnisse fördern und stärken das Miteinander. „Gerade bei der Auswahl der Ziele und Aktivitäten haben auch meine Kollegen aus meinem Arbeitsbereich erfahren und gelernt, mit welchen Themen ich mich in meinem Alltag beschäftige und welche Rolle ein barrierefreies Umfeld dabei spielt“, so Rothengaß. Ebenso wurden auf dem Industriepark Würth weitere Umbaumaßnahmen zur Barrierefreiheit realisiert wie das automatische Öffnen von Türen oder das Entfernen von einzelnen Stufen sowie einzelne Treppenlifte, um noch besser für die Zukunft gewappnet zu sein.

Wichtiges Element

Inklusion ist ein wichtiges Element innerhalb der Gesellschaft und vieler Unternehmen. Innerhalb der Würth-Gruppe setzt sich Carmen Würth persönlich für dieses wichtige Thema ein. Neben dem Kerngeschäft ist es auch der Würth Industrie Service ein besonderes Anliegen, Menschen mit Handicap eine Chance zu eröffnen und deren Lebensqualität zu verbessern. „Es wäre wünschenswert, wenn sich mehr Arbeitgeber dem Thema Inklusion annehmen, um eine wirkliche Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt zu bekommen“, zieht Rothengaß als Fazit.

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