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Stadt Bad Mergentheim mit dabei - EU-Kommission fördert das aus sieben Ländern angestoßene Projekt „Spring“

Bad Mergentheim gehört zum Europaweiten Netzwerk für Krisen-Kooperation

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stv
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Vertreter aus sieben europäischen Ländern tauschten sich diesen Sommer in Borgomanero über Zivilschutz aus. Auch die Stadt Bad Mergentheim war dabei. © Stadt Bad Mergentheim

Bad Mergentheim. Sieben europäische Städte und der italienische Kommunalverbund Piemont arbeiten gemeinsam ihre Erfahrungen aus der Corona-Pandemie auf und wollen so ein länderübergreifendes Kooperationsprojekt zur Krisenbekämpfung schaffen. Mit dabei ist auch die Stadt Bad Mergentheim.

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Die Initiative dazu ging von der norditalienischen Stadt Borgomanero aus, die schnell ihre seit langem in einem Dreierverbund organisierten Partnerstädte Bad Mergentheim und Digne-les-Bains (Frankreich) dafür gewinnen konnte. Es schlossen sich auch noch die Städte Quart de Poblet (Spanien), Obshtina Aksakovo (Bulgarien), Gmina Ziebice (Polen) und Opshtina Stip (Nordmazedonien) an sowie der Gemeinde-Verbund der italienischen Region Piemont.

Zu acht reichten die Beteiligten ihre Initiative bei der Europäischen Kommission in Brüssel ein – und erhielten den erhofften Förderzuschlag aus dem Programm „Citizen4EU“. Das bedeutet unter anderem, dass die anfallenden Projekt- und Reisekosten nicht von den Kommunen getragen werden müssen – und dass die EU das Netzwerk eng begleitet. Es trägt den Titel „Spring“, was die Kurzform von „Solidarity in progress“ (zu Deutsch etwa: „Solidarisch weiterentwickeln“) ist.

Das Ziel: Ausgehend von der Wucht der Corona-Krise sollen die in den unterschiedlichen Ländern und Regionen gegebenen Antworten darauf analysiert werden. Im nächsten Schritt wird dann aus transnationaler Perspektive eine Strategie für Solidarität und europäischer Kooperation im Falle einer Krise entwickelt.

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„Ganz konkret werden wir beispielsweise ein Multimedia-Tool entwickeln, das in fünf Sprachen funktioniert und solche Aktionen zur Krisenbekämpfung bündelt, die sich in der Praxis bewährt haben“, erläutert Giuseppe Tarantini von der Bad Mergentheimer Stadtverwaltung, der das Projekt für die Kurstadt koordiniert.

Insgesamt acht internationale Treffen wird es im Rahmen des Projektes geben. Daran nehmen lokale Verwaltungsmitarbeitende sowie Helferinnen und Helfer der örtlichen Notfallinitiativen, Lehrerinnen und Lehrer und Schülerinnen und Schüler teil.

Das Auftakttreffen in Borgomanero hat bereits stattgefunden. Hier stand das Thema Zivilschutz im Vordergrund, weshalb aus Bad Mergentheim neben Giuseppe Tarantini auch der stellvertretende Stadtkommandant der Freiwilligen Feuerwehr, Karl-Heinz Barth, und Sabine Stutz als Sachgebietsleiterin Öffentliche Ordnung mit dabei waren. Thema war unter anderem, wie die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln und Medikamenten organisiert worden ist.

Hier hatte Borgomanero einige Aufgaben für die gesamte in der ersten Pandemie-Welle sehr schwer getroffene Region in Italien übernommen.

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Oberbürgermeister Udo Glatthaar, der im Rahmen des Projekts auch mit den Stadtoberhäuptern in Verbindung stehen wird, ist beeindruckt von dem Engagement, mit dem die europäischen Kommunen in ihr gemeinsames Vorhaben gestartet sind: „Wir legen hier einen klaren Fokus auf die EU-Notfallmaßnahmen, haben einen wichtigen Austausch über Solidarität und Bürger-Hilfe – und wir leisten einen Beitrag zum besseren Verständnis der EU und ihrer Mitgliedsstaaten untereinander.“ stv

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