Amt drückt die Resettaste

Michael Weber-Schwarz zur Naber-Entscheidung

Veröffentlicht
Kommentar von
Michael Weber-Schwarz
Lesedauer

Die heutige Pressemitteilung des Landratsamts hat aus vielen Gründen einen bitteren Beigeschmack. Noch am Rossmarkt kein Ton zum Thema Naber vom Landrat – tags darauf die Ladung der Bürgermeisterstellvertreter nach Tauberbischofsheim, weil der Amtsverweser sich im Krankenstand befindet. Dort die Mitteilung: Man will Heike Naber wieder ins Rathaus zurück lassen. Dass die Parteien vor der Öffentlichkeit informiert werden, erscheint dabei immerhin selbstverständlich.

Wer jetzt denkt, Naber kann ohne Folgen „weiterregieren“, ist auf dem Holzweg. Das Landratsamt hat das eigene Justiziariat mit der Fortführung der anhängigen Disziplinarverfahren beauftragt. Damit wird gewissermaßen die Resettaste gedrückt: Die Ermittlungen des Amts wegen dienstlicher Vorwürfe beginnen von vorne. Die Staatsanwaltschaft Ellwangen ermittelt unabhängig weiter – und auf die Bürgermeisterin wartet eine Rechnung von einer Viertelmillion Euro wegen Vergaben am Rat vorbei.

Redaktion Im Einsatz für die Lokalausgabe Bad Mergentheim

Mehr zum Thema

Niederstettener Bürgermeisterin Landrat: Naber wird ins Amt zurückkehren

Veröffentlicht
Mehr erfahren

Fall Naber Niederstetten: Bürgermeisterin Heike Naber kann ins Amt zurückkehren

Veröffentlicht
Mehr erfahren

Dauerthema Karlsberg Amt will Abweisung der Klage

Veröffentlicht
Mehr erfahren