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Energiekrise

Vereine kommen an ihre Grenzen

Verbandsvertreter betonen die gesellschaftliche Verantwortung, die der Sport hat und fordern deshalb Unterstützung

Von 
dosb
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Die Energiekrise bestimmt weiterhin den Alltag. Auch der organisierte Sport steht vor enormen Herausforderungen. Aber: Mit einfachen Maßnahmen kann auch er seinen Beitrag zur Energieeinsparung leisten.

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Geschlossene Schwimmbäder und abgesperrte Sportstätten gehören zu den Schreckensszenarien, die man nach den beiden vergangenen Pandemiejahren nicht noch einmal erleben möchte. Im Zuge der gegenwärtigen Energiekrise, deren Ausmaße in vollem Umfang längst noch nicht absehbar sind, könnte aber genau das passieren.

Umso wichtiger ist es, dass auch der organisierte Sport seinen Beitrag dazu leistet, indem alle gemeinschaftlich Energie einsparen. Der Verbrauch könne schon mit einfachen Sparmaßnahmen deutlich gesenkt werden – etwa einem bedarfsgerechten und bewussten Umgang mit Beleuchtung, einer auf die Belegungszeiten angepasste Temperaturabsenkung von Raumluft, kürzere Duschzeiten oder auch eine Überprüfung von Elektrogeräten hinsichtlich deren Notwendigkeit und Nutzung sowie deren Einbindung in abschaltbare Steckerleisten. Weitere Einsparpotenziale hat der DOSB in einem detaillierten Stufenplan zusammengetragen (wir berichteten).

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Die Energiekrise hat bereits den Amateur- und Breitensport erreicht und viele Sportvereine und Kommunen stehen angesichts explodierender Gaspreise vor enormen finanziellen Herausforderungen. Doch insbesondere nach den ohnehin schon schwierigen zwei Pandemiejahren, von denen sich längst noch nicht alle Vereine erholt haben, kommt auch die hiesige Sportlandschaft an die Grenzen ihrer Kräfte.

Entsprechend wird von den Kommunen und der Politik erwartet, den Sport bei allen notwendigen Entscheidungen einzubinden, die ihn betreffen. Nur so könne man gemeinsam bestmögliche Lösungen vor Ort entwickeln, falls Schließungen drohen.

„Kein Sport ist keine Lösung“

Sportsverbandsvertreter aller Bundesländer betonen gleichermaßen, dass der organisierte Sport in dieser schwierigen Situation einmal mehr gesellschaftliche Verantwortung übernimmt. „Kein Sport ist keine Lösung – an diesem Mantra halten wir auch in der Energiekrise fest. Es darf nicht passieren, dass die Politik die Fehler der Corona-Pandemie wiederholt und die Bedeutung des Sports für die Gesellschaft zu geringschätzt. Sport und Bewegung leisten so viel mehr für das gesellschaftliche Gefüge als seine gesundheitsfördernden Effekte.

Sportreiben – vor allem gemeinsam im Verein – trägt entscheidend zum physischen und psychischen Wohlbefinden bei, bringt Menschen zusammen und sorgt für den gesellschaftlichen Zusammenhalt“, so der einhellige Tenor.

Entlastung notwendig

Auch von Seiten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) kommt deutliche Kritik. Enttäuscht zeigt sich dieser insbesondere aufgrund der fehlenden Berücksichtigung und Unterstützung des Sports im dritten Entlastungspaket, das die Bundesregierung zuletzt auf den Weg gebracht hatte. In dem 65 Milliarden Euro schweren Paket geht der Sport leer aus. Eine Vernachlässigung, die auch weitere gesellschaftlich relevante Bereiche betrifft: „Wir im Sport sehen uns als große Gemeinschaft mit Sektoren wie unter anderem der Kunst und Kultur, Sozialverbänden und dem Handwerk. Auch diese gilt es nicht zu vergessen und entsprechend zu unterstützen“, heißt es

Für den Sport gesprochen mahnt er explizit an, dass viele Vereine die explodierenden Energiekosten kaum stemmen werden können – „da hilft auch das unermüdliche Engagement und der Einsatz all der in unseren Sportvereinen engagierten Sportsfreundinnen und Sportsfreunde nur wenig“, sagt Dahms. Und: „Unsere Sportvereine brauchen eine spürbare finanzielle Entlastung“.

Bereits im Juli hatte der LSB auf die Herausforderungen des organisierten Sports in der Energiekrise hingewiesen und vor pauschalen Schließungen von Sportstätten gewarnt.

Zudem befindet sich beispielsweise der Landessportbund Sachsen aktuell bereits in Gesprächen mit dem für Sport zuständigen Staatsministerium, um frühzeitig über ein gemeinsames Vorgehen zu beraten und in kommende Entscheidungen involviert zu sein. dosb

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