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Fußball

Schiedsrichter-Mangel wird immer akuter

Im Kreis Buchen nur noch vier Kreisligaspiele sonntags

Von 
Walter Jaufmann
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Horst Saling hatte Grund zur Freude: Der Vorsitzende des Fußballkreises Buchen durfte zum Staffeltag vor Beginn der Saison 2022/23 alle Vereine in Heidersbach begrüßen.

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In seiner Rückblende auf die vergangene Saison ging der stellvertretende Kreisvorsitzende Kreisvorsitzende Christian Schmidt unter anderem auf die besorgniserregende Anzahl an Spielabsagen, fast ausschließlich ausgelöst durch die Gastvereine, ein. Dies bereite derzeit große Sorgen. Diese Entwicklung erfordere eine Diskussion darüber und vor allem Konsequenzen, gegebenenfalls auch härtere Strafen, betonte Saling. Hinsichtlich einer Verbesserung der Würdigung des Ehrenamtes wurden die die Vereine aufgerufen, die angebotenen Möglichkeiten auszuschöpfen und unbedingt Kandidaten für die diversen DFB-Ausschreibungen zu benennen.

Bei der Jugend gelte es das vorhandene Potenzial unbedingt zu nutzen und vor allem den Jüngsten den Spaß am Fußballspiel zu erhalten. Hier rief er auf zur Unterstützung der Aktion „Spaß am Spiel“, die bis den E-Junioren keinen Wettbewerb mehr vorsieht, sondern den Kinder die Freude am Spiel an sich näher bringen soll.

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lm
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Zu einem fast nicht mehr lösbaren Problem hat sich der Schiedsrichter-Mangel entwickelt. Die Zahl an aktiven Schiedsrichtern im Fußballkreis ist weiter drastisch zurückgegangen. Es würden daher unerfreuliche Konsequenzen für den Spielbetrieb drohen, die niemand haben möchte, wie zum Beispiel der Wegfall von Schiedsrichter-Assistenten, früher Linienrichter genannt, in der Kreisliga. Solche Maßnahmen würden sich nur noch durch rasche Gewinnung von neuen Schiedsrichter-Kandidaten durch die Vereine vermeiden.

Ein für die Zukunft vieler Vereine sowie die Gewährleistung eines geregelten Runden-Betriebes fraglos bedeutendes Anliegen ist aufgrund des zunehmenden Spielermangels in vielen Vereinen die Bildung von Spielgemeinschaften (SpG). Diese wird im Verband sehr kontrovers diskutiert, da der Spielermangel in den großen Stadtkreisen im Bereich des BFV so nicht gegeben. Trotz enormem Widerstandes habe man dennoch ein zweijähriges Pilot-Projekt durchsetzten können: Bei bis zu 3 Partner-Vereinen können die Ortsnamen in die Vereinsbezeichnung einbezogen werden, ab vier Partnern allerdings muss ein SpG-Name mit regionalem Bezug gewählt werden. Horst Saling wertet diese Lösung als gut und praktikabel.

Der Schiedsrichtermangel stand im Mittelpunkt des Berichts von Thomas Mistele, dem Vorsitzenden der Schiedsrichtervereinigung Buchen. Die Lage verschärfe sich immer mehr. So können künftig von den sieben Kreisligaspielen nur noch vier am Sonntag ausgetragen werden. Zwei müssen auf Freitag und eines auf Samstag vorverlegt werden. Statt der nach offizieller Soll-Berechnung erforderlichen 110 Schiedsrichtern stünden derzeit nämlich lediglich noch 50 zur Verfügung. 15 Vereine stellen sogar keinen Schiedsrichter. Das rufe nach Konsequenzen. Die Werbung von Schiedsrichter Neulingen müsse oberste Priorität haben.

Über Regeländerungen bzw. aktualisierte Regel-auslegungen ab dem 1. Juli 2022 klärte SR-Lehrwart Heiko Link. Über Neuerungen in der Sportgerichtsbarkeit sowie die Neueinrichtung eines Kontrollausschusses informierte Jörg Pfeil.

Als Staffelleiter wurden gewählt: Christian Schmidt für die Kreisliga Buchen, Tobias Hornung für die Kreisklasse A und Jürgen Weber für die Kreisklasse B.

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