VfB Heidersbach - Zwei ereignisreiche Jahre bewältigt / Rück- und Ausblick bei der Mitgliederversammlung / Biergarten und Hähnchenverkauf geplant

Sportfamilie hofft auf den Neustart

Von 
Volker Noe
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Heidersbach. Neue Wege ging der VfB Heidersbach im Rahmen seiner Mitgliederversammlung: Ein Teil der Mitglieder kam dazu im „Hällele“ zusammen, während der andere Teil online zugeschaltet war.

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Das Vorstandsteam, bestehend aus Markus Koller, Patrick Rhein und Johannes Hemberger, blickte auf zwei ereignisreiche Geschäftsjahre zurück, die es so in dieser Form in der langen Vereinsgeschichte noch nicht gab.

In seinem Bericht rief Johannes Hemberger für das Vorstandsteam die Widrigkeiten und Aktivitäten in den vergangenen beiden Jahren in Erinnerung, die in erster Linie von den Einschränkungen der Coronapandemie geprägt waren.

Seit Anfang März 2020 ist das Vereinsleben äußerst eingeschränkt. Über die Sommermonate kehrte nach dem ersten Lockdown zwar wieder fast so etwas wie Normalität ein, aber Ende Oktober wurde diese Aufbruchsstimmung mit den steigenden Inzidenzen und dem damit verbundenen erneuten Lockdown wieder jäh beendet.

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Auflagen und Hygienekonzepte

Ab Juli durfte unter Auflagen und Hygienekonzepten wieder trainiert werden und auch Zuschauer waren zu den Spielen wieder zugelassen. Hierzu musste man sich vielseitig mit der Gemeinde und Behörden abstimmen, um Hygienekonzepte zu erstellen und Kontaktnachverfolgungen datenschutzrechtlich konform abzubilden.

Voller Elan starteten die Mannschaften die Vorbereitung auf die neue Runde 2020/21 unter Dietmar Manz als Haupttrainer und Fabian Gruber als spielendem Co-Trainer. Ende Oktober musste die Runde dann aber zunächst unter- und schließlich komplett abgebrochen werden.

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„Auf dem Platz ging es demnach in den vergangenen beiden Jahren ruhiger zu. Dennoch standen abseits des Spielfeldes zahlreiche Aufgaben an, die von der Vorstandschaft angegangen wurden“, fasste Hemberger zusammen und zählte die bewältigten Herausforderungen auf.

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Durch die Krankheit von Erich Münch musste die Verantwortung der Bewirtung des Sportheims, die dieser zusammen mit seiner Frau Bärbel über Jahrzehnte verantwortet hatte, neu organisiert werden.

In diese Fußstapfen trat Markus Koller, der die Bewirtung des Sportheims seither organisiert und dabei von Pius Hemberger tatkräftig unterstützt wird.

Mähroboter zur Entlastung

Im Unterschied zu zahlreichen Vereinen in der Umgebung findet die Pflege des Sportgeländes und der Rasenplätze nach wie vor komplett in Eigenregie statt. Der notwendige Arbeitsaufwand ist immens und es wird immer schwieriger engagierte Helfer zu finden. Um diese zu entlasten wurde in einen Mähroboter zur Rasenpflege investiert.

Die Vorbereitung der beiden Plätze für die Installation mit Verlegung der Leiterschleifen fand im April 2020 statt. Außerdem wurde eine Gerätehütte mit Unterstand für den Mähroboter errichtet. Zur Finanzierung wurde eine Spendenaktion ins Leben gerufen, die überaus erfolgreich verlaufen ist. Hinzu kamen Förderungen durch die Gemeinde Limbach und den Badischen Sportbund. Die Investitionskosten betrugen über 20 000 Euro.

Weiterhin wird das Vertikutieren und Sanden der beiden Plätze künftig ebenfalls in Eigenregie durchgeführt, was zu erheblichen Einsparungen beiträgt.

Das Sportfest 2020 musste coronabedingt ausfallen, und auch der bayrische Abend konnte nicht wie geplant stattfinden.

Auch in diesem Jahr wird das Sportfest nicht wie gewohnt stattfinden können. Es ist wieder ein Hähnchenverkauf geplant.

Außerdem hegt man die leise Hoffnung, dass das Infektionsgeschehen die Möglichkeit bietet, zumindest in Form eines Biergartens eine Bewirtung im Freien durchführen zu können. So wolle man zumindest einen Teil der fehlenden Einnahmen generieren.

„Da wir wegen Corona im Juni 2020 kein Training in Bezug auf unsere fußballerischen Möglichkeiten durchführen konnten, wurden die Spieler zunächst zu Waldläufen animiert“, begann Trainer Dietmar Manz seinen Bericht.

Ab Anfang Juli durfte dann wieder auf dem Platz trainiert werden. „Die Trainingsbeteiligung war von Anfang an sehr gut und man konnte merken, die Spieler wollten wieder an den Ball.“ Am 6. September startete man mit einem Sieg in Walldürn in die neue Verbandsrunde, und im folgenden gaben sich Höhen und Tiefen die Waage.

Mammutprogramm steht an

Dann kam Corona mit aller Macht zurück und nach langem Hin und Her wurde die Runde im März dieses Jahres abgebrochen. Es gab keine Aufsteiger und Absteiger, was bedeutet, dass in der nächsten Runde wieder ein Mammutprogramm mit 18 Mannschaften ansteht.

Langsam pendeln sich die Inzidenzen ein: Wenn die Zahlen weiter sinken, könne man in den nächsten Wochen mit einem richtigen Neustart im Trainingsbetrieb rechnen.

Anfang Juli will Manz mit der Vorbereitung auf dem Platz starten. Ziel wird es sein, mehr Stabilität in die gesamte Mannschaft zu bringen, um die doch zahlreichen Gegentore zu reduzieren, aber auch die in jedem Spiel gegebenen Chancen besser zu nutzen.

„Es geht nur gemeinsam“

„Es geht nur gemeinsam, aber ich bin guter Hoffnung, dass wir uns im physischen und spielerischen Bereich verbessern und deutlich nach vorne bewegen werden“, gab er die Route vor.

Den Bericht für die 1B-Mannschaft erstattet Johannes Hemberger. Hier spiele man in einer Spielgemeinschaft mit der SG Waldhausen/Laudenberg. Im Schnitt seien hier fünf bis sechs Spieler vom VfB im Einsatz. Die Chemie innerhalb der Spielgemeinschaft stimme und die Vorstandsteams der beteiligten Vereine arbeiten harmonisch zusammen.

„Zwischenzeitlich ist die Anzahl der Kinder, die noch aktiv Fußball spielen, auf neun Spieler geschrumpft“, gab Jugendleiter Holger Jakob zu Protokoll. Diese spielen beim JSV Limbach-Fahrenbach sowie beim SV Waldhausen.

Im Ort gibt es noch eine Bambini-Gruppe, in der sich 20 Mädchen und Jungen im Alter von vier bis zehn Jahren sportlich betätigen. Es stehen weitere Kinder auf einer Warteliste. Sie werden von Julia Häffner und Lucy Schnorr betreut. Auch hier war wegen Covid 19 in den vergangenen eineinhalb Jahren fast kein Trainings- und Übungsbetrieb möglich und man warte sehnsüchtig auf einen Neustart.

„Hinter den einzelnen Abteilungen, die nicht auf dem Sportplatz, sondern im „Hällele“ aktiv sind, liegen ebenfalls entbehrungsreiche Zeiten“, fasste Patrick Rhein zusammen. Hier galt es ebenfalls sehr kurzfristig auf neue Vorschriften zu reagieren und Hygienekonzepte zu erstellen und aktualisieren. Teilweise wurden Online-Trainingseinheiten angeboten. Hier müsse die Zukunft zeigen, wie der Neustart vonstatten geht, besonders bezüglich der Umsetzung der vorgeschriebenen Testpflicht zu den einzelnen Übungsstunden.

Fehlende Einnahmen

Dass trotz der Corona-Pause erhebliche Ausgaben anstanden beleuchtet Kassier Michael Heid in seinem Bericht. Die größten Posten waren die Neuanschaffung des Mähroboters sowie die Pflege der beiden Rasenplätze.

Er beklagte die ausbleibenden Einnahmen aufgrund ausgefallener Feste und des fehlenden Sportheimbetriebs. Dennoch verfüge man über eine gesunde Liquidität, um die kommenden Herausforderungen zu meistern.

„Wir befinden uns nach wie vor in einer Ausnahmesituation, sind aber bestrebt, in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Öffnungskonzepte für den Sportbetrieb im „Hällele“ zu erarbeiten“, befand Ortsvorsteher Werner Gellner, dem es wichtig ist das Vereinsleben wieder anlaufen zu lassen.

Wahlen

Unter seiner Wahlleitung wurden folgende Funktionen im Vorstand besetzt: Kassier: Michael und Benjamin Heid, Schriftführer: Michael Hauber und Thomas Roth, Spielausschuss: Annika Schell, Simon Erfurt, Tobias Münch, Rico Neubig, Leon Schulz, Jürgen Lutz, Ralf Müller, Robert Jenske, Jens Riehl, Hauskassier: Klemens Scheuermann und Thomas Hemberger.

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