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Amtsantritt

Neuer Konrektor Sebastian Lutz hat mit Wertheimer Realschule eniges vor

Gebürtiger Boxtaler besuchte früher selbst die Bildungseinrichtung und will diese nun mitgestalten

Von 
Kai Grottenthaler
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Einst war Sebastian Lutz Schüler der Wertheimer Realschule in Bestenheid. Seit diesem Schuljahr ist er Konrektor der Bildungseinrichtung. © Kai Grottenthaler

Bestenheid. Nach genau 22 Jahren kehrte Sebastian Lutz nun an die Comenius Realschule zurück. Einst war er hier Schüler – jetzt ist er Konrektor. Gemeinsam mit Schulleiterin Katrin Amrhein und deren Stellvertreterin Verena Tenzer bildet der gebürtige Boxtaler offiziell seit Anfang August das dreiköpfige Schulleitungsteam der Wertheimer Realschule in Bestenheid.

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Die meisten Kolleginnen und Kollegen sind am ersten Schultag schon nicht mehr anwesend, als am späten Nachmittag eine junge Schülerin mit ihren Eltern vor der Schule auf Sebastian Lutz zukommt. Vor Kurzem sei sie aus Bad Mergentheim zugezogen und wolle sich nun an der Comenius Realschule anmelden. Freundlich klärt er sie spontan über das weitere Vorgehen auf, beantwortet geduldig ihre Fragen von der Anmeldung bis zum Busticket.

Zur Person: Sebastian Lutz

Sebastian Lutz wuchs in Boxtal auf und besuchte die dortige Grundschule. Nach der Mittleren Reife an der Realschule Wertheim legte er 2004 am Wirtschaftsgymnasium das Abitur ab.

In Würzburg absolvierte Lutz anschließend das Studium für das Lehramt an Realschulen in den Fächern Deutsch und Geographie.

Seinen Vorbereitungsdienst absolvierte Lutz an der Realschule in Lauda. Anschließend war er zwölf Jahre lang als Realschullehrer in Krautheim tätig.

Ehrenamtlich ist Lutz als Vorsitzender des Landesbezirks Nord-Württemberg des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) engagiert. Außerdem fungiert er als Geschäftsführer im Kreisverband Hohenlohe-Franken.

Der 39-Jährige wohnt seit über 15 Jahren und inzwischen mit seinem Lebenspartner im Landkreis Würzburg.

Zu seinen Interessen gehören die Astronomie, Aquaristik und Pflanzen. kg

Dass er dieses Schuljahr in Wertheim beginnen würde, hatte er am letzten Tag des vergangenen Schuljahrs selbst nicht gedacht. Damals war Lutz noch Lehrer an der Realschule in Krautheim. Am ersten Tag der Sommerferien sei er dann über seine Bestellung zum Konrektor informiert worden.

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„Am liebsten hätte ich dann direkt losgelegt“, erzählt Lutz im Gespräch mit den FN. Die Neugier und Vorfreude auf seine neue Aufgabe seien riesig gewesen. Er sehe es als neue und spannende Herausforderung, die Schule mitzugestalten, die er früher selbst besucht hat.

Schon mehrere Jahre habe er mit einer Bewerbung auf eine Konrektorenstelle geliebäugelt, bekennt der 39-Jährige. „Als ich gesehen habe, dass die Stelle in Wertheim ausgeschrieben ist, wollte ich diese Chance unbedingt ergreifen“, berichtet er mit strahlenden Augen. Diese Entscheidung habe er voller Überzeugung getroffen. Seine emotionale Verbundenheit mit der Heimat ist bei diesen Worten dabei deutlich zu spüren.

Seit er in Bestenheid Realschüler war, habe sich an der Schule vieles verändert – nicht nur der Name. Sie sei deutlich moderner und technisch top ausgestattet, betont der Pädagoge. Im ganzen Schulhaus sei Wlan verfügbar, so dass in allen Klassenzimmern mit mobilen Endgeräten gearbeitet werden könne. Dazu gebe es in jedem Klassenzimmer einen Beamer. Für digitales Arbeiten gebe es sehr gute Bedingungen, freut er sich. Voraussetzungen, die Lutz selber gut gebrauchen kann. Neben seiner Tätigkeit als Konrektor wird er 16 Stunden unterrichten.

Seine beiden Kolleginnen im Leitungsteam freuen sich sehr über seine Ernennung: „Herr Lutz ist eine echte Bereicherung für uns. Wir verstehen uns sehr gut. Endlich können wir wieder ein Team sein und die Aufgaben auf alle Schultern verteilen“, betonen Schulleiterin Katrin Amrhein und ihre Stellvertreterin Verena Tenzer. Im Gegensatz zu seinem Amtsvorgänger Dieter Fauth wird der „Neuling“ nicht mehr an die Werkrealschule Urphar-Lindelbach („UrLi“) abgeordnet.

Im Schulleitungsteam soll Sebastian Lutz hauptsächlich für die Amtliche Schulverwaltung (ASV BW) zuständig sein. Als Multiplikator habe er bereits andere Schulen beim Einsatz der Verwaltungssoftware betreut und geschult. An der Comenius Realschule werde dieses Programm zur Verwaltung der Schuldaten und Noten schon vollumfänglich eingesetzt, erklärt er: „Die Schule hier ist schon sehr weit.“ Neben der ASV fallen auch Terminplanungen und das Nachhilfeprogramm „Rückenwind“ in seinen Aufgabenbereich.

Positiv äußert sich der Neue auch über die Zusammenarbeit im Schulleitungsteam: „Ich denke, dass wir auf gleicher Wellenlänge sind und die gleichen, klaren pädagogischen Ziele und Werte-Vorstellungen teilen“. Auch von seinem neuen Kollegium sei er sehr freundlich und offen empfangen worden: „Ich habe den Eindruck, dass hier ein sehr engagiertes Kollegium ist, das sehr viele Aufgaben übernimmt und eigenständig arbeitet“, lobt er. Eine gute Arbeitsatmosphäre sei ihm sehr wichtig.

„Ich bin eine grundsätzlich positiv-denkende Persönlichkeit“, nennt Lutz als einen seiner Charakterzüge. Auch zeichne ihn eine gewisse Gelassenheit aus. So schnell könne ihn nichts aus der Ruhe bringen. Er verstehe sich als Teamplayer, der auch gerne Dinge für andere oder die Gemeinschaft erledige.

Sein ehrenamtliches Engagement passt in dieses Bild (siehe Info-Kasten). Besonders durch seine Tätigkeit für den Verband Bildung und Erziehung (VBE), aber auch als Mitglied im Örtlichen Personalrat am Staatlichen Schulamt Künzelsau sei er nicht nur sehr gut vernetzt, sondern auch bildungspolitisch immer auf dem Laufenden.

Und nicht zuletzt hat Lutz so auch einen guten Überblick, wo zurzeit der Schuh drückt: „Das Wichtigste ist für mich, dass wir wieder zu einem normalen Schulbetrieb kommen.“ Der Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler müsse immer im Fokus stehen. Dabei sei ihm ein respektvoller Umgang miteinander wichtig. Er wolle zurückkehren zu einem „gelebten Schulprogramm“.

Schulfeste, Theateraufführungen, Projektarbeit und Klassenfahrten sind nur einige Aktionen, die der neue Konrektor – soweit wie pandemiebedingt möglich – wieder forcieren möchte. Sein Motto lautet: „Die Schüler sollen die Schule auch wieder erleben können.“

Für die Zukunft sieht das Schulleitungsteam die Comenius Realschule gut gerüstet. „Personell sind wir gut versorgt. Trotzdem haben wir kaum Reserven“, schildert Katrin Amrhein die Lage. Doch auch längere, krankheitsbedingte Ausfälle könnten an der CRW oft und gut kompensiert werden. „Das gelingt uns, weil viele Kollegen sehr flexibel und hilfsbereit sind.“ Sowohl der reguläre Unterricht als auch Differenzierungsangebote könnten im neu gestarteten Schuljahr wie geplant stattfinden.

Damit die Schüler auch weiterhin bestmögliche Lernbedingungen vorfinden, will nun auch Sebastian Lutz seinen tatkräftigen Beitrag leisten.

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