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Ortschaftsrat - Ortsvorsteher Eberhard Roth informierte über den Sachstand bei der Erweiterung des Neubaugebiets am Mondsee

Neubaugebiet Mondsee: Einheimische werden bei Bauplatz bevorzugt

Neben Lob gab es auch Anliegen, die Bürger Mondfelds am Freitag in der Maintalhalle an die Ortschaftsräte herantrugen. Zuvor hatte das Unternehmen BBV Deutschland über den möglichen Glasfaserausbau auch im Dorf informiert.

Von 
Birger-Daniel Grein
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Seit Sommer stehen die Masten mehrere Laternen im Haagzaun. Wegen Lieferschwierigkeiten fehlen allerdings noch immer die Lampen. © Grein

Mondfeld. Ortsvorsteher Eberhard Roth berichtete, dass bereits im Sommer vier Laternenmasten für Straßenlampen im Haagzaun gesetzt wurden, die Beleuchtung dazu aber noch immer fehle. Gleiches gelte für zwei Masten im Friedenweg. Eine erste Anfrage bei den Stadtwerken Wertheim habe kein Ergebnis geliefert, kritisierte er. Erst seine Nachfrage beim Geschäftsführer des städtischen Unternehmens, Thomas Beier, habe Aufklärung gebracht. „Für die benötigten Teile gibt es Lieferschwierigkeiten aus Fernost“, so Roth. Geplant sei die Lieferung aktuell für Januar. Ob dies eingehalten werde, sei aber unklar.

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Zufrieden zeigte er sich darüber, dass sich die Fenster in der Maintalhalle nun wieder öffnen lassen, wegen der Heizungsrohre aber nicht mehr so weit wie vor dem Umbau. Nach den Baumaßnahmen seien die Fenster überhaupt nicht mehr zu öffnen gewesen. Die Lüftungsanlage der Halle reiche aber für gute Luftqualität nicht aus. Durch eine Änderung an der Hallensteuerung sei nun wieder das Öffnen der Fenster im oberen Bereich möglich.

Ein dauerhaftes Ärgernis ist weiterhin der schlechte Zustand der Landesstraße L2310 im Abschnitt zwischen Grünenwört und Mondfeld. Es bestünden zahlreiche Gefahrenstellen für Zweiräder und durch die Enge bei Begegnungen von zwei Lastwagen oder einem Auto und einem Lkw. Es sei bei solchen Konstellationen auch schon zu vielen Spielgebeschädigungen gekommen.

Roth bat die Bürger beim nächsten Termin von „Rathaus vor Ort“ auf die Bedeutung einer Sanierung der Straße hinzuweisen. Straßenbaulastträger sei zwar das Land Baden-Württemberg, die Stadt Wertheim könne jedoch mit Druck beim Land einiges erreichen, zeigte sich Roth überzeugt. „Die Sanierung unserer Ortsdurchfahrt haben wir auch durch Hartnäckigkeit bekommen.“ Er forderte alle auf, am Thema dranzubleiben. Eventuell solle man auch die Bürger von Boxtal und Freudenberg miteinbeziehen und gemeinsam die Sanierung fordern.

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Ein wichtiges Anliegen von Bürgern und Ortschaftsräten sei die Erweiterung des Baugebiets am Mondsee. Roth berichtete, dass die Pläne noch bis zum 26. November ausgelegt seien. Die Pläne könnten sowohl in den Räumen der Stadtverwaltung als auch auf der Internetseite der Stadt eingesehen werden. Alle Interessenten können sich mit Stellungnahmen beteiligen. Im nächsten Schritt erfolgen dann Entscheidungen des Gemeinderats und die Prüfung durch das Regierungspräsidium. Die Erschließung ist für Herbst 2022 vorgesehen.

„Der Verkauf der Baugrundstücke wird wohl ab Frühjahr 2023 erfolgen“, informierte Roth. Aktuell sei ein Grundstückseigentümer noch nicht zum Verkauf seiner Fläche für das Baugebiet bereit. Dies werde das Vorhaben aber nicht verhindern, beruhigte er. Notfalls erfolge ein Umlegungsverfahren. Dabei erhalte der Eigentümer Baugrundstücke in der Fläche seines bisherigen Grundstücks. Das Interesse an den Bauplätzen in der Erweiterung übersteige bereits jetzt die Zahl der geplanten Grundstücke.

„Unser Ziel ist es, dass jeder Mondfelder, der möchte, dort einen Bauplatz bekommen soll“, verwies er auf die Ansicht der Ortschaftsräte. Man werde alles tun, was möglich ist, damit Mondfelder beim Erwerb der Flächen ein Vorrang eingeräumt wird.

Man könne es aber nicht garantieren. Hinsichtlich der Planung verwies er auf die rechtliche Vorschrift, dass pro Hektar Neubaugebiet Wohnraum für 60 Personen entstehen müsse. Dies sei nun , durch die Ausweisung von Flächen für drei Mehrfamilienhäuser möglich.

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Die Grundstücksflächen in der Baugebietserweiterung sollen zwischen 450 und 650 Quadratmeter liegen. Dies sei ein Kompromiss zwischen Vorgaben und Wunsch der Bauinteressenten.

Lob aus der Bürgerschaft gab es für die Mitarbeiter der Ortschaft und allen weiteren Helfern, die sich um die Pflege des Bereichs um den Mondsee kümmern.

Roth informierte, dass die Birken am Dammweg am See wegen Dürre gefällt wurden. Aktuell sei keine Neuanpflanzung geplant. Man setze sich jedoch in den Haushaltsmittelanforderungen für die Neupflanzung trockenresistenter Bäume ein und versuche auch in ein Förderprogramm zur Baumanpflanzung zu kommen.

Auf die Frage nach den Kosten für einen Baum verwies er beispielhaft auf die beiden Bäume am Kiesparkplatz des Friedhofs. Sie hätten inklusiv der Anfangspflege zusammen rund 2500 Euro gekostet.

Freier Autor

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